<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Ein griechisches Gespenst geht um in Europa – Nach dem Wahlsieg des Linksbündnisses SYRIZA</title>
	<atom:link href="http://blogumschau.de/2015/01/ein-griechisches-gespenst-geht-um-in-europa-nach-dem-wahlsieg-des-linksbuendnisses-syriza/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blogumschau.de/2015/01/ein-griechisches-gespenst-geht-um-in-europa-nach-dem-wahlsieg-des-linksbuendnisses-syriza/</link>
	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 Sep 2015 18:00:21 +0000</lastBuildDate>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/ein-griechisches-gespenst-geht-um-in-europa-nach-dem-wahlsieg-des-linksbuendnisses-syriza/#comment-315</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 09:30:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=729#comment-315</guid>
		<description><![CDATA[Wertegemeinschaft..... 
So etwas kann natürlich nicht in einem &quot;Papier&quot;, das entweder nach einer europäischen Hauptstadt oder einem luxemburgischen Grenzdorf benannt ist, definiert werden. Man hat nach dem 2. Weltkrieg und wahrscheinlich auch in den Zeit davor schon ein &quot;Gefühl&quot; dafür gehabt, dass auch bei allen kulturellen Eigenarten die Menschen nach einer gemeinsamen Ethik gehandelt haben. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass Nationalstaaten eine recht neuartige Erfindung war, die man im Altertum, im Mittelalter und der frühen Neuzeit nicht kannte. Da herrschte bekanntlich eine Aristokratie, die ja doch recht weltoffen war. Denn wenn man es so recht bedenkt wird England von Monarchen regiert, die deutsche Wurzeln habe; generell alle dem Hochadel angehörigen Aristokraten recht bunt gemischt sind. Und dann gab es auch früher schon &quot;Migranten&quot;, wenn man nur beispielsweise die Hugenotten oder viele polnisch-stämmige Bergarbeiter im Ruhrgebiet nennt. 
Natürlich hat ein Finne mit einem Malteser auf den ersten Blick wenig gemeinsam, aber beide werden sich ganz selbstverständlich auch als Europäer verstehen. Die Europäische Gemeinschaft hat dem einen gewissen Rahmen gegeben, der selbstverständliche gesellschaftliche Entwicklungen in gewisser Weise widerspiegelt und als Verfestigung einer Entwicklung in der Moderne durchaus seine Berechtigung hat. Dann werden halt Grenzkontrollen abgeschafft und es entsteht eine Freizügigkeit auf Arbeitsmärkten etc. Diese Entwicklungen waren gut und werden wahrscheinlich ja auch Bestand haben.
Aber wenn´s um Geld geht, hört der Spaß auf....
Ja und das hat der wahrscheinlich auch privat mit Geld nicht so vertraute gelernte und promovierte Historiker Dr. Helmut Kohl und der Jurist und Literaturwissenschaftler Francois Mitterand nicht kommen sehen. Die Idee mit dem Euro ist ja auch bestechend. Nur konnte doch jeder mit Menschenverstand ausgestattete Normalbürger erkennen, dass unterschiedlich starke Volkswirtschaften nicht zusammen in einen Wirtschaftsraum passen. Es gelingt ja kaum in Deutschland wirtschaftliche Unterschiede einzelner Bundesländer auszugleichen, deren wirtschaftliche Leistungskraft allerdings nicht eine so enorm große Unterschiedlichkeit aufweisen. So entstehen da Probleme, wo überhaupt keine sein müssten. Denn auch vor Einführung des Euro war alles wirtschaftlich in Europa ganz gut- auch weitgehend schon ohne Grenzkontrollen. 
Es bedarf wahrscheinlich einer grundlegenden Reform des ganzen europäischen Währungssystems. Dabei müsste man sich aber politisch Fehler eingestehen - und das würde jeden der sich politisch im Warmen und Trocknen so schön eingerichtet hat, Amt und Würden kosten. Auch der ehemalige Goldman Sachs-Manager Mario Draghi wird nach meiner Einschätzung nicht das Kunststück fertigbringen sein Heimatland vor dem Finanzkollaps zu retten, geschwiege den Griechenland aus der Patsche zu helfen. Ich glaube es wird doch nicht reichen, anders als seine eigene Einschätzung im Juli 2012.

Aber die politische Klasse in Berlin und Brüssel sollte sich vielleicht doch auf ein Ende mit Schrecken- den Exit- vorbereiten. Denn wie das Beispiel Griechenland zeigt, wird der Souverän zur Tat schreiten, wenn es ihm schlecht geht. Je länger gezögert wird, desto aufgeheizter wird die Stimmung werden- ja und dann gewinnt vielleicht eine mit der Guillotine drohende Marine Le Pen und andere doch nicht mehr so demokratisch gesinnte Volkstribune, anders als der Chefmisanthrop Houellebecq orakelt hat.....]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wertegemeinschaft&#8230;..<br />
So etwas kann natürlich nicht in einem &#8220;Papier&#8221;, das entweder nach einer europäischen Hauptstadt oder einem luxemburgischen Grenzdorf benannt ist, definiert werden. Man hat nach dem 2. Weltkrieg und wahrscheinlich auch in den Zeit davor schon ein &#8220;Gefühl&#8221; dafür gehabt, dass auch bei allen kulturellen Eigenarten die Menschen nach einer gemeinsamen Ethik gehandelt haben. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass Nationalstaaten eine recht neuartige Erfindung war, die man im Altertum, im Mittelalter und der frühen Neuzeit nicht kannte. Da herrschte bekanntlich eine Aristokratie, die ja doch recht weltoffen war. Denn wenn man es so recht bedenkt wird England von Monarchen regiert, die deutsche Wurzeln habe; generell alle dem Hochadel angehörigen Aristokraten recht bunt gemischt sind. Und dann gab es auch früher schon &#8220;Migranten&#8221;, wenn man nur beispielsweise die Hugenotten oder viele polnisch-stämmige Bergarbeiter im Ruhrgebiet nennt.<br />
Natürlich hat ein Finne mit einem Malteser auf den ersten Blick wenig gemeinsam, aber beide werden sich ganz selbstverständlich auch als Europäer verstehen. Die Europäische Gemeinschaft hat dem einen gewissen Rahmen gegeben, der selbstverständliche gesellschaftliche Entwicklungen in gewisser Weise widerspiegelt und als Verfestigung einer Entwicklung in der Moderne durchaus seine Berechtigung hat. Dann werden halt Grenzkontrollen abgeschafft und es entsteht eine Freizügigkeit auf Arbeitsmärkten etc. Diese Entwicklungen waren gut und werden wahrscheinlich ja auch Bestand haben.<br />
Aber wenn´s um Geld geht, hört der Spaß auf&#8230;.<br />
Ja und das hat der wahrscheinlich auch privat mit Geld nicht so vertraute gelernte und promovierte Historiker Dr. Helmut Kohl und der Jurist und Literaturwissenschaftler Francois Mitterand nicht kommen sehen. Die Idee mit dem Euro ist ja auch bestechend. Nur konnte doch jeder mit Menschenverstand ausgestattete Normalbürger erkennen, dass unterschiedlich starke Volkswirtschaften nicht zusammen in einen Wirtschaftsraum passen. Es gelingt ja kaum in Deutschland wirtschaftliche Unterschiede einzelner Bundesländer auszugleichen, deren wirtschaftliche Leistungskraft allerdings nicht eine so enorm große Unterschiedlichkeit aufweisen. So entstehen da Probleme, wo überhaupt keine sein müssten. Denn auch vor Einführung des Euro war alles wirtschaftlich in Europa ganz gut- auch weitgehend schon ohne Grenzkontrollen.<br />
Es bedarf wahrscheinlich einer grundlegenden Reform des ganzen europäischen Währungssystems. Dabei müsste man sich aber politisch Fehler eingestehen &#8211; und das würde jeden der sich politisch im Warmen und Trocknen so schön eingerichtet hat, Amt und Würden kosten. Auch der ehemalige Goldman Sachs-Manager Mario Draghi wird nach meiner Einschätzung nicht das Kunststück fertigbringen sein Heimatland vor dem Finanzkollaps zu retten, geschwiege den Griechenland aus der Patsche zu helfen. Ich glaube es wird doch nicht reichen, anders als seine eigene Einschätzung im Juli 2012.</p>
<p>Aber die politische Klasse in Berlin und Brüssel sollte sich vielleicht doch auf ein Ende mit Schrecken- den Exit- vorbereiten. Denn wie das Beispiel Griechenland zeigt, wird der Souverän zur Tat schreiten, wenn es ihm schlecht geht. Je länger gezögert wird, desto aufgeheizter wird die Stimmung werden- ja und dann gewinnt vielleicht eine mit der Guillotine drohende Marine Le Pen und andere doch nicht mehr so demokratisch gesinnte Volkstribune, anders als der Chefmisanthrop Houellebecq orakelt hat&#8230;..</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: cwiebe</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/ein-griechisches-gespenst-geht-um-in-europa-nach-dem-wahlsieg-des-linksbuendnisses-syriza/#comment-314</link>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 08:34:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=729#comment-314</guid>
		<description><![CDATA[Sie sprechen viele wichtige und schwierige Probleme an. Besonders die Frage nach der &quot;Idee&quot; von Europa interessiert mich dabei. Sie sprechen von einer Wertegemeinschaft. Die gibt es vielleicht tatsächlich. Ein Problem ist aber sicherlich, dass es gar nicht leicht ist, sich etwas darunter vorzustellen. Und selbst wenn man sich &quot;auf dem Papier&quot; auf einige Werte gemeinschaftlich festlegt, welche Konsequenzen hat das? Ließe sich die &quot;Idee von Europa&quot; irgendwie mit Leben füllen. Und wie? 
Die offenen Grenzen etc. da erlebt man als Bürger vielleicht am ehesten die Vorzüge der europäischen Gemeinschaft (sofern man sich eine Reise über die Grenzen überhaupt leisten kann). Ansonsten erlebt man eher Regulierungen und hört die Politiker über ökonomische Interessen sprechen. Gerade Europa steht ja (fatalerweise) zumindest hierzulande vor allem für Bürokratie und Ökonomie. Am Umgang mit Griechenland wird sich wohl einiges ablesen lassen, wie Europa derzeit &quot;gelebt&quot; wird.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sprechen viele wichtige und schwierige Probleme an. Besonders die Frage nach der &#8220;Idee&#8221; von Europa interessiert mich dabei. Sie sprechen von einer Wertegemeinschaft. Die gibt es vielleicht tatsächlich. Ein Problem ist aber sicherlich, dass es gar nicht leicht ist, sich etwas darunter vorzustellen. Und selbst wenn man sich &#8220;auf dem Papier&#8221; auf einige Werte gemeinschaftlich festlegt, welche Konsequenzen hat das? Ließe sich die &#8220;Idee von Europa&#8221; irgendwie mit Leben füllen. Und wie?<br />
Die offenen Grenzen etc. da erlebt man als Bürger vielleicht am ehesten die Vorzüge der europäischen Gemeinschaft (sofern man sich eine Reise über die Grenzen überhaupt leisten kann). Ansonsten erlebt man eher Regulierungen und hört die Politiker über ökonomische Interessen sprechen. Gerade Europa steht ja (fatalerweise) zumindest hierzulande vor allem für Bürokratie und Ökonomie. Am Umgang mit Griechenland wird sich wohl einiges ablesen lassen, wie Europa derzeit &#8220;gelebt&#8221; wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/ein-griechisches-gespenst-geht-um-in-europa-nach-dem-wahlsieg-des-linksbuendnisses-syriza/#comment-313</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 13:50:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=729#comment-313</guid>
		<description><![CDATA[So funktioniert eben Demokratie.... Es wird abgestimmt und wer die meisten Stimmen hat ist &quot;am Drücker&quot;. Andere Staatsformen gibt es auch, aber in West- und Mitteleuropa herrscht Einigkeit darüber, dass &quot;die Demokratie&quot; die Staatsform der Wahl ist. So weit die Meinungsäu0erungen  &quot;der Politiker&quot;. Jetzt ist aber Martin Schulz geschockt (heute Journal vom 28.01.2015) vom Wahlergebnis. Es ist wohl nicht nach seinen &quot;sozialdemokratischen&quot; Wünschen ausgefallen. Und da fängt ein Dilemma an. Solange es in der Europäischen Union noch Nationalstaaten gibt, wird es auch Wahlergebnisse geben, die dem Geist eines einigen Europa widersprechen.

Ist das schlimm oder geht dann die geht die Weilt unter?

Für einige Bürokraten in Brüssel wahrscheinlich schon; ansonsten aber nicht. Denn die Europäische Union als wahrgewordene Utopie kann insoweit auch weiter Bestand haben, solange sie sich als Sammlungspunkt einer europäischen, inzwischen auch in Mode gekommenen &quot;Abendländischen&quot; Kultur und Wertegemeinschaft sieht, also eher als einen lockeren Staatenbund, der auch aber nicht vorwiegend wirtschaftliche Gesamtinteressen vertritt.
Eine gemeinsame Währung zu etablieren war von vorneherein problematisch, weil eben diesen Eigenarten in den einzelnen Volkswirtschaften damit in keinem Fall Rechnung getragen werden kann und wettbewerbsfähige Wirtschaftssysteme klar im Vorteil waren und weiter sind. Es war von vorneherein völlig abwegig zu glauben, dass eine griechische, italienische oder spanische Volkswirtschaft das Produktivitätsniveau einer Deutschen oder Finnischen in überschaubaren Zeiträumen erreichen kann. Entweder waren solche Spitzenpolitiker wie Theo Waigel dumm oder es ging von vorneherein um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen von Ländern mit &quot;starken&quot; Volkswirtschaften.
Dies rächt sich jetzt und auch ein italienischer Zentralbankchef wird auf Dauer keine Rettung für den Euro mit kurzfristigen und durchschaubaren Manövern herbeiführen können, die den Bankrott seines Herkunftlandes verhindern helfen sollen Was wieder einmal fehlt ist die Vision, the great picture.

Nun hat das Volk endlich einmal von seinem Recht gebraucht gemacht als Souverän aufzutreten und auf Schwachstellen eines offenkundig nicht funktionierenden Systems hingewiesen. Man braucht nicht verwundert zu tun, wenn sich Volkstribune in Wahlen wie denen in Griechenland aufschwingen, In der heutigen Mediengesellschaft sind die Bürger informierter und es siegt dann eben der gesunde Menschenverstand über volkswirtschaftliche von Goldman Sachs begleitete Experimente. Wenn das solche Eurokraten wie Martin Schulz nicht wahrhaben wollen, ja dann droht ihnen die Abwahl und die Bedeutungslosigkeit, die sie vielleicht auch verdienen. Man kann ja als Bürgermeister von Würselen ein Betätigungsfeld finden, das den Fähigkeiten eines Martin Schulz eher entspricht.

Die Bürger Europas wollen eine Vision, in der das Gemeinsame in den Vordergrund tritt, und sie wollen ihre Sprache und Identität behalten. Sie wollen deshalb nicht mit bürokratischen Regelungen überzogen werden und sich an Lebensweisen anderer Regionen zwanghaft anpassen müssen. Es herrscht schon ein gewaltiger Unterschied zwischen einzelnen Gesellschaften und vor allem tradierten Lebensweisen  innerhalb der EU. Diese mit Vorschriften regulieren zu wollen, widerspricht in gewisser Weise einem freiheitlichen selbstbestimmten Leben.
Und so sind glücklicherweise &quot;die Griechen&quot;... sie wollen sich nicht von Brüssel aus regieren lassen. Das ist zu respektieren, auch wenn es schwerfällt und die EU wieder ein Stück dezentraler werden lässt. Natürlich wird es Griechenland in einen &quot;Staatsbankrott&quot; treiben. Der ist aber schon lange da und die Insolvenz wird seit mehreren Jahren nur verschleppt. 
Die einzige andere Möglichkeit besteht in der Vergemeinschaftung aller europäischen Schulden, was aber weder politisch durchsetzbar sein wird noch sinnvoll ist, da dann das Spiel wieder von vorne anfängt.....

Der Ball ist bei den &quot;Eurokraten&quot; und sie sollten nach vorne  und nicht zum Torhüter zurück spielen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So funktioniert eben Demokratie&#8230;. Es wird abgestimmt und wer die meisten Stimmen hat ist &#8220;am Drücker&#8221;. Andere Staatsformen gibt es auch, aber in West- und Mitteleuropa herrscht Einigkeit darüber, dass &#8220;die Demokratie&#8221; die Staatsform der Wahl ist. So weit die Meinungsäu0erungen  &#8220;der Politiker&#8221;. Jetzt ist aber Martin Schulz geschockt (heute Journal vom 28.01.2015) vom Wahlergebnis. Es ist wohl nicht nach seinen &#8220;sozialdemokratischen&#8221; Wünschen ausgefallen. Und da fängt ein Dilemma an. Solange es in der Europäischen Union noch Nationalstaaten gibt, wird es auch Wahlergebnisse geben, die dem Geist eines einigen Europa widersprechen.</p>
<p>Ist das schlimm oder geht dann die geht die Weilt unter?</p>
<p>Für einige Bürokraten in Brüssel wahrscheinlich schon; ansonsten aber nicht. Denn die Europäische Union als wahrgewordene Utopie kann insoweit auch weiter Bestand haben, solange sie sich als Sammlungspunkt einer europäischen, inzwischen auch in Mode gekommenen &#8220;Abendländischen&#8221; Kultur und Wertegemeinschaft sieht, also eher als einen lockeren Staatenbund, der auch aber nicht vorwiegend wirtschaftliche Gesamtinteressen vertritt.<br />
Eine gemeinsame Währung zu etablieren war von vorneherein problematisch, weil eben diesen Eigenarten in den einzelnen Volkswirtschaften damit in keinem Fall Rechnung getragen werden kann und wettbewerbsfähige Wirtschaftssysteme klar im Vorteil waren und weiter sind. Es war von vorneherein völlig abwegig zu glauben, dass eine griechische, italienische oder spanische Volkswirtschaft das Produktivitätsniveau einer Deutschen oder Finnischen in überschaubaren Zeiträumen erreichen kann. Entweder waren solche Spitzenpolitiker wie Theo Waigel dumm oder es ging von vorneherein um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen von Ländern mit &#8220;starken&#8221; Volkswirtschaften.<br />
Dies rächt sich jetzt und auch ein italienischer Zentralbankchef wird auf Dauer keine Rettung für den Euro mit kurzfristigen und durchschaubaren Manövern herbeiführen können, die den Bankrott seines Herkunftlandes verhindern helfen sollen Was wieder einmal fehlt ist die Vision, the great picture.</p>
<p>Nun hat das Volk endlich einmal von seinem Recht gebraucht gemacht als Souverän aufzutreten und auf Schwachstellen eines offenkundig nicht funktionierenden Systems hingewiesen. Man braucht nicht verwundert zu tun, wenn sich Volkstribune in Wahlen wie denen in Griechenland aufschwingen, In der heutigen Mediengesellschaft sind die Bürger informierter und es siegt dann eben der gesunde Menschenverstand über volkswirtschaftliche von Goldman Sachs begleitete Experimente. Wenn das solche Eurokraten wie Martin Schulz nicht wahrhaben wollen, ja dann droht ihnen die Abwahl und die Bedeutungslosigkeit, die sie vielleicht auch verdienen. Man kann ja als Bürgermeister von Würselen ein Betätigungsfeld finden, das den Fähigkeiten eines Martin Schulz eher entspricht.</p>
<p>Die Bürger Europas wollen eine Vision, in der das Gemeinsame in den Vordergrund tritt, und sie wollen ihre Sprache und Identität behalten. Sie wollen deshalb nicht mit bürokratischen Regelungen überzogen werden und sich an Lebensweisen anderer Regionen zwanghaft anpassen müssen. Es herrscht schon ein gewaltiger Unterschied zwischen einzelnen Gesellschaften und vor allem tradierten Lebensweisen  innerhalb der EU. Diese mit Vorschriften regulieren zu wollen, widerspricht in gewisser Weise einem freiheitlichen selbstbestimmten Leben.<br />
Und so sind glücklicherweise &#8220;die Griechen&#8221;&#8230; sie wollen sich nicht von Brüssel aus regieren lassen. Das ist zu respektieren, auch wenn es schwerfällt und die EU wieder ein Stück dezentraler werden lässt. Natürlich wird es Griechenland in einen &#8220;Staatsbankrott&#8221; treiben. Der ist aber schon lange da und die Insolvenz wird seit mehreren Jahren nur verschleppt.<br />
Die einzige andere Möglichkeit besteht in der Vergemeinschaftung aller europäischen Schulden, was aber weder politisch durchsetzbar sein wird noch sinnvoll ist, da dann das Spiel wieder von vorne anfängt&#8230;..</p>
<p>Der Ball ist bei den &#8220;Eurokraten&#8221; und sie sollten nach vorne  und nicht zum Torhüter zurück spielen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
