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	<title>Kommentare zu: PEGIDA – Annäherungen an ein unscharfes Phänomen</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 Sep 2015 18:00:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-260</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2015 16:10:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nun ist wieder Montag und weitere -IDA Demonstrationen sind angekündigt....
Dies kann nicht verwunderlich sein. Denn die politische Landschaft in Deutschland ist in Ermangelung einer parlamentarischen Opposition erstarrt und fordert deshalb angesichts dieser politischen Landschaft eine Gegenbewegung geradezu heraus. Alle im Bundestag vertretenen Parteien unterschieden sich inzwischen nur noch so graduell voneinander, dass gar nicht mehr erkennbar wird, wer regiert und wem die Oppositionsrolle zufällt. Dahingehend werden selbstredend kontroverse Positionen nicht aufgebaut, so dass man sehr schnell den nicht trügenden Eindruck gewinnt, dass das Land von einer konsensualen Einheitspartei getragen und auch regiert wird-quasi einer Partei der Nationalen Front. Man braucht sich deshalb auch nicht zu wundern, dass die Bürger dieses Landes in einigen Punkten der Politik nicht mit der Meinung der regierenden Politiker übereinstimmen -und in einer freiheitlichen Gesellschaft auch nicht übereinstimmen können. Es ist damit unausweichlich, dass sich Protestbewegungen bilden, von denen PEGIDA ja nur eine von vielen, wenn auch die derzeit Prominenteste ist.  Zu beachten gilt in diesem Zusammenhang, dass bei einer Wahlbeteiligung von ca. 72% bei der letzten Bundestagswahl die beiden die Koalition tragenden Parteien lediglich 29,7% für CDU/CSU und 18,4% für die SPD in absoluten Zahlen (41,7 mal 0,715 bzw. 25,7 mal 0,715) keine Mehrheit der Wahlberechtigten die Regierung legitimiert. Man kann einwenden, dass die Nichtwähler sich sozusagen der Stimme enthalten haben, wobei dies allerdings nicht darüber hinweg täuscht, dass diese Gruppe eben nicht die im Parlament vertretenen Parteien gewählt haben und diese offenbar auch nicht wählen wollten. Auch kann angesichts der vielfältigen Bürgerproteste nicht von einer Politikverdrosssenheit, die durch die Medien immer wieder propagiert wird als vielmehr von einer Politikerverdrossenheit gesprochen werden.
PEGIDA scheint nun die etablierten Politiker aufzuschrecken. Allerdings fallen die Reaktionen der eigentlich einer freiheitlichen Grundordnung verpflichteten sich selbst als demokratisch bezeichnenden Parteien ausgesprochen schwach aus. Anstatt sich inhaltlich mit einem Massenprotest auseinander zu setzen, werden Demonstranten, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen- und es geht hier um nichts anderes- sofort in eine Ecke gedrängt und mit Nazis gleichgesetzt. Gewiss finden sich unter den Demonstrationen, wie ohne Weiteres zu erwarten ist, auch Rechtsradikale, jedoch kann deshalb ja nicht die gesamte Bewegung so bezeichnet werden. Dies wäre ja so, als ob in der SPD nur weil die Abgeordneten Taus und Edathy in die Nähe von Kinderpornographie gerückt werden, man vermuten müsste die SPD wäre dadurch ebenfalls dahin geraten. Dem ist selbstverständlich nicht so. Gut solche Vergleiche hinken, sind aber in einer Polemik statthaft.
In einer freiheitlichen Gesellschaft muss es gelingen sich sachlich mit kontroversen Positionen auseinanderzusetzen, wenn diese nicht zu Gewalt aufrufen. Dabei kann keinesfalls der Weg der Rechtstaatlichkeit und der einer solchen freiheitlichen Gesellschaft innewohnenden Toleranz verlassen werden. Dies muss die Auseinandersetzung prägen. Andernfalls droht das, was sich in den Vereinigten Staaten nach den Anschlägen vom 11.09.2011 mit Guantanamo und Abu Khraib ereignet hat, nämlich dass man sich der nicht legitimen Mittel der Gegner bedient hat, sozusagen der Zweck die Mittel heiligt. Politiker demokratischer Parteien können nicht plötzlich Ideen autoritärer Staaten nachhängen, nur weil dies vielleicht momentan bequemer erscheint. So erscheint die Verweigerung einer Diskussion mit Protestbewegungen wie PEGIDA eine ist bzw. eine über deren Themen, derzeit schwierig zu sein und auch nicht mit einstmals vertretenen eigenen Positionen zusammenzupassen. Es bleibt aber kein Ausweg dazu, will man die freiheitliche Ordnung Deutschlands nicht in Frage stellen. Hier müssen nun Konzepte von &quot;der Politik&quot; präsentiert werden, die eindeutig bessere und überzeugendere Konzepte bieten oder die ggf. auch Forderungen von Demonstranten miteinbeziehen, wenn diese sich auf dem Boden der Rechtstaatlichkeit bewegen. Auf diesem Wege dürfen allerdings keine Bürgerrechte und auch die Meinungsfreiheit nicht weiter verloren gehen. In der Gesamtschau kommt in der medialen Betrachtung diesem Aspekt erstaunlicherweise nur sehr wenig Beachtung zu.

Ja &quot;der Islam&quot;... gegen den sich die Proteste richten.....
Es leben in Deutschland mehrere Millionen Menschen moslemischen Glaubens, von denen im ganz überwiegenden Teil einer Erwerbsarbeit, einer geschäftlichen Tätigkeit oder einer kulturellen Beschäftigung nachgehen und die damit ein integraler Bestandteil der Gesellschaft sind. Dies ist eigentlich so banal, dass es keiner Erwähnung bedürfte. Ebensowenig bedürfte es auch aufgrund von Banalität (natürlich ist dies für Betroffene nicht so, was an dieser Stelle anzumerken ist), dass auch von diesen Menschen auch Verbrechen ausgehen, die sich nicht von denen der Gesamtgesellschaft wesentlich unterscheiden.

Weshalb eignet sich &quot;der Islam&quot;, um gegen ihn in Deutschland zu protestieren ? 
Es ist allseits bekannt, dass es &quot;den Islam&quot; so nicht gibt; er sich durch verschiedene Religionsrichtungen auszeichnet. Anders als die christlichen Religionsrichtungen kennt &quot;der Islam&quot; offenbar keine strikte Trennung von Kirche und Staat. Damit entsteht selbstverständlich in allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ein Konfliktfeld, weil die spirituellen Regeln &quot;des Islams&quot;  in großen Teilen nicht mit den staatlichen Festlegungen des Grundgesetztes übereinstimmen und auch nicht übereinstimmen können, da ein Religionstiftung im 7. Jahrhundert nicht in einer Zeit erfolgt war, die sich durch parlamentarische Demokratien, sondern vielmehr durch abolute Herrschaftssysteme auszeichneten. Ähnliches traf auch auf christliche Kirchen vor der Aufklärung zu. Aber mit der Säkularisierung konnte dort eine klare Trennung von Staat und Kirche erreicht werden, die feudale Strukturen überwanden, zur Bildung von stabilen Nationalstaaten und später zu Demokratien führten. Mit dieser Entwicklung haben sich inzwischen christliche Kirchen arrangiert, so dass es in Mitteleuropa Staaten gibt, die den jeweiligen ethischen Werten einer Religion weitgehend verpflichtet sind, aber auch eine andere Lebensweise auf einer freiheitlichen Basis zulassen. Einen ähnlichen Weg hatte auch die Türkei nach dem 1. Weltkrieg eingeschlagen, der aber nun offenbar zunehmend in Gefahr gerät, verlassen zu werden.
Solange sich &quot;der Islam&quot; aufgrund einer nicht durchlaufenen Reformation in einem Gegensatz zu bestehenden Verfassungsgrundsätzen, die in Deutschland durch das Grundgesetz klar definiert sind, kann er nicht zu Deutschland gehören, obwohl dies durch den höchsten Repräsentanten Deutschlands einmal so ausgedrückt wurde - auch so ein populistischer faux pas. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass hier lebende Menschen, auch und gerade wenn die Moslems sind, nicht zu Deutschland gehören. Sie prägen dieses Land seit mehreren Jahrzehnten mit und deshalb gehören sie selbstverständlich dazu. Gerade dies tritt aber bedauerlicherweise in einer pauschalierten Diskussion über eine bloße Religionszugehörigkeit in den Hintergrund bzw. wird von &quot;der Politik&quot; überhaupt nicht verstanden. Nicht lauten Krakeelern, die salafistische Schriften verbreiten oder effektheischenden &quot;Schariapolizisten&quot; sollte mehr Bedeutung zukommen, die sie verdienen, auch nicht Spitzenfunktionären von verschiedenen Verbänden, sondern es sollte die mitbürgerliche Normalität unter Beachtung einer Toleranz auf dem Boden der Verfassung in Vordergrund gerückt werden.
Nur so könnten, wenn sie es denn wollten, die politischen Protagonisten des jetzigen Systems überzeugen. Sie sind aber dazu weder intellektuell in der Lage noch willens dazu.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist wieder Montag und weitere -IDA Demonstrationen sind angekündigt&#8230;.<br />
Dies kann nicht verwunderlich sein. Denn die politische Landschaft in Deutschland ist in Ermangelung einer parlamentarischen Opposition erstarrt und fordert deshalb angesichts dieser politischen Landschaft eine Gegenbewegung geradezu heraus. Alle im Bundestag vertretenen Parteien unterschieden sich inzwischen nur noch so graduell voneinander, dass gar nicht mehr erkennbar wird, wer regiert und wem die Oppositionsrolle zufällt. Dahingehend werden selbstredend kontroverse Positionen nicht aufgebaut, so dass man sehr schnell den nicht trügenden Eindruck gewinnt, dass das Land von einer konsensualen Einheitspartei getragen und auch regiert wird-quasi einer Partei der Nationalen Front. Man braucht sich deshalb auch nicht zu wundern, dass die Bürger dieses Landes in einigen Punkten der Politik nicht mit der Meinung der regierenden Politiker übereinstimmen -und in einer freiheitlichen Gesellschaft auch nicht übereinstimmen können. Es ist damit unausweichlich, dass sich Protestbewegungen bilden, von denen PEGIDA ja nur eine von vielen, wenn auch die derzeit Prominenteste ist.  Zu beachten gilt in diesem Zusammenhang, dass bei einer Wahlbeteiligung von ca. 72% bei der letzten Bundestagswahl die beiden die Koalition tragenden Parteien lediglich 29,7% für CDU/CSU und 18,4% für die SPD in absoluten Zahlen (41,7 mal 0,715 bzw. 25,7 mal 0,715) keine Mehrheit der Wahlberechtigten die Regierung legitimiert. Man kann einwenden, dass die Nichtwähler sich sozusagen der Stimme enthalten haben, wobei dies allerdings nicht darüber hinweg täuscht, dass diese Gruppe eben nicht die im Parlament vertretenen Parteien gewählt haben und diese offenbar auch nicht wählen wollten. Auch kann angesichts der vielfältigen Bürgerproteste nicht von einer Politikverdrosssenheit, die durch die Medien immer wieder propagiert wird als vielmehr von einer Politikerverdrossenheit gesprochen werden.<br />
PEGIDA scheint nun die etablierten Politiker aufzuschrecken. Allerdings fallen die Reaktionen der eigentlich einer freiheitlichen Grundordnung verpflichteten sich selbst als demokratisch bezeichnenden Parteien ausgesprochen schwach aus. Anstatt sich inhaltlich mit einem Massenprotest auseinander zu setzen, werden Demonstranten, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen- und es geht hier um nichts anderes- sofort in eine Ecke gedrängt und mit Nazis gleichgesetzt. Gewiss finden sich unter den Demonstrationen, wie ohne Weiteres zu erwarten ist, auch Rechtsradikale, jedoch kann deshalb ja nicht die gesamte Bewegung so bezeichnet werden. Dies wäre ja so, als ob in der SPD nur weil die Abgeordneten Taus und Edathy in die Nähe von Kinderpornographie gerückt werden, man vermuten müsste die SPD wäre dadurch ebenfalls dahin geraten. Dem ist selbstverständlich nicht so. Gut solche Vergleiche hinken, sind aber in einer Polemik statthaft.<br />
In einer freiheitlichen Gesellschaft muss es gelingen sich sachlich mit kontroversen Positionen auseinanderzusetzen, wenn diese nicht zu Gewalt aufrufen. Dabei kann keinesfalls der Weg der Rechtstaatlichkeit und der einer solchen freiheitlichen Gesellschaft innewohnenden Toleranz verlassen werden. Dies muss die Auseinandersetzung prägen. Andernfalls droht das, was sich in den Vereinigten Staaten nach den Anschlägen vom 11.09.2011 mit Guantanamo und Abu Khraib ereignet hat, nämlich dass man sich der nicht legitimen Mittel der Gegner bedient hat, sozusagen der Zweck die Mittel heiligt. Politiker demokratischer Parteien können nicht plötzlich Ideen autoritärer Staaten nachhängen, nur weil dies vielleicht momentan bequemer erscheint. So erscheint die Verweigerung einer Diskussion mit Protestbewegungen wie PEGIDA eine ist bzw. eine über deren Themen, derzeit schwierig zu sein und auch nicht mit einstmals vertretenen eigenen Positionen zusammenzupassen. Es bleibt aber kein Ausweg dazu, will man die freiheitliche Ordnung Deutschlands nicht in Frage stellen. Hier müssen nun Konzepte von &#8220;der Politik&#8221; präsentiert werden, die eindeutig bessere und überzeugendere Konzepte bieten oder die ggf. auch Forderungen von Demonstranten miteinbeziehen, wenn diese sich auf dem Boden der Rechtstaatlichkeit bewegen. Auf diesem Wege dürfen allerdings keine Bürgerrechte und auch die Meinungsfreiheit nicht weiter verloren gehen. In der Gesamtschau kommt in der medialen Betrachtung diesem Aspekt erstaunlicherweise nur sehr wenig Beachtung zu.</p>
<p>Ja &#8220;der Islam&#8221;&#8230; gegen den sich die Proteste richten&#8230;..<br />
Es leben in Deutschland mehrere Millionen Menschen moslemischen Glaubens, von denen im ganz überwiegenden Teil einer Erwerbsarbeit, einer geschäftlichen Tätigkeit oder einer kulturellen Beschäftigung nachgehen und die damit ein integraler Bestandteil der Gesellschaft sind. Dies ist eigentlich so banal, dass es keiner Erwähnung bedürfte. Ebensowenig bedürfte es auch aufgrund von Banalität (natürlich ist dies für Betroffene nicht so, was an dieser Stelle anzumerken ist), dass auch von diesen Menschen auch Verbrechen ausgehen, die sich nicht von denen der Gesamtgesellschaft wesentlich unterscheiden.</p>
<p>Weshalb eignet sich &#8220;der Islam&#8221;, um gegen ihn in Deutschland zu protestieren ?<br />
Es ist allseits bekannt, dass es &#8220;den Islam&#8221; so nicht gibt; er sich durch verschiedene Religionsrichtungen auszeichnet. Anders als die christlichen Religionsrichtungen kennt &#8220;der Islam&#8221; offenbar keine strikte Trennung von Kirche und Staat. Damit entsteht selbstverständlich in allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ein Konfliktfeld, weil die spirituellen Regeln &#8220;des Islams&#8221;  in großen Teilen nicht mit den staatlichen Festlegungen des Grundgesetztes übereinstimmen und auch nicht übereinstimmen können, da ein Religionstiftung im 7. Jahrhundert nicht in einer Zeit erfolgt war, die sich durch parlamentarische Demokratien, sondern vielmehr durch abolute Herrschaftssysteme auszeichneten. Ähnliches traf auch auf christliche Kirchen vor der Aufklärung zu. Aber mit der Säkularisierung konnte dort eine klare Trennung von Staat und Kirche erreicht werden, die feudale Strukturen überwanden, zur Bildung von stabilen Nationalstaaten und später zu Demokratien führten. Mit dieser Entwicklung haben sich inzwischen christliche Kirchen arrangiert, so dass es in Mitteleuropa Staaten gibt, die den jeweiligen ethischen Werten einer Religion weitgehend verpflichtet sind, aber auch eine andere Lebensweise auf einer freiheitlichen Basis zulassen. Einen ähnlichen Weg hatte auch die Türkei nach dem 1. Weltkrieg eingeschlagen, der aber nun offenbar zunehmend in Gefahr gerät, verlassen zu werden.<br />
Solange sich &#8220;der Islam&#8221; aufgrund einer nicht durchlaufenen Reformation in einem Gegensatz zu bestehenden Verfassungsgrundsätzen, die in Deutschland durch das Grundgesetz klar definiert sind, kann er nicht zu Deutschland gehören, obwohl dies durch den höchsten Repräsentanten Deutschlands einmal so ausgedrückt wurde &#8211; auch so ein populistischer faux pas. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass hier lebende Menschen, auch und gerade wenn die Moslems sind, nicht zu Deutschland gehören. Sie prägen dieses Land seit mehreren Jahrzehnten mit und deshalb gehören sie selbstverständlich dazu. Gerade dies tritt aber bedauerlicherweise in einer pauschalierten Diskussion über eine bloße Religionszugehörigkeit in den Hintergrund bzw. wird von &#8220;der Politik&#8221; überhaupt nicht verstanden. Nicht lauten Krakeelern, die salafistische Schriften verbreiten oder effektheischenden &#8220;Schariapolizisten&#8221; sollte mehr Bedeutung zukommen, die sie verdienen, auch nicht Spitzenfunktionären von verschiedenen Verbänden, sondern es sollte die mitbürgerliche Normalität unter Beachtung einer Toleranz auf dem Boden der Verfassung in Vordergrund gerückt werden.<br />
Nur so könnten, wenn sie es denn wollten, die politischen Protagonisten des jetzigen Systems überzeugen. Sie sind aber dazu weder intellektuell in der Lage noch willens dazu.</p>
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	<item>
		<title>Von: cwiebe</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-243</link>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2014 14:23:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, da stimme ich zu, die Politikerinnen und Politiker müssen sich dem stellen. Und auch die etablierten Medien, hier einmal ein Kommentar aus den Stuttgarter Nachrichten: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kommentar-zu-pegida-denn-sie-sprechen-nicht.d9661727-9ad0-4c49-aeb5-89975ef8b778.html

Der trifft das Problem sehr gut, denke ich. PEGIDA lehnt einen Dialog weitgehend ab, aber auch viele Politiker tuen das gesamte Phänomen viel zu voreilig ab und setzen sich eben nicht argumentativ damit auseinander. Auch wer keinerlei Sympathie für PEGIDA empfindet, wird von manch selbstherrlicher Aussage verschiedener Politiker zum Thema ja abgestoßen. Die Vertrauenserosion setzt sich auf diese Weise fort.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, da stimme ich zu, die Politikerinnen und Politiker müssen sich dem stellen. Und auch die etablierten Medien, hier einmal ein Kommentar aus den Stuttgarter Nachrichten: <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kommentar-zu-pegida-denn-sie-sprechen-nicht.d9661727-9ad0-4c49-aeb5-89975ef8b778.html" rel="nofollow">http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kommentar-zu-pegida-denn-sie-sprechen-nicht.d9661727-9ad0-4c49-aeb5-89975ef8b778.html</a></p>
<p>Der trifft das Problem sehr gut, denke ich. PEGIDA lehnt einen Dialog weitgehend ab, aber auch viele Politiker tuen das gesamte Phänomen viel zu voreilig ab und setzen sich eben nicht argumentativ damit auseinander. Auch wer keinerlei Sympathie für PEGIDA empfindet, wird von manch selbstherrlicher Aussage verschiedener Politiker zum Thema ja abgestoßen. Die Vertrauenserosion setzt sich auf diese Weise fort.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-233</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2014 13:30:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=676#comment-233</guid>
		<description><![CDATA[Viele Zeile von PEGIDA kann man sicherlich unterschreiben und genauso verhält es sich mit den Zielen der Gegendemonstranten. Was bleibt ist Unschärfe, wie eingangs festgestellt wurde.
Es wäre an der Zeit, dass &quot;die Politik&quot; sich nicht in der Beschimpfung von Demonstranten oder der persönlichen Diffamierung einzelner Anmelder von Demonstrationen ergeht, sondern Stellung zu den Sachfragen bezieht, die der Bewegung zu ihrem Zuspruch verhilft. Hier sind ganz klare Stellungnahmen von Nöten, die dem &quot;Normalbürger&quot; verdeutlichen, was er von der einen oder der anderen Seiten zu erwarten hat. Nicht Phrasen, die sich zumal in der Weihnachtszeit gut anhören, sondern ganz konkrete Benennungen von Problemen und ihrer Lösungsmöglichkeiten müssen erfolgen,
Dann könnte sich auch jeder, auch solche ohne größeren intellektuellen Background, ein Bild von der Lage machen. Es wird sich zeigen wer die besseren Argumente aufweist. Wenn es &quot;der Politik&quot; allerdings nicht gelingen sollte, einen sachlichen Diskurs mit Menschen zu führen, die keine Gewalttaten begangen haben oder begehen wollen, hat sie wiederum versagt. 
Auch in einer Demokratie müssen Regeln gesetzt und eingehalten werden. Ein einfaches Resignieren und pseudodiplomatisches Durchlarvieren durch bestehende gesellschaftliche Fragen ist nicht erlaubt und wird das System eines demokratischen Staates zu Fall bringen. Gewiss ist derzeit keine akute Notsituation vorhanden, aber gewisse Fragen bedürfen Antworten von gewählten Repräsentanten, die im Übrigen hierfür nicht gar zu schlecht bezahlt werden. Es kann verlangt werden, dass sie ihren Verpflichtungen nachkommen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Zeile von PEGIDA kann man sicherlich unterschreiben und genauso verhält es sich mit den Zielen der Gegendemonstranten. Was bleibt ist Unschärfe, wie eingangs festgestellt wurde.<br />
Es wäre an der Zeit, dass &#8220;die Politik&#8221; sich nicht in der Beschimpfung von Demonstranten oder der persönlichen Diffamierung einzelner Anmelder von Demonstrationen ergeht, sondern Stellung zu den Sachfragen bezieht, die der Bewegung zu ihrem Zuspruch verhilft. Hier sind ganz klare Stellungnahmen von Nöten, die dem &#8220;Normalbürger&#8221; verdeutlichen, was er von der einen oder der anderen Seiten zu erwarten hat. Nicht Phrasen, die sich zumal in der Weihnachtszeit gut anhören, sondern ganz konkrete Benennungen von Problemen und ihrer Lösungsmöglichkeiten müssen erfolgen,<br />
Dann könnte sich auch jeder, auch solche ohne größeren intellektuellen Background, ein Bild von der Lage machen. Es wird sich zeigen wer die besseren Argumente aufweist. Wenn es &#8220;der Politik&#8221; allerdings nicht gelingen sollte, einen sachlichen Diskurs mit Menschen zu führen, die keine Gewalttaten begangen haben oder begehen wollen, hat sie wiederum versagt.<br />
Auch in einer Demokratie müssen Regeln gesetzt und eingehalten werden. Ein einfaches Resignieren und pseudodiplomatisches Durchlarvieren durch bestehende gesellschaftliche Fragen ist nicht erlaubt und wird das System eines demokratischen Staates zu Fall bringen. Gewiss ist derzeit keine akute Notsituation vorhanden, aber gewisse Fragen bedürfen Antworten von gewählten Repräsentanten, die im Übrigen hierfür nicht gar zu schlecht bezahlt werden. Es kann verlangt werden, dass sie ihren Verpflichtungen nachkommen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: cwiebe</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-232</link>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2014 13:47:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=676#comment-232</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Herr Bickel, Ihre Kommentare treffen sich sicherlich mit den Ansichten vieler Bürgerinnen und Bürger. Solche Proteste haben einen solchen Zulauf, weil es mittlerweile zu Viele sind, die sich von den regierenden Parteien nicht mehr angemessen repräsentiert sehen. Und von den etablierten Medien nicht mehr verstanden. 

Aber auch Ihren Vorbehalt gegenüber PEGIDA möchte ich noch einmal unterstreichen: Die Protestziele sind allzu unscharf und vereinen damit dann zu viele extremistische Gruppierungen, die versuchen, die Proteste für sich zu nutzen. Ein, zwei konkrete politische Forderungen würden es in jeder Hinsicht leichter machen, sich zu PEGIDA zu verhalten. Das würde aber natürlich dazu führen, dass all die &quot;irgendwie Unzufriedenen&quot; möglicherweise nicht mehr mobilisiert werden könnten...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Bickel, Ihre Kommentare treffen sich sicherlich mit den Ansichten vieler Bürgerinnen und Bürger. Solche Proteste haben einen solchen Zulauf, weil es mittlerweile zu Viele sind, die sich von den regierenden Parteien nicht mehr angemessen repräsentiert sehen. Und von den etablierten Medien nicht mehr verstanden. </p>
<p>Aber auch Ihren Vorbehalt gegenüber PEGIDA möchte ich noch einmal unterstreichen: Die Protestziele sind allzu unscharf und vereinen damit dann zu viele extremistische Gruppierungen, die versuchen, die Proteste für sich zu nutzen. Ein, zwei konkrete politische Forderungen würden es in jeder Hinsicht leichter machen, sich zu PEGIDA zu verhalten. Das würde aber natürlich dazu führen, dass all die &#8220;irgendwie Unzufriedenen&#8221; möglicherweise nicht mehr mobilisiert werden könnten&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-227</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2014 15:50:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=676#comment-227</guid>
		<description><![CDATA[Es ist so, dass ich mich normalerweise- schon gar nicht unter Nennung meines Namens- zu politischen Themen äußere. Jedoch bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich durch die von mir gewählten politischen Repräsentanten, vulgo die Politiker, nicht mehr vertreten werden. Deshalb verstehe ich die Proteste einer PEGIDA-Bewegung durchaus, obwohl ich mich nicht daran beteiligen werde, weil eben nicht so recht deutlich wird, wogegen sie sich wirklich richtet, eben auch nicht so konkret sind.

Aber wenn man sich nicht mit Bürgerprotesten durch Austausch von Sachargumenten auseinandersetzt, ist man auch nicht besser als die denen man Intoleranz vorwirft. Das soll nicht heißen, dass man sich mit Leuten argumentativ verständigt, die zu Gewalttaten aufrufen oder solche begangen oder sei gerne begehen würden. Ich habe allerdings derzeit nicht den Eindruck (eben nur von außen betrachtet), dass von PEGIDA zu Gewaltentaten aufgerufen wird.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist so, dass ich mich normalerweise- schon gar nicht unter Nennung meines Namens- zu politischen Themen äußere. Jedoch bin zu der Überzeugung gelangt, dass ich durch die von mir gewählten politischen Repräsentanten, vulgo die Politiker, nicht mehr vertreten werden. Deshalb verstehe ich die Proteste einer PEGIDA-Bewegung durchaus, obwohl ich mich nicht daran beteiligen werde, weil eben nicht so recht deutlich wird, wogegen sie sich wirklich richtet, eben auch nicht so konkret sind.</p>
<p>Aber wenn man sich nicht mit Bürgerprotesten durch Austausch von Sachargumenten auseinandersetzt, ist man auch nicht besser als die denen man Intoleranz vorwirft. Das soll nicht heißen, dass man sich mit Leuten argumentativ verständigt, die zu Gewalttaten aufrufen oder solche begangen oder sei gerne begehen würden. Ich habe allerdings derzeit nicht den Eindruck (eben nur von außen betrachtet), dass von PEGIDA zu Gewaltentaten aufgerufen wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jwalter</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-226</link>
		<dc:creator><![CDATA[jwalter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2014 15:04:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=676#comment-226</guid>
		<description><![CDATA[Herr Bickel, haben sie vielen Dank für ihren ausführlichen und bedenkenswerten Kommentar!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Bickel, haben sie vielen Dank für ihren ausführlichen und bedenkenswerten Kommentar!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-225</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2014 14:01:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=676#comment-225</guid>
		<description><![CDATA[Es kann sein, dass auch Rechtextreme bei der PEGIDA-Demonstration dabei sind. Es ist auch sicher so, dass die Organisatoren -jedenfalls wenn man den Veröffentlichungen in Medien glauben kann- nicht über jeden Zweifel rechtstaatlicher Integrität erhaben sind.
Aber die PEGIDA findet darüberhinaus trotzdem einen enormen Widerhall in der Bevölkerung und in den Medien. Warum ist das wohl so ?

Selbstverständlich wird Deutschland und Mitteleuropa nicht über Nacht islamisch geprägt sein, selbstverständlich ist in Sachsen nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung muslimischen Glaubens und Oberbayern fest im katholischen Glauben verankert .....
Aber in manchen Großstädten existieren Schulklassen, die vollständig aus Kindern mit sogenanntem Migrationshintergrund gebildet werden und es existieren Stadtteile in denen Deutsch als Fremdsprache gilt; mithin schon eher die Gefahr einer Parallelgesellschaft da ist oder wo sich schon Strukturen einer Parallelgesellschaft gebildet haben. Dies führt dann zu Problemen, wenn sich eben nicht &quot;multikulturelle&quot; Vielfalt aus solchen Strukturen ergibt, sondern sich eher gesellschaftliche Strukturen herausbilden, die denen der eingewanderten Bevölkerung im Heimat gleichen und die häufig mit denen des Einwanderungslandes nicht ähneln und mit denen auch nicht kompatibel sind  Vielfach scheint es auch am Willen von &quot;Einwanderern&quot; zu fehlen zur Kenntnis zu nehmen, wohin sie &quot;eingewandert&quot; sind,  so dass sie durchaus mit Akzeptanzproblemen konfrontiert sind. Es mag natürlich auch zutreffen, dass von staatlicher Seite es an Unterstützung solcher Menschen fehlt, was aber nicht als allumfängliches Argument dienen kann sich in dem &quot;Einwanderungsland&quot; nicht integrieren zu wollen. Aus meiner Sicht mangelt es hieran.

Nun ist Mitteleuropa und Deutschland seit Jahrhunderten ein Territorium, in denen  das römische Recht und der christliche Glaube als Leitfaden gelten, an der sich die Ethik mit den Regeln des Zusammenlebens entwickelt hat -dies formuliert, ohne gläubiger Christ zu sein-. Diese moralische Regeln des Zusammenlebens mit ihren Modifizierungen über die Zeit blieben immer auch bis zuletzt eine Richtschnur des gesellschaftlichen Handelns der Menschen in Mitteleuropa -und sie sind meist nicht schlecht dabei gefahren-. Nun ändern sich aber gewisse Bereiche des täglichen Lebens in unbeschreiblicher Geschwindigkeit in den letzten Jahren im Rahmen der &quot;Globaliserung&quot;. Dies führt zu Ängsten im Alltagsleben, die ja auch nicht unbegründet sind. Man fürchtet sich vor noch mehr Veränderung, die unweigerlich auch Einfluss auf den mitteleuropäischen Wertekanon nehmen. Auch fürchtet man sich in ähnlicher Weise in der muslimisch geprägten Welt vor solchen Umwälzungen- und dies wahrscheinlich -nicht ohne Grund- noch mehr, so dass die Hinwendung an hergebrachte Traditionen aus dieser Sicht verständlich wird. Offenbar ist jedoch die Mobilisierung und Mobilisierungsbereitschaft dort noch viel größer und auch radikaler als dies bei PEGIDA der Fall ist.
Nun entsteht eine Gemengelage, in der zum Einen eine verunsicherte mitteleuropäische Bevölkerung konfrontiert mit jahrelanger wirtschaftlicher Unsicherheit im Rahmen der Eurokrise einer sich zunehmend radikalisierenden und sich immer mehr althergebrachten Traditionen zugewandten muslimischen Gemeinde gegenübersteht.
Zumindest in Deutschland wird die Rolle eines couragierten Eingreifens durch die Politik durch Denkverbote verunmöglicht. Für ihre eigenen Denkverbote kann die Regierung zunächst nichts. Aber der Bevölkerung kann dem Nicht Konkreten, des Schablonenhaften und den Rituale von &quot;political corectness&quot; in der Politik zunehmend nichts mehr abgewinnen. Ob die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich noch hinter der Politik der sich nur in Nuancen unterscheidbaren -sich selbst als demokratische Parteien bezeichnenden- politischen Gruppierungen steht, ist bei einem konstant hohen Nichtwähleranteil anzuzweifeln.

Anstatt nun aber politisch zu handeln, d.h. sich mit dem Gegner auseinander zu setzen, ergeht sich die etablierte Politik in der Publikumbeschimpfung und bekräftigt weiter bestehende Denkverbote, zementiert quasi ihren Standpunkt mit immer wieder ritualisiert vorgetragene Phrasen, die über eine vereinheitlichte Presse hinausposaunt werden. 
Deshalb, weil sich die Politik zu weit vom Volk entfernt, es immer wieder beschimpft und selbstverliebt an ihm vorbeiregiert, sind solche Bewegungen wie derzeit halt PEGIDA populär.
In einer freiheitlichen Gesellschaft kann es keine Verbote für Meinungen geben. Es müssen von Politik Antworten gefunden werden und die Menschen müssen damit überzeugt werden. Je mehr Zeit verstreicht, desto schwierig wird es werden die Menschen zu überzeugen. Leider taugen auch die Protagonisten Heiko Maaß und Thomas de Mazìère dazu überhaupt nicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann sein, dass auch Rechtextreme bei der PEGIDA-Demonstration dabei sind. Es ist auch sicher so, dass die Organisatoren -jedenfalls wenn man den Veröffentlichungen in Medien glauben kann- nicht über jeden Zweifel rechtstaatlicher Integrität erhaben sind.<br />
Aber die PEGIDA findet darüberhinaus trotzdem einen enormen Widerhall in der Bevölkerung und in den Medien. Warum ist das wohl so ?</p>
<p>Selbstverständlich wird Deutschland und Mitteleuropa nicht über Nacht islamisch geprägt sein, selbstverständlich ist in Sachsen nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung muslimischen Glaubens und Oberbayern fest im katholischen Glauben verankert &#8230;..<br />
Aber in manchen Großstädten existieren Schulklassen, die vollständig aus Kindern mit sogenanntem Migrationshintergrund gebildet werden und es existieren Stadtteile in denen Deutsch als Fremdsprache gilt; mithin schon eher die Gefahr einer Parallelgesellschaft da ist oder wo sich schon Strukturen einer Parallelgesellschaft gebildet haben. Dies führt dann zu Problemen, wenn sich eben nicht &#8220;multikulturelle&#8221; Vielfalt aus solchen Strukturen ergibt, sondern sich eher gesellschaftliche Strukturen herausbilden, die denen der eingewanderten Bevölkerung im Heimat gleichen und die häufig mit denen des Einwanderungslandes nicht ähneln und mit denen auch nicht kompatibel sind  Vielfach scheint es auch am Willen von &#8220;Einwanderern&#8221; zu fehlen zur Kenntnis zu nehmen, wohin sie &#8220;eingewandert&#8221; sind,  so dass sie durchaus mit Akzeptanzproblemen konfrontiert sind. Es mag natürlich auch zutreffen, dass von staatlicher Seite es an Unterstützung solcher Menschen fehlt, was aber nicht als allumfängliches Argument dienen kann sich in dem &#8220;Einwanderungsland&#8221; nicht integrieren zu wollen. Aus meiner Sicht mangelt es hieran.</p>
<p>Nun ist Mitteleuropa und Deutschland seit Jahrhunderten ein Territorium, in denen  das römische Recht und der christliche Glaube als Leitfaden gelten, an der sich die Ethik mit den Regeln des Zusammenlebens entwickelt hat -dies formuliert, ohne gläubiger Christ zu sein-. Diese moralische Regeln des Zusammenlebens mit ihren Modifizierungen über die Zeit blieben immer auch bis zuletzt eine Richtschnur des gesellschaftlichen Handelns der Menschen in Mitteleuropa -und sie sind meist nicht schlecht dabei gefahren-. Nun ändern sich aber gewisse Bereiche des täglichen Lebens in unbeschreiblicher Geschwindigkeit in den letzten Jahren im Rahmen der &#8220;Globaliserung&#8221;. Dies führt zu Ängsten im Alltagsleben, die ja auch nicht unbegründet sind. Man fürchtet sich vor noch mehr Veränderung, die unweigerlich auch Einfluss auf den mitteleuropäischen Wertekanon nehmen. Auch fürchtet man sich in ähnlicher Weise in der muslimisch geprägten Welt vor solchen Umwälzungen- und dies wahrscheinlich -nicht ohne Grund- noch mehr, so dass die Hinwendung an hergebrachte Traditionen aus dieser Sicht verständlich wird. Offenbar ist jedoch die Mobilisierung und Mobilisierungsbereitschaft dort noch viel größer und auch radikaler als dies bei PEGIDA der Fall ist.<br />
Nun entsteht eine Gemengelage, in der zum Einen eine verunsicherte mitteleuropäische Bevölkerung konfrontiert mit jahrelanger wirtschaftlicher Unsicherheit im Rahmen der Eurokrise einer sich zunehmend radikalisierenden und sich immer mehr althergebrachten Traditionen zugewandten muslimischen Gemeinde gegenübersteht.<br />
Zumindest in Deutschland wird die Rolle eines couragierten Eingreifens durch die Politik durch Denkverbote verunmöglicht. Für ihre eigenen Denkverbote kann die Regierung zunächst nichts. Aber der Bevölkerung kann dem Nicht Konkreten, des Schablonenhaften und den Rituale von &#8220;political corectness&#8221; in der Politik zunehmend nichts mehr abgewinnen. Ob die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich noch hinter der Politik der sich nur in Nuancen unterscheidbaren -sich selbst als demokratische Parteien bezeichnenden- politischen Gruppierungen steht, ist bei einem konstant hohen Nichtwähleranteil anzuzweifeln.</p>
<p>Anstatt nun aber politisch zu handeln, d.h. sich mit dem Gegner auseinander zu setzen, ergeht sich die etablierte Politik in der Publikumbeschimpfung und bekräftigt weiter bestehende Denkverbote, zementiert quasi ihren Standpunkt mit immer wieder ritualisiert vorgetragene Phrasen, die über eine vereinheitlichte Presse hinausposaunt werden.<br />
Deshalb, weil sich die Politik zu weit vom Volk entfernt, es immer wieder beschimpft und selbstverliebt an ihm vorbeiregiert, sind solche Bewegungen wie derzeit halt PEGIDA populär.<br />
In einer freiheitlichen Gesellschaft kann es keine Verbote für Meinungen geben. Es müssen von Politik Antworten gefunden werden und die Menschen müssen damit überzeugt werden. Je mehr Zeit verstreicht, desto schwierig wird es werden die Menschen zu überzeugen. Leider taugen auch die Protagonisten Heiko Maaß und Thomas de Mazìère dazu überhaupt nicht.</p>
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		<title>Von: txxx666</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/12/pegida-annaeherungen-an-ein-unscharfes-phaenomen/#comment-224</link>
		<dc:creator><![CDATA[txxx666]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 12:33:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das neue heiße Ding: „IGIDA - Intellektuelle gegen die Idiotisierung des Abendlandes; für Alle, denen PEGIDA, HOGESA, DÜGIDA und die andere Kacke da einfach zu doof ist!“ - Sei dabei!
http://misanthrope.blogger.de/stories/2460926/]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue heiße Ding: „IGIDA &#8211; Intellektuelle gegen die Idiotisierung des Abendlandes; für Alle, denen PEGIDA, HOGESA, DÜGIDA und die andere Kacke da einfach zu doof ist!“ &#8211; Sei dabei!<br />
<a href="http://misanthrope.blogger.de/stories/2460926/" rel="nofollow">http://misanthrope.blogger.de/stories/2460926/</a></p>
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