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	<title>Kommentare zu: Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und der Papst Franziskus</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/meinungsfreiheit-religionsfreiheit-und-der-papst-franziskus/#comment-307</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2015 12:08:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=716#comment-307</guid>
		<description><![CDATA[Der Papst ist unfehlbar. Das ist ein Dogma, das vor allem für die katholische Kirche gilt und natürlich nicht für alle. Deshalb kann der Papst schon kritisiert werden, aber wahrscheinlich &quot;perlt das an ihm ab.&quot; 
Ich glaube im Übrigen nicht, dass von den letzten Päpsten, die ihr Amt bekleideten, tatsächlich eine reale Gefahr ausging. Alle Päpste der Nachkriegszeit waren sich ihrer Rolle in der Gesellschaft durchaus bewusst und haben dementsprechend auch gehandelt. Dennoch haben sie einen unglaublichen Einfluss auf die moralische Willensbildung. Ich glaube, dass der Kommunismus u.a. wegen eines aus Polen stammenden Papstes zugrunde ging. Vielleicht hatte sich die Konklave vorher den Film &quot;In den Schuhen des Fischers angesehen&quot;.... so manchmal sind Regisseure und Buchautoren schon beängstigend prophetisch.
Ja, man kann sehr gut mit Theologen streiten...., aber sie sind nicht zu überzeugen, weil sie ja an etwas glauben, was eben nicht in der Realität belegbar ist. Das macht aber nichts, solange Theologen den Diskurs zulassen und auch suchen.
In einer freiheitlichen Gesellschaft steht die Meinungsfreiheit über allem. Das muss klar sein. Es sollte !!! aber auch klar sein, dass man mit der Meinungsfreiheit verantwortlich umgehen soll. Es macht sich jeder selbst lächerlich, wenn er dies nicht beachtet. Die Menschenwürde kann natürlich durch Meinungsäußerungen verletzt werden. Das ist gar keine Frage. Aber: Jeder der die Menschenwürde eines Anderen verletzt, muss damit rechnen, dass er sich selbst disqualifiziert. Dann wird er eben in eine Ecke gestellt, aus der er manchmal nur noch schwer rauskommt (à la Donald Rumsfeld if you&#039;re in a hole, stop digging)

Ohne selbst Katholik zu sein, finde ich eine moralische Instanz eines Papstes gar nicht so schlecht. Man muss sich auch vergegenwärtigen, dass so ein Papst durch die seine Wahl vom Kardinalskollegium durchaus eine gewisse demokratische Legitimation besitzt. Allerdings muss man ja nicht alles gutheißen, was von der katholischen Kirche ausgeht und das macht auch zumindest in Deutschland bis auf einige &quot;hard core-Klerikale&quot; auch niemand.
Es ist ja auch in der Bibel von Geboten und nicht Verborten geschweige denn Dogmen die Rede........]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Papst ist unfehlbar. Das ist ein Dogma, das vor allem für die katholische Kirche gilt und natürlich nicht für alle. Deshalb kann der Papst schon kritisiert werden, aber wahrscheinlich &#8220;perlt das an ihm ab.&#8221;<br />
Ich glaube im Übrigen nicht, dass von den letzten Päpsten, die ihr Amt bekleideten, tatsächlich eine reale Gefahr ausging. Alle Päpste der Nachkriegszeit waren sich ihrer Rolle in der Gesellschaft durchaus bewusst und haben dementsprechend auch gehandelt. Dennoch haben sie einen unglaublichen Einfluss auf die moralische Willensbildung. Ich glaube, dass der Kommunismus u.a. wegen eines aus Polen stammenden Papstes zugrunde ging. Vielleicht hatte sich die Konklave vorher den Film &#8220;In den Schuhen des Fischers angesehen&#8221;&#8230;. so manchmal sind Regisseure und Buchautoren schon beängstigend prophetisch.<br />
Ja, man kann sehr gut mit Theologen streiten&#8230;., aber sie sind nicht zu überzeugen, weil sie ja an etwas glauben, was eben nicht in der Realität belegbar ist. Das macht aber nichts, solange Theologen den Diskurs zulassen und auch suchen.<br />
In einer freiheitlichen Gesellschaft steht die Meinungsfreiheit über allem. Das muss klar sein. Es sollte !!! aber auch klar sein, dass man mit der Meinungsfreiheit verantwortlich umgehen soll. Es macht sich jeder selbst lächerlich, wenn er dies nicht beachtet. Die Menschenwürde kann natürlich durch Meinungsäußerungen verletzt werden. Das ist gar keine Frage. Aber: Jeder der die Menschenwürde eines Anderen verletzt, muss damit rechnen, dass er sich selbst disqualifiziert. Dann wird er eben in eine Ecke gestellt, aus der er manchmal nur noch schwer rauskommt (à la Donald Rumsfeld if you&#8217;re in a hole, stop digging)</p>
<p>Ohne selbst Katholik zu sein, finde ich eine moralische Instanz eines Papstes gar nicht so schlecht. Man muss sich auch vergegenwärtigen, dass so ein Papst durch die seine Wahl vom Kardinalskollegium durchaus eine gewisse demokratische Legitimation besitzt. Allerdings muss man ja nicht alles gutheißen, was von der katholischen Kirche ausgeht und das macht auch zumindest in Deutschland bis auf einige &#8220;hard core-Klerikale&#8221; auch niemand.<br />
Es ist ja auch in der Bibel von Geboten und nicht Verborten geschweige denn Dogmen die Rede&#8230;&#8230;..</p>
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		<title>Von: cwiebe</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/meinungsfreiheit-religionsfreiheit-und-der-papst-franziskus/#comment-305</link>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 21:08:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=716#comment-305</guid>
		<description><![CDATA[Vielen Dank für Ihren Kommentar!

An die Unfehlbarkeit hatte ich tatsächlich auch kurz gedacht, als ich den Text schrieb. Insofern könnte man den Papst natürlich immer an den hohen Ansprüchen messen, die ihm die eigene Kirche zuweist. Aber ich kenne mich mit diesem Dogma nicht aus, ganz so einfach scheint das ja nicht zu sein mit der Unfehlbarkeit. Wie kann der Papst kritisiert werden? Ich weiß im Grunde nicht, wie die katholische Kirche damit umgeht - und würde Franziskus durchaus zugestehen mit einem Beispiel mal völlig danebenzugreifen... hier allerdings ist das wahrscheinlich mit Bedacht gewählt.

Und dann stellt Zöllner, wie oben wiedergegeben, schon, wie ich finde, ganz zu Recht die Frage, ob die Meinungsfreiheit mit der Würde des Menschen kollidieren kann. Dabei spielt die (Privatsache) Religion vielleicht keine unwichtige Rolle. Auf diese Weise wird das Ganze wieder zu einer Angelegenheit, die nicht allein für die Kirche relevant ist, sondern grundsätzlich für das Zusammenleben in einer Gesellschaft.

Ihrem letzten Absatz (der pointiert ist, das ist mir schon klar) möchte ich zudem widersprechen. Ich halte es weder für ausgemacht, dass jeder Theologe an mehr &quot;Dogmen&quot; glaubt als beispielsweise ein atheistischer Intellektueller, noch denke ich, dass ein Dogma dem intellektuellen Diskurs zwangsläufig entgegenstehen muss.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Ihren Kommentar!</p>
<p>An die Unfehlbarkeit hatte ich tatsächlich auch kurz gedacht, als ich den Text schrieb. Insofern könnte man den Papst natürlich immer an den hohen Ansprüchen messen, die ihm die eigene Kirche zuweist. Aber ich kenne mich mit diesem Dogma nicht aus, ganz so einfach scheint das ja nicht zu sein mit der Unfehlbarkeit. Wie kann der Papst kritisiert werden? Ich weiß im Grunde nicht, wie die katholische Kirche damit umgeht &#8211; und würde Franziskus durchaus zugestehen mit einem Beispiel mal völlig danebenzugreifen&#8230; hier allerdings ist das wahrscheinlich mit Bedacht gewählt.</p>
<p>Und dann stellt Zöllner, wie oben wiedergegeben, schon, wie ich finde, ganz zu Recht die Frage, ob die Meinungsfreiheit mit der Würde des Menschen kollidieren kann. Dabei spielt die (Privatsache) Religion vielleicht keine unwichtige Rolle. Auf diese Weise wird das Ganze wieder zu einer Angelegenheit, die nicht allein für die Kirche relevant ist, sondern grundsätzlich für das Zusammenleben in einer Gesellschaft.</p>
<p>Ihrem letzten Absatz (der pointiert ist, das ist mir schon klar) möchte ich zudem widersprechen. Ich halte es weder für ausgemacht, dass jeder Theologe an mehr &#8220;Dogmen&#8221; glaubt als beispielsweise ein atheistischer Intellektueller, noch denke ich, dass ein Dogma dem intellektuellen Diskurs zwangsläufig entgegenstehen muss.</p>
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		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/01/meinungsfreiheit-religionsfreiheit-und-der-papst-franziskus/#comment-304</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 13:42:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogumschau.de/?p=716#comment-304</guid>
		<description><![CDATA[Der Papst ist im Verständnis der katholischen Kirche unfehlbar. Was er sagt, ist eben so; ob das jemand gefällt oder nicht. Darauf stützt sich ja Religion im Allgemeinen- Sie hat einen Absolutheitsanspruch.
Auch die christliche Religion ist ja auch bekanntermaßen nicht frei von Gewalt und selbst buddhistische Mönche hatten sich in Burma zu gewalttätigen Demonstrationen hinreißen lassen. Religion ist und war wahrscheinlich noch nie gewaltlos....
Wenn also &quot;der Papst&quot; sich -auch scherzhaft- zur Gewaltanwendung äußert, muss man das auch 1 zu 1 so übersetzen- und das weiß dieser Papst genauso gut wie der ehemalige Kardinal Ratzinger. 
Wir in Deutschland leben aber nicht mehr im Mittelalter, so dass auf uns- gemeint ist die Bevölkerung West- und Mitteleuropas- selbstverständlich nicht mehr die Gesetze des Kirchenstaates anzuwenden sind. Deshalb gilt natürlich die Meinungsfreiheit auch mehr. Aber was natürlich auch immer gelten sollte !! ist der menschliche Anstand. Man muss sich natürlich schon Gedanken machen, ob man seinen Mitmenschen durch Äußerungen oder eben Karikaturen verletzt. 

Auch das wusste natürlich die Satirezeitschrift Charlie Hebdo .....- und hat es trotzdem gemacht.

Vielleicht hatte sie Recht in dem was sie tat, weil eben hier Europa mit seinen Werten ist. Und diese Werte müssen gelten und eben manchmal auch verteidigt werden, und wenn notwendig auch gegen einen Papst und auch wenn man mit Inhalten nicht übereinstimmt. Bemerkenswert war übrigens hier die Äußerung Cem Özedemirs zur Demonstrationsfreiheit für die PEGIDA-Bewegung.
Charlie Hebdo quasi als Verteidiger von freiheitlichen Werten und gar der Demokratie ? Hatten die Satirezeichner tatsächlich so hohe Ziele ?

Man merkt derzeit einen gewissen Schwenk &quot;bei den Verantwortlichen&quot; in diesem Land, die sich zum Glück wohl recht spät darauf besinnen, wofür sie eigentlich gewählt worden sind. Deutschland ist ein laizistischer Staat, in dem Religion Privatsache ist und das muss auch so bleiben, will man nicht in Glaubenskämpfe zurückfallen. So weit muss man in Europa gar nicht gehen, um solche Glaubenskämpfe noch zu erleben. Easyjet oder Ryanair fliegt - so glaube ich zumindest, ohne das jetzt nachzuschauen- von mehreren deutschen Flughäfen direkt nach Belfast. 

Im Übrigen ist ein intellektueller Diskurs mit Theologen nicht möglich, weil sie natürlicherweise an ihren Dogmen festhalten müssen- und um es einfach auszudrücken
&quot;Sonst wär´ ja die Schrift verkehrt&quot;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Papst ist im Verständnis der katholischen Kirche unfehlbar. Was er sagt, ist eben so; ob das jemand gefällt oder nicht. Darauf stützt sich ja Religion im Allgemeinen- Sie hat einen Absolutheitsanspruch.<br />
Auch die christliche Religion ist ja auch bekanntermaßen nicht frei von Gewalt und selbst buddhistische Mönche hatten sich in Burma zu gewalttätigen Demonstrationen hinreißen lassen. Religion ist und war wahrscheinlich noch nie gewaltlos&#8230;.<br />
Wenn also &#8220;der Papst&#8221; sich -auch scherzhaft- zur Gewaltanwendung äußert, muss man das auch 1 zu 1 so übersetzen- und das weiß dieser Papst genauso gut wie der ehemalige Kardinal Ratzinger.<br />
Wir in Deutschland leben aber nicht mehr im Mittelalter, so dass auf uns- gemeint ist die Bevölkerung West- und Mitteleuropas- selbstverständlich nicht mehr die Gesetze des Kirchenstaates anzuwenden sind. Deshalb gilt natürlich die Meinungsfreiheit auch mehr. Aber was natürlich auch immer gelten sollte !! ist der menschliche Anstand. Man muss sich natürlich schon Gedanken machen, ob man seinen Mitmenschen durch Äußerungen oder eben Karikaturen verletzt. </p>
<p>Auch das wusste natürlich die Satirezeitschrift Charlie Hebdo &#8230;..- und hat es trotzdem gemacht.</p>
<p>Vielleicht hatte sie Recht in dem was sie tat, weil eben hier Europa mit seinen Werten ist. Und diese Werte müssen gelten und eben manchmal auch verteidigt werden, und wenn notwendig auch gegen einen Papst und auch wenn man mit Inhalten nicht übereinstimmt. Bemerkenswert war übrigens hier die Äußerung Cem Özedemirs zur Demonstrationsfreiheit für die PEGIDA-Bewegung.<br />
Charlie Hebdo quasi als Verteidiger von freiheitlichen Werten und gar der Demokratie ? Hatten die Satirezeichner tatsächlich so hohe Ziele ?</p>
<p>Man merkt derzeit einen gewissen Schwenk &#8220;bei den Verantwortlichen&#8221; in diesem Land, die sich zum Glück wohl recht spät darauf besinnen, wofür sie eigentlich gewählt worden sind. Deutschland ist ein laizistischer Staat, in dem Religion Privatsache ist und das muss auch so bleiben, will man nicht in Glaubenskämpfe zurückfallen. So weit muss man in Europa gar nicht gehen, um solche Glaubenskämpfe noch zu erleben. Easyjet oder Ryanair fliegt &#8211; so glaube ich zumindest, ohne das jetzt nachzuschauen- von mehreren deutschen Flughäfen direkt nach Belfast. </p>
<p>Im Übrigen ist ein intellektueller Diskurs mit Theologen nicht möglich, weil sie natürlicherweise an ihren Dogmen festhalten müssen- und um es einfach auszudrücken<br />
&#8220;Sonst wär´ ja die Schrift verkehrt&#8221;.</p>
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