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	<title>Kommentare zu: Sinn und Unsinn des Referendums in Griechenland</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Von: Bernd Bickel</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/07/sinn-und-unsinn-des-referendums-in-griechenland/#comment-582</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd Bickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2015 11:24:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Herr Schieritz hat Recht. Es geht doch gar nicht mehr um Hilfen des 2  Rettungspakets.

Die einzigen, die erkannt haben, dass die Situation nicht mehr zu retten sein wird, sind Tsipras und Varoufakis selbst. Man kann deren Nervenstärke eigentlich nur bewundern, wenn man an die Geldbeträge von mehreren Hundert Milliarden Euro denkt.

Das Problem liegt in der fehlenden Tragfähigkeit jeglicher Lösung, die nach dem Regelwerk der EU möglich ist. Selbst wenn man Griechenland nun mit einigen Milliarden über die Runden helfen würde, wäre dies nur ein Aufschub mit der Folge, dass in einigen Monaten das ganze Spiel von vorne losgeht. Für das griechische Volk selbst wäre gar nichts gewonnen. Denn es entstehen ja nicht wie aus dem Nichts &quot;Blühende Landschaften&quot; , was auch der nicht ökonomisch bewanderte Herr Kohl bald erkennen musste.
Auch die Akteure Martin Schulz, Jean-Claude Juncker und Jerome Dijsselblom verkennen die Lage vollkommen - oder lügen uns dreist an, wenn sie immer noch an einen &quot;Verhandlungserfolg&quot; glauben und ihn so im Staatsfernsehen verkünden dürfen.

Griechenland wird seine Schulden nicht bezahlen können.
Wie im richtigen Leben kann man das heutzutage auch zugeben und ein geordnetes Insolvenzverfahren einleiten. Ist eben so.
Aber was die Sache schwierig macht ist das System einer gemeinsamen Währung und eines gemeinsamen Wirtschaftraumes. Und da geht das mit dem Insolvenzverfahren gar nicht oder gar nicht so einfach. (Wäre ja so als wenn ein kleines Tochterunternehmen eines Weltkonzerns finanziell Verluste einfährt und man für diese nicht aufkommen will). Es bleiben zwei Auswege:
Man vergemeinschaftet alle europäischen Schulden.
oder
Man trennt sich von Griechenland.
In Deutschland ist die Vergemeinschaftung der Schulden, wie Erfahrungen mit Länderfinanzausgleich zeigen, überhaupt nicht politisch durchsetzbar. Wer so etwas plant, begeht quasi politischen Selbstmord.
Trennt man sich von Griechenland, ist das das Ende der Europäischen Union.

Nun will keiner Schuld haben an der Misere und da besinnt man sich auf Trick mit dem Referendum. Soll doch das griechische Volk darüber abstimmen. Dann haben Tsipras und Varoufakis die Möglichkeit gesichtwahrend zurückzutreten. Und die EU kann halt sehen wie sie in Frage weiterkommt....]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Schieritz hat Recht. Es geht doch gar nicht mehr um Hilfen des 2  Rettungspakets.</p>
<p>Die einzigen, die erkannt haben, dass die Situation nicht mehr zu retten sein wird, sind Tsipras und Varoufakis selbst. Man kann deren Nervenstärke eigentlich nur bewundern, wenn man an die Geldbeträge von mehreren Hundert Milliarden Euro denkt.</p>
<p>Das Problem liegt in der fehlenden Tragfähigkeit jeglicher Lösung, die nach dem Regelwerk der EU möglich ist. Selbst wenn man Griechenland nun mit einigen Milliarden über die Runden helfen würde, wäre dies nur ein Aufschub mit der Folge, dass in einigen Monaten das ganze Spiel von vorne losgeht. Für das griechische Volk selbst wäre gar nichts gewonnen. Denn es entstehen ja nicht wie aus dem Nichts &#8220;Blühende Landschaften&#8221; , was auch der nicht ökonomisch bewanderte Herr Kohl bald erkennen musste.<br />
Auch die Akteure Martin Schulz, Jean-Claude Juncker und Jerome Dijsselblom verkennen die Lage vollkommen &#8211; oder lügen uns dreist an, wenn sie immer noch an einen &#8220;Verhandlungserfolg&#8221; glauben und ihn so im Staatsfernsehen verkünden dürfen.</p>
<p>Griechenland wird seine Schulden nicht bezahlen können.<br />
Wie im richtigen Leben kann man das heutzutage auch zugeben und ein geordnetes Insolvenzverfahren einleiten. Ist eben so.<br />
Aber was die Sache schwierig macht ist das System einer gemeinsamen Währung und eines gemeinsamen Wirtschaftraumes. Und da geht das mit dem Insolvenzverfahren gar nicht oder gar nicht so einfach. (Wäre ja so als wenn ein kleines Tochterunternehmen eines Weltkonzerns finanziell Verluste einfährt und man für diese nicht aufkommen will). Es bleiben zwei Auswege:<br />
Man vergemeinschaftet alle europäischen Schulden.<br />
oder<br />
Man trennt sich von Griechenland.<br />
In Deutschland ist die Vergemeinschaftung der Schulden, wie Erfahrungen mit Länderfinanzausgleich zeigen, überhaupt nicht politisch durchsetzbar. Wer so etwas plant, begeht quasi politischen Selbstmord.<br />
Trennt man sich von Griechenland, ist das das Ende der Europäischen Union.</p>
<p>Nun will keiner Schuld haben an der Misere und da besinnt man sich auf Trick mit dem Referendum. Soll doch das griechische Volk darüber abstimmen. Dann haben Tsipras und Varoufakis die Möglichkeit gesichtwahrend zurückzutreten. Und die EU kann halt sehen wie sie in Frage weiterkommt&#8230;.</p>
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