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	<title>Kommentare zu: Alles nur ein Spiel? Die Verhandlungen zwischen der Euro-Gruppe und Griechenland</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Von: Bernd Bickel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 10:16:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es wird immer wieder übersehen, dass gerade die so arg gescholtene &quot;neoliberale&quot; Wirtschaftspolitik in sehr weiten Teilen der Welt zu Wohlstand führt. Natürlich gibt es wie bei jedem &quot;Spiel&quot; manchmal &quot;Verlierer&quot;; nur ist das kapitalistische System eines, bei dem auch alle gleichzeitig gewinnen können. Und darauf kommt es an: Auf das Können und Wollen.

Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich ein ungeheurer wirtschaftlicher Aufschwung in den Ländern Europas ereignet, der mit sehr großen Wohlstandsgewinnen aller einherging. In den letzten Jahren konnte diese Wohlstandsgewinnen jedoch in einigen Ländern nicht konsolidiert werden. Das lag wahrscheinlich daran, dass man sich dort nicht an die &quot;Spielregeln&quot; gehalten hat. Wenn es nur halbwegs stimmt, was in der normalen Presse über die wirtschaftliche Realität Griechenlands berichtet wurde, kann dessen Mitwirken in einem europäischen Wirtschaftraum nicht funktionieren. Jetzt muss man wissen, was man will:
Im Euro mitmachen oder heroisch untergehen und vielleicht ein ganz andere Wirtschaftspolitik á la Argentinien 2001 betreiben. Und der heroische Untergang ist den Griechen mit ihren Heldenepen nicht fremd.... Vielleicht geht Alexis Tsipras und Yannis Varoufakis in die Geschichte ein und man sieht deren Konterfei 50 Jahre später ähnlich dem von Che Guevara in All-inklusive-Clubs bei Rentern bedruckt auf T-Shirts; das von W. Schäuble jedoch bestimmt nicht

Es geht ja beides. Sowohl der Verbleib Griechenlands im Euro als auch dessen Ausscheiden wird im gesamten Euroraum bald größere Turbolenzen auslösen. Dann besteht natürlich auch die Gefahr, dass andere Länder mit ähnlichen Problemen wie Italien und Belgien ins Schlingern geraten. Was fehlt ist eine Reform des Euro und die Implementierung von richtigen &quot;Spielregeln&quot;. Vielleicht hat eine Krise im wahrsten Sinne des Wortes auch etwas Gutes und es entscheiden sich endlich in zugespitzter Form lange offen gebliebene Fragen.

Ja, life is a game ?

Hier vollzog sich in Deutschland eine gewaltiger soziologische Verschiebung, weg von der prostestantisch geprägten Arbeitsethik hin zu der angelsächsisch geprägten Marktwirtschaft. Ob das gut war, weiß man nicht, aber in einer globalisierten Welt setzen sich evolutionär eben die besten Systeme durch und die Marktwirtschaft ist wohl in dieser Auffassung das beste Wirtschaftsmodell in der aktuellen Zeit.
Man kann das kritisieren und kann natürlich auch skeptisch oder ablehnend der Globalisierung gegenüberstehen. Aber was ist die Alternative ? Etwa der Sozialismus, vielleicht in einer Form &quot;DDR de luxe&quot; ? Nordkorea ? Bhutan ? 

Politik ist natürlich auch ein Art Spiel, ein Machtspiel eben. Aber so funktioniert Welt schon seit mehreren tausend Jahren.....

Es sollte selbstverständlich von allen Protagonisten der Weltpolitik immer beachtet werden, dass von ihren Entscheidung das individuelle Schicksal des Einzelnen manchmal gravierend verändert werden kann. In Europa, Australien und Neuseeland hat sich diese Einsicht auch zum Glück durchgesetzt und so können wir in gewisser Weise doch den an den Verhandlungen beteiligten Politikern in ihren Bemühungen vertrauen. Spieltheoretiker hin oder her, im Falle von Griechenland gibt es keinen guten Ausgang mehr, deshalb ist die Entscheidung über den Verbleib des Landes im Euro eigentlich unerheblich.
Ich selbst würde für einen Ausstieg aus dem System votieren und eine wirtschaftlich und vor allem gesellschaftliche Konsolidierung des Landes voranbringen. Dabei sind Reglementierungen durch den Europäische Union tatsächlich kontraproduktiv.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird immer wieder übersehen, dass gerade die so arg gescholtene &#8220;neoliberale&#8221; Wirtschaftspolitik in sehr weiten Teilen der Welt zu Wohlstand führt. Natürlich gibt es wie bei jedem &#8220;Spiel&#8221; manchmal &#8220;Verlierer&#8221;; nur ist das kapitalistische System eines, bei dem auch alle gleichzeitig gewinnen können. Und darauf kommt es an: Auf das Können und Wollen.</p>
<p>Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich ein ungeheurer wirtschaftlicher Aufschwung in den Ländern Europas ereignet, der mit sehr großen Wohlstandsgewinnen aller einherging. In den letzten Jahren konnte diese Wohlstandsgewinnen jedoch in einigen Ländern nicht konsolidiert werden. Das lag wahrscheinlich daran, dass man sich dort nicht an die &#8220;Spielregeln&#8221; gehalten hat. Wenn es nur halbwegs stimmt, was in der normalen Presse über die wirtschaftliche Realität Griechenlands berichtet wurde, kann dessen Mitwirken in einem europäischen Wirtschaftraum nicht funktionieren. Jetzt muss man wissen, was man will:<br />
Im Euro mitmachen oder heroisch untergehen und vielleicht ein ganz andere Wirtschaftspolitik á la Argentinien 2001 betreiben. Und der heroische Untergang ist den Griechen mit ihren Heldenepen nicht fremd&#8230;. Vielleicht geht Alexis Tsipras und Yannis Varoufakis in die Geschichte ein und man sieht deren Konterfei 50 Jahre später ähnlich dem von Che Guevara in All-inklusive-Clubs bei Rentern bedruckt auf T-Shirts; das von W. Schäuble jedoch bestimmt nicht</p>
<p>Es geht ja beides. Sowohl der Verbleib Griechenlands im Euro als auch dessen Ausscheiden wird im gesamten Euroraum bald größere Turbolenzen auslösen. Dann besteht natürlich auch die Gefahr, dass andere Länder mit ähnlichen Problemen wie Italien und Belgien ins Schlingern geraten. Was fehlt ist eine Reform des Euro und die Implementierung von richtigen &#8220;Spielregeln&#8221;. Vielleicht hat eine Krise im wahrsten Sinne des Wortes auch etwas Gutes und es entscheiden sich endlich in zugespitzter Form lange offen gebliebene Fragen.</p>
<p>Ja, life is a game ?</p>
<p>Hier vollzog sich in Deutschland eine gewaltiger soziologische Verschiebung, weg von der prostestantisch geprägten Arbeitsethik hin zu der angelsächsisch geprägten Marktwirtschaft. Ob das gut war, weiß man nicht, aber in einer globalisierten Welt setzen sich evolutionär eben die besten Systeme durch und die Marktwirtschaft ist wohl in dieser Auffassung das beste Wirtschaftsmodell in der aktuellen Zeit.<br />
Man kann das kritisieren und kann natürlich auch skeptisch oder ablehnend der Globalisierung gegenüberstehen. Aber was ist die Alternative ? Etwa der Sozialismus, vielleicht in einer Form &#8220;DDR de luxe&#8221; ? Nordkorea ? Bhutan ? </p>
<p>Politik ist natürlich auch ein Art Spiel, ein Machtspiel eben. Aber so funktioniert Welt schon seit mehreren tausend Jahren&#8230;..</p>
<p>Es sollte selbstverständlich von allen Protagonisten der Weltpolitik immer beachtet werden, dass von ihren Entscheidung das individuelle Schicksal des Einzelnen manchmal gravierend verändert werden kann. In Europa, Australien und Neuseeland hat sich diese Einsicht auch zum Glück durchgesetzt und so können wir in gewisser Weise doch den an den Verhandlungen beteiligten Politikern in ihren Bemühungen vertrauen. Spieltheoretiker hin oder her, im Falle von Griechenland gibt es keinen guten Ausgang mehr, deshalb ist die Entscheidung über den Verbleib des Landes im Euro eigentlich unerheblich.<br />
Ich selbst würde für einen Ausstieg aus dem System votieren und eine wirtschaftlich und vor allem gesellschaftliche Konsolidierung des Landes voranbringen. Dabei sind Reglementierungen durch den Europäische Union tatsächlich kontraproduktiv.</p>
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