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	<title>Blogumschau &#187; Panorama &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Die Blogumschau macht Pause</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2015 07:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Februar 2014 haben wir die Blogumschau mit großem Enthusiasmus begonnen. Wir wollten eine Plattform schaffen, die über wichtige Ereignisse umfassend informiert und dabei unterschiedliche Ansichten abbildet. Die vehemente Kritik an der Berichterstattung zu Beginn der Ukraine-Krise schien uns Recht zu geben: Auf der Blogumschau waren immer auch Blogs verlinkt, <a href=" http://blogumschau.de/2015/09/die-blogumschau-macht-pause/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Im Februar 2014 haben wir die Blogumschau mit großem Enthusiasmus begonnen. Wir wollten eine Plattform schaffen, die über wichtige Ereignisse umfassend informiert und dabei unterschiedliche Ansichten abbildet. Die vehemente Kritik an der Berichterstattung zu Beginn der Ukraine-Krise schien uns Recht zu geben: Auf der Blogumschau waren immer auch Blogs verlinkt, die mit ihren Argumentationen (zum Teil deutlich) von den überall publizierten Allgemeinplätzen abwichen. Die Leserzahlen gingen bis zuletzt langsam, aber sehr beständig, nach oben, wir wurden weiterempfohlen und wiederum verlinkt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Nun, nach eineinhalb Jahren, müssen wir eine Pause machen – was uns überhaupt nicht leichtfällt. Unsere beruflichen Situationen haben sich so verändert, dass derzeit wenig Luft übrig bleibt. Außerdem hat sich seit Beginn der Blogumschau in der Welt der Blogs und digitalen Magazine viel getan. Blendle ist nur der neueste Versuch, einer Kommerzialisierung und Professionalisierung der digitalen Medien, die ja in vielerlei Hinsicht wünschenswert ist. Wir verfolgen den permanenten Wandel der Medien auch weiterhin. Wann und wie wir wiederkommen, möchten wir aber derzeit offen lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Allen Leserinnen und Lesern und vor allem den Bloggerinnen und Bloggern sagen wir hiermit „Danke“! Danke für die Rückmeldungen (auf allen möglichen Kanälen), danke für die Empfehlungen, danke für jede Unterstützung!</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Zeichner, Pirapakar Kathirgamalingam, der immer wieder großartige Bilder beigesteuert hat! Eine kleine Auswahl haben wir nun <a href="http://blogumschau.de/zeichnungen">hier versammelt.</a></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Jochen Walter &amp; Christian Wiebe</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Irritierende Wissenschaftspreise: Ig-Nobelpreis und Whistleblower-Preis</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 07:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaft ist normalerweise seriös. Von der Ernsthaftigkeit der Forschung hängt schließlich die Glaubwürdigkeit ab. Die zahlreichen Skandale um Doktorarbeitsplagiate, wie zum Beispiel um Guttenberg oder Schavan, haben deshalb nicht nur den betroffenen Personen, sondern auch der Wissenschaft geschadet. Die Forschungspraxis an deutschen Universitäten erschien damit in einem fragwürdigen Licht. Von <a href=" http://blogumschau.de/2015/09/irritierende-wissenschaftspreise-ig-nobelpreis-und-whistleblower-preis/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Wissenschaft ist normalerweise seriös. Von der Ernsthaftigkeit der Forschung hängt schließlich die Glaubwürdigkeit ab. Die zahlreichen Skandale um Doktorarbeitsplagiate, wie zum Beispiel um Guttenberg oder Schavan, haben deshalb nicht nur den betroffenen Personen, sondern auch der Wissenschaft geschadet. Die Forschungspraxis an deutschen Universitäten erschien damit in einem fragwürdigen Licht.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Von ganz anderer Seite wird die Seriosität bzw. werden die Kriterien der Wissenschaft derzeit durch zwei unterschiedliche Preisverleihungen infrage gestellt: Die Ig-Nobelpreise und der Whistleblower-Preis. Die Ig-Nobelpreise wurden gerade zum 25. Mal verliehen, eine Veranstaltung, die besonders kuriose Forschungen auszeichnet und damit auch auf Lacher abzielt.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Auf dem Blog <a href="http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2015-09/gewinner-des-anti-nobelpreises-2015/" target="_blank">Kotzendes Einhorn</a> sind die Gewinner des Ig-Nobelpreises verzeichnet. So wurde der Chemie-Ig-Nobelpreis für eine Entdeckung verliehen, mit der sich ein Ei wieder „entkochen“ lasse. Der Preis für Physiologie ging an Studien, die den Schmerz von Insektenstichen untersuchten. Ein Bienenstich in den Penis, so die Erkenntnis, sei besonders schmerzhaft.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Die satirische Veranstaltung verunglimpft die Wissenschaft keineswegs, sie wirft vielmehr einen schrägen, unterhaltsamen Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse und auch auf die Kriterien der Wissenschaftlichkeit. Mark Dingemanse, Francisco Torreira und Nick Enfield vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik wurden für ihre Studie ausgezeichnet, in der sie darlegen, dass „Huh“ bzw. „Hä“ ein universales Wort ist. Es kommt in allen Sprachen vor, um bei Verständnisproblemen zurückzufragen. Der Ig-Nobelpreis, so ist auf der <a href="http://huh.ideophone.org/" target="_blank">Seite der Forscher</a> zu sehen, hat das Interesse an der Forschung noch einmal angefacht. Und selbstverständlich lassen sich vom Spaß an der scheinbar unsinnigen Erkenntnis leicht Linien zu schwierigen wissenschaftlichen Fragen ziehen: Wie die Frage, was denn eigentlich ein „Wort“ sei oder wie Verstehen im Gespräch eigentlich sichergestellt wird.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Die Ig-Nobelpreise, die in Harvard verliehen werden, nehmen sich selbst nicht allzu ernst. Ganz anders verhält es sich mit dem Whistleblower-Preis der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), den in diesem Jahr, wie bekannt wurde, zu gleichen Teilen Brandon Bryant und Gilles-Eric Séralini erhalten werden. Den Preis für Séralini kritisiert Anna Müllner auf einem <a href="http://www.scilogs.de/lifescience/von-pfeifen-luft-whistleblowerpreis-gentechnikkritiker/" target="_blank">Blog von SciLogs</a> scharf. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Séralini hat nachgewiesen, dass das Pflanzenschutzmittel Glyphosat, besser bekannt unter dem Namen „Roundup“, krebserregend sei. Eine Studie zu Glyphosat, die 2014 erst bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift erscheinen sollte, wurde wieder zurückgezogen. Die VDW hat diesen Schritt der vorläufigen Nicht-Veröffentlichung von Ergebnissen offenbar als Repression interpretiert – so ist auch die <a href="http://neu.vdw-ev.de/wp-content/uploads/2015/09/Presseinformation-Whistleblower-Preisverleihung-2015_150917.pdf" target="_blank">Pressemitteilung </a>zum Preis aufzufassen. Ein Fehler erläutert nun Müllner. Die Einwände, die gegen Séralinis Studie vorgebracht wurden, seien gerechtfertigt gewesen. Von „Whistleblowing“ könne überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil könnte eher Séralinis Unabhängigkeit angezweifelt werden. Glyphosat sei zudem seit langem umstritten – die Forschungen zu diesem Mittel würde jedoch in keiner Weise verhindert, was nur dann auf eine Repression schließen lassen könnte. Die Ergebnisse seien insgesamt völlig falsch gedeutet worden. Grund hierfür sei die fehlende naturwissenschaftliche Bildung derjenigen, die den Preis verliehen, aber auch die Publikationweise in Fachjournalen. Müllner denkt jedenfalls darüber nach, dass es sinnvoll sein könnte, den Artikeln kurze Zusammenfassungen beizugeben, die allgemein verständlich seien.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Von ganz unterschiedlicher Warte aus zeigen beide Preise, der Whistleblower-Preis wie auch der Ig-Nobelpreis, dass es nötig ist, Wege zu suchen, wie die wissenschaftlichen Anliegen und Erkenntnisse für die Gesellschaft übersetzt werden können. </span></span></strong></p>
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		<title>Google wird Teil von Alphabet: Was bedeutet das?</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/08/google-wird-teil-von-alphabet-was-bedeutet-das/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2015 08:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabet]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Nachricht ist bereits eine Woche alt: Larry Page und Sergey Brin gründen eine Holding mit dem Namen „Alphabet“. Google wird in Zukunft eine Firma innerhalb dieser Holding sein – auf absehbare Zeit selbstverständlich die größte und wichtigste. Die Nachricht von dieser Neugründung schlug ein: Auf allen Medienkanälen wurde <a href=" http://blogumschau.de/2015/08/google-wird-teil-von-alphabet-was-bedeutet-das/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1019" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/08/Google_Alphabet.jpg"><img class="wp-image-1019 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/08/Google_Alphabet.jpg" alt="Google_Alphabet" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Googles Alphabet und Alphabets Google&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Nachricht ist bereits eine Woche alt: Larry Page und Sergey Brin gründen eine Holding mit dem Namen „Alphabet“. Google wird in Zukunft eine Firma innerhalb dieser Holding sein – auf absehbare Zeit selbstverständlich die größte und wichtigste.</p>
<p>Die Nachricht von dieser Neugründung schlug ein: Auf allen Medienkanälen wurde über „Alphabet“ berichtet. Nun zeichnen sich in den Kommentaren immer deutlicher die Absichten dieser Umstrukturierung ab. Auf dem Blog <a href="http://www.cph-ink.dk/mavericksindigital-c-is-for-change-as-google-learns-the-alphabet/" target="_blank">Copenhagen INK</a> werden vor allem drei Gründe für die Umstrukturierung genannt: Erstens könne dieses neue Firmengebilde auf den Aktienmärkten besser punkten, weil die sogenannten „Moonshot“-Projekte, also die innovativen aber risikoreichen Ideen, ausgegliedert seien – prompt ging auch die Google-Aktie deutlich nach oben. Zweitens bekommen die einzelnen Firmen mehr Unabhängigkeit, was sich in Zukunft positiv auswirken könne. Drittens entstehen neue Karrierewege: In der jüngsten Vergangenheit verlor Google einige Top-Talente, möglicherweise auch aufgrund fehlender Aufstiegschancen. Als neuer designierter Google-Chef wurde nun bereits Sundar Pichai benannt.</p>
<p>Auf dem Blog von <a href="http://www.kauleo.de/alphabet-quo-vadis-google/" target="_blank">kauleo </a>sind weitere Gründe zusammengetragen: So könnte die Umstrukturierung auch wesentlich damit zusammenhängen, dass Google rechtliche Konsequenzen fürchtete, denn immer wieder drohten wettbewerbsrechtliche Verfahren gegen Google, sogar von einer Zerschlagung des Konzerns wurde teilweise gesprochen. Die neue Holding „Alphabet“ könnte vielleicht einige Vorwürfe entkräften. Jedenfalls sei das Ganze von langer Hand geplant gewesen. Die Domain abc.xyz, unter der „Alphabet“ derzeit zu finden ist, sei bereits im März 2014 registriert worden.</p>
<p>Der Name der Internet-Domain sorgte ebenfalls bald für Schlagzeilen, vor allem weil alphabet.com bereits im Besitz von BMW ist, wie Thomas Schell auf dem Blog der <a href="http://blog.domainexperten.de/alphabet-verdammt/" target="_blank">Domain-Experten</a> erklärt. Schell findet es beruhigend, dass sogar die ganz großen Konzerne mit den Internet-Domains Probleme haben – und würde nun gerne bei den Verhandlungen dabei sein, denn für ihn ist klar, dass „Alphabet“ auch die entsprechende Domain, also alphabet.com, erwerben möchte.</p>
<p>Auf <a href="http://netzfeuilleton.de/alphabet-google-konzern-geld/" target="_blank">netzfeuilleton </a>wird auch die strategische Bedeutung betont: Larry Page wolle nun einmal mehr sein als ein Anzeigenverkäufer. Das passe in das Bild eines Konzerns, der offensiv davon spricht, dass er die Welt verändern wolle. Die „Moonshot“-Projekte kommen auf diese Weise auch stärker in die Verantwortung und stehen nicht so sehr unter dem Verdacht in erster Linie „Datenlieferanten“ für die Google-Dienste zu sein.</p>
<p>Auf dem <a href="https://www.googlewatchblog.de/2015/08/calico-alphabets-gesundheits-unternehmen/" target="_blank">GoogleWatchBlog </a>berichtet Jens über die Firma Calico, die als ein „Moonshot“-Projekt von Google vor zwei Jahren gegründet wurde. Solche Firmen würden nun erheblich mehr Aufmerksamkeit erfahren. Calico soll in der Zukunft die menschliche Gesundheit ganz neu beschreiben und Lösungen entwickeln, wie Menschen deutlich länger gesund leben könnten. Dabei ginge es nicht um Verlängerung der Lebenserwartung um drei oder fünf Jahre, sondern um ganz neue Dimensionen, auf dem GoogleWatchBlog sind 200 Jahre Lebenserwartung genannt.</p>
<p>Auch wenn es ein weiter und unsicherer Weg zu solch einem veränderten Begriff des Lebens ist – vielleicht wäre es sinnvoll, die dazugehörigen ethischen Diskussionen schon jetzt zu führen, und nicht erst zu beginnen, wenn Unternehmen wie Calico massiv auf das einwirken, was wir derzeit „unsere Gesundheit“ nennen. Denn, so ist auf dem GoogleWatchBlog zu lesen, hiergegen erschienen die aktuellen ethischen Diskussionen um den Datenschutz, mit denen die Gesellschaft konfrontiert ist, ja fast lächerlich.</p>
<p>Google und Alphabet: Die Entwicklungen in den nächsten Jahren werden sicherlich wegweisend sein.</p>
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		<title>Du sollst gesund leben: Krankenkassen bezuschussen Apple-Watch</title>
		<link>http://blogumschau.de/2015/08/du-sollst-gesund-leben-krankenkassen-bezuschussen-apple-watch/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2015 09:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein großer Schritt in Richtung der Vernetzung aller Lebensbereiche: Die Techniker Krankenkasse (TK) bezuschusst in Zukunft voraussichtlich den Erwerb von so genannten Fitness-Trackern, wozu auch die Apple-Watch zählt. 250 Euro kann sich der Käufer von der Techniker Krankenkasse erstatten lassen, wenn er etwas für seine Gesundheit tut und <a href=" http://blogumschau.de/2015/08/du-sollst-gesund-leben-krankenkassen-bezuschussen-apple-watch/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Es ist ein großer Schritt in Richtung der Vernetzung aller Lebensbereiche: Die Techniker Krankenkasse (TK) bezuschusst in Zukunft voraussichtlich den Erwerb von so genannten Fitness-Trackern, wozu auch die Apple-Watch zählt. 250 Euro kann sich der Käufer von der Techniker Krankenkasse erstatten lassen, wenn er etwas für seine Gesundheit tut und dies entsprechend nachweist. Die AOK Nordost war hierin schon vorangegangen und hatte angekündigt alle zwei Jahre 50 Euro Zuschuss pro Patient zu gewähren, sofern diese in einen Fitness-Tracker investiert werden.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Caspar Tobias Schlenk hat für die <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/tk-zuschuss-apple-watch" target="_blank">Gründerszene </a>die Details zusammengefasst. Der Zuschuss der TK ist Teil eines neuen Bonusprogramms, das gerade aufgesetzt wird. Das Programm sollte nach ursprünglicher Planung bereits am 1. August starten, derzeit werde es allerdings noch vom Bundesversicherungsamt geprüft. Eine Entscheidung über das Bonusprogramm, so Schlenk, solle in Kürze fallen. Auf diese Weise Einfluss auf die Gesundheit der Krankenkassen-Mitglieder nehmen zu wollen, wird „Nudging“ genannt. Die Bürger sollen damit sanft in eine Richtung „gestupst“ werden. Diese Form der Einflussnahme ist umstritten, wenngleich der Staats- und Verwaltungsrechtler Gunnar Folge Schuppert auf dem <a href="http://www.verfassungsblog.de/nudging-nicht-wirklich-neu-und-auch-ohne-kontextualisierung-nicht-weiterfuehrend/#.VchubrVv-Ck" target="_blank">Verfassungsblog </a>darlegt, dass „Nudging“ keinesfalls als neues Phänomen zu bewerten sei. In einer Liste aus den 1980er Jahren, die „regulative Instrumente“ versammelt, finden sich schon Maßnahmen, die heute als „Nudging“ bezeichnet werden würden. Längst wird Einfluss auf unterschiedliche Weise genommen – und in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Problematisch bei Gesundheits-Apps und Fitness-Trackern ist vor allem der Datenschutz. Derzeit könne niemand wissen, wozu die Daten, die durch einen Fitness-Tracker erhoben werden, einmal genutzt werden. Frank Nicolai fragt im <a href="http://hpd.de/artikel/12046" target="_blank">Humanistischen Pressedienst</a>, ob in Zukunft der Versuch, eine Lebensversicherung abzuschließen, scheitern muss, weil durch Daten, die ein Fitness-Tracker erhoben hat, ein erhöhtes Sterberisiko errechnet wurde. Die großen Sportartikel-Hersteller, Adidas und Nike, so Nikolai, haben jedenfalls gerade erst viel Geld investiert, um im Datengeschäft mitmischen zu können. Es ist längst ein großer Markt, der weiter wächst. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">In einer Buchbesprechung hat <a href="https://thomasbrasch.wordpress.com/2015/08/07/ach-in-welch-schlechter-gesellschaft-wir-uns-doch-befinden/" target="_blank">Thomas Brasch auf seinem Blog</a> das Problem, das durch die Erhebung der Daten entsteht, ebenfalls beleuchtet. Die Frage, die Brasch aufwirft, lautet: Wann wird aus solchen freiwilligen Angeboten der Krankenkassen eine Pflicht für denjenigen, der sich versichern lassen will. Noch ist es eine Selbstkontrolle, die durch die Fitness-Tracker und Gesundheitsapps angeboten wird, doch es könne dazu kommen, das die, die sich dieser Selbstkontrolle entziehen, gesellschaftlich suspekt werden. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Und bereits im <a href="https://thomasbrasch.wordpress.com/2014/10/16/sie-wissen-alles-und-wir-konnen-nicht-behaupten-wir-hatten-von-nichts-gewusst/" target="_blank">Oktober</a> letzten Jahres wies Brasch darauf hin, wie dringlich es sei, die Grund- und Persönlichkeitsrechte neu zu fassen und effektiv zu schützen. Er leitet aus seiner Lektüre von Yvonne Hofstetters Buch „Sie wissen alles“ verschiedene Forderungen ab, darunter auch diejenige, dass es verboten sein müsste, bei Pflichtverträgen, worunter auch die Krankenversicherung fällt, vergünstigte Angebote aufgrund von Datenüberwachung zu machen.</span></span></strong></p>
<p><strong>„<span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Big Data“ ist längst ein großes Geschäft, aber die Auswirkungen der mathematischen Algorithmen, die Vorhersagen über unser Leben treffen, sind in vielen Fällen nur zu erahnen. Der Vorstoß der Krankenkassen lässt jedenfalls eine Diskussion entstehen, die dringend geführt werden muss. </span></span></strong></p>
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		<title>Ermittlungen wegen Landesverrat: Die Blogger von Netzpolitik.org unter Verdacht</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2015 07:32:26 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ironie sitzt: Der bekannte Blog Netzpolitik.org, der 2014 den Grimme-Online-Award gewinnen konnte, wurde gerade als „Ort“ im „Land der Ideen“ ausgezeichnet, weil er sich für ein „offenes Web“ einsetze. „Warum darf es im Web keine Zensur geben?“ steht als Frage in der Begründung der Auszeichnung. – Da wurde bekannt, <a href=" http://blogumschau.de/2015/08/ermittlungen-wegen-landesverrat-die-blogger-von-netzpolitik-org-unter-verdacht/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1010" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/08/Netzpolitik.jpg"><img class="wp-image-1010 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/08/Netzpolitik.jpg" alt="Netzpolitik" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Ideen im Land&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam.</p></div>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Die Ironie sitzt: Der bekannte Blog Netzpolitik.org, der 2014 den Grimme-Online-Award gewinnen konnte, wurde gerade als „Ort“ im „Land der Ideen“ ausgezeichnet, weil er sich für ein „offenes Web“ einsetze. „Warum darf es im Web keine Zensur geben?“ steht als Frage in der <a href="https://www.land-der-ideen.de/ausgezeichnete-orte/preistraeger/blog-f-r-digitale-b-rgerrechte-netzpolitikorg" target="_blank">Begründung der Auszeichnung</a>. – Da wurde bekannt, dass wegen Landesverrat gegen den Betreiber der Blogs, Markus Beckedahl, und einen Blogger, Andre Meister ermittelt wird. </span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Das Schreiben, in dem der Generalbundesanwalt Harald Range begründet, weshalb Ermittlungen aufgenommen werden, hat <a href="https://netzpolitik.org/2015/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen/" target="_blank">Netzpolitik.org</a> am 30. Juli veröffentlicht. Grund für die Ermittlungen seien die Veröffentlichungen vertraulicher Dokumente über den geplanten Ausbau der Internet-Überwachung des Verfassungsschutzes. Bereits am 15. April hatte Meister auf <a href="https://netzpolitik.org/2015/geheime-referatsgruppe-wir-praesentieren-die-neue-verfassungsschutz-einheit-zum-ausbau-der-internet-ueberwachung/" target="_blank">Netzpolitik.org</a> die Dokumente veröffentlicht und kommentiert. Das Echo in Politik und Medien war im April schon deutlich zu hören gewesen: Empörung über diesen fragwürdigen Ausbau des Überwachungsapparates des Verfassungsschutzes, der ja aufgrund verschiedener Affären schon seit geraumer Zeit massiv in der Kritik steht.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Dass gegen Journalisten ermittelt wird, ist in der Geschichte der Bundesrepublik bisher nur äußerst selten vorgekommen. Thomas Stadler hat für den Blog <a href="http://www.internet-law.de/2015/07/ist-das-landesverrat.html" target="_blank">internet-law</a> dargelegt, weshalb auch dieser Fall keine Aussichten auf eine erfolgreiche Klage hat. Vor allem wurde kein Staatsgeheimnis verraten, was Voraussetzung für ein Urteil wäre. Stadler bezweifelt entsprechend auch, dass es überhaupt zu einer Anklage kommt, er sieht eher die Einschüchterung, die die Ermittlungen nach sich ziehen sollten, als ihren wahren Grund an. Allerdings ist für Stadler ebenso fraglich, ob tatsächlich eine Bloggerin oder ein Journalist nun von dem Verfahren abgeschreckt werde, denn die Solidarisierungen im Netz zielten genau in die entgegengesetzte Richtung.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Verschiedene Blogger haben nun ebenfalls die Dokumente veröffentlicht, wie beispielsweise <a href="https://mosereien.wordpress.com/2015/07/31/landesverrat-ich-bin-dabei/" target="_blank">Andreas Moser</a>, der schreibt „Landesverrat – ich bin dabei!“. Moser zitiert die entsprechenden Dokumente am Ende eines polemischen Artikels, der auf die Geschichte des Landesverrats und seiner Gesetzgebung Bezug nimmt. Journalisten Landesverrat vorzuwerfen, das wird deutlich, ist aus historischer Perspektive keine Kleinigkeit.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Wenn es allerdings nahezu ausgeschlossen ist, dass aus dem Verdacht überhaupt eine Anklage, geschweige denn ein Urteil, wird, weshalb dann dieses Verfahren? Markus Kompa äußert auf <a href="http://www.heise.de/tp/news/A-Most-Wanted-Man-oder-doch-nicht-2766909.html" target="_blank">Telepolis </a>die Vermutung, dass es gar nicht um die Anklage gehe, auch nicht in erster Linie um Abschreckung, sondern um die Daten der Blogger von Netzpolitik.org. Denn, so legt der Anwalt Kompa dar, der Verdacht auf so genannte „Katalogstraftaten“ rechtfertige den Zugriff auf die privaten Daten der Verdächtigten. Zu dieser Liste der schweren Straftaten zählt eben auch der Landesverrat, was im Klartext bedeutet, dass die Behörden nun offenbar einen polizeilichen Lauschangriff durchführen dürften. Kompa führt auf seinem <a href="http://www.kanzleikompa.de/2015/08/02/katalogstraftaten-nach-%C2%A7-100a-stpo-oeffnen-die-elektronische-waffenkammer/" target="_blank">privaten Blog</a> weiter aus, welche Maßnahmen nun gestattet seien: Telekommunikationsüberwachung, Abhören der Wohnung, mobile Überwachung und eine Verkehrsdatenanalyse. Da fehle nur noch die Vorratsdatenspeicherung, so Kompa, für den gläsernen Bürger.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Susannah Winter beleuchtet auf ihrem Blog <a href="https://tonfarbe.wordpress.com/2015/08/01/landesverrat-verrat-an-demokratischen-grundrechten/" target="_blank">tonfarbe </a>vor allem die politische Tragweite der gesamten Aktion. Sie führt noch einmal deutlich das Versagen des Verfassungsschutzes vor Augen, der weder in der NSA-Affäre noch bei den NSU-Morden zur Aufklärung wesentlich beitragen konnte. Im Gegenteil fragt Winter, wie es möglich sein könne, wenn es straffrei bleibe, wichtige Akten zu schreddern, nun aber der Fall beim Generalbundesanwalt lande, wenn unliebsame Informationen ans Licht kommen. Es seien hier vor allem politische Interessen im Spiel.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-weight: normal;">Die Aufregung, die durch das Netz geht, ist in diesem Fall jedenfalls verständlich, auch wenn das Verfahren – und die mediale Aufregung – sicherlich bald wieder zum Erliegen kommen werden. Die Frage, wer wen eigentlich vor welchen Gefahren mit welchen Mitteln schützen darf, sollte nach all den Verfassungsschutz-Affären gründlich diskutiert werden. Die Frage, welche Rolle die Medien als Beobachter der staatlichen Organe ausfüllen, ist ohnehin seit längerem virulent.</span></span></strong></p>
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		<title>Erfolge einer außergewöhnlichen Mission: „Philae“ sendet wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2015 10:48:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Raumsonde Rosetta klingt noch immer unglaublich: Zehn Jahre lang flog Rosetta durch das All. Der Komet „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ war das Ziel des langen Flugs, der ohne Schäden bestanden werden musste. Am Ziel angelangt, sollte die Landeeineit „Philae“ auf dem Kometen aufsetzen, um Daten zu erheben. Die Landung auf <a href=" http://blogumschau.de/2015/06/erfolge-einer-aussergewoehnlichen-mission-die-raumsonde-philae-sendet-wieder/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_961" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/06/Philae.jpg"><img class="wp-image-961 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/06/Philae.jpg" alt="Philae" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Philae wacht auf&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam.</p></div>
<p>Die Geschichte der Raumsonde Rosetta klingt noch immer unglaublich: Zehn Jahre lang flog Rosetta durch das All. Der Komet „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ war das Ziel des langen Flugs, der ohne Schäden bestanden werden musste. Am Ziel angelangt, sollte die Landeeineit „Philae“ auf dem Kometen aufsetzen, um Daten zu erheben. Die Landung auf einem vergleichsweise kleinen Kometen in mehr als 400 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde stellte eine Herausforderung dar, deren Schwierigkeiten nicht bis ins Detail planbar waren. Doch das Kunststück gelang. Philae landete und sendete sehr bald die ersten Daten an Rosetta und von dort weiter zur Erde. Und nun ist Philae nach einem langen „Schlaf“ wieder „erwacht“ und hat den Kontakt zur Raumsonde wieder hergestellt. Der Komet kommt der Sonne derzeit immer näher, so dass die Solarzellen der Landeeinheit nun ausreichend elektrische Energie produzieren.</p>
<p><a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/06/14/philae-lebt-wieder-behauptet-die-bbc/" target="_blank">Florian Freistetter</a> freut sich mit den verantwortlichen Wissenschaftlern, dass die Mission tatsächlich so außerordentlich erfolgreich verläuft: Er hebt besonders hervor, wie herausragend die Fähigkeit der Landeeinheit sei, mit den Unwägbarkeiten umzugehen. Obwohl die Landung nicht planmäßig verlief, sendet Philae nun wieder Daten, was für die Robustheit und Intelligenz der Konstruktion spreche.</p>
<p>Berndt Feuerbacher, der selbst bei Konzeption der Rosetta-Mission maßgeblich beteiligt war, resümiert auf <a href="http://feuerbacher.blogspot.de/2015/06/philae-ist-wieder-aufgewacht-in-der.html" target="_blank">seinem Blog</a>, es konnten nun bereits 300 Datenpakete übermittelt werden, 8000 warteten nun auf die nächsten Kontaktaufnahmen. Dabei habe die Landeeinheit Philae sogar Temperaturen unter Minus 100°C überstanden – gerade die extremen Temperaturen ließen berechtigte Zweifel aufkommen, ob die Landeeinheit tatsächlich noch einmal aufwachen würde.</p>
<p>Wo genau auf dem Kometen Philae gelandet ist, bleibt nach wie vor fraglich. Auf einem Foto, das Rosetta aus 18km Entfernung aufgenommen hat, ist ein wenige Pixel großer heller Fleck zu sehen, wie Feuerbacher in einem <a href="http://feuerbacher.blogspot.de/2015/06/wurde-philae-optisch-gefunden-das-max.html" target="_blank">anderen Artikel</a> zeigt. Doch dieser Fleck liegt eigentlich zu sehr in der Sonne – und eine intensive Sonneneinstrahlung hatte Philae nicht gemessen.</p>
<p>Selbstverständlich müssen viele Daten erst im Nachhinein ausgewertet werden. Trotzdem ist die Frage selbstverständlich berechtigt: Was hat die Mission eigentlich bisher für Erkenntnisse gebracht? Zahlreiche weitere Bilder sind auf dem offiziellen <a href="http://blogs.esa.int/rosetta/" target="_blank">Rosetta-Blog der ESA</a> zu sehen. Und einige Erkenntnisse werden bereits auf verschiedenen Wissenschaftsblogs diskutiert, zum Beispiel, dass kein Magnetfeld des Kometen gemessen werden konnte.</p>
<p>Das berührt die Frage, wie solche Kometen überhaupt entstehen. Die Entstehung eines Kometen könnte auch, so eine Theorie, die nun wohl begraben werden kann, unter anderen an dessen Magnetfeld liegen, das dafür mitverantwortlich sein sollte, dass die Partikel „zusammenhaften“. Auf <a href="http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/19042015154316.shtml" target="_blank">raumfahrer.net</a> ist erläutert, wie mit Hilfe der Daten von Philae ermittelt werden konnte, dass der Komet 67P über kein eigenes Magnetfeld verfügt. Zwar konnte ein Feld gemessen werden, aber während des Landevorgangs veränderte sich die Intensität nicht. Aber genau das hätte der Fall sein müssen, wenn das Magnetfeld tatsächlich zum Kometen gehören würde. Das kann nun ausgeschlossen werden.</p>
<p>Welche Bilder, Daten und Erkenntnisse demnächst an die Öffentlichkeit gelangen, darf mit Spannung erwartet werden. Die nächsten Tage und Wochen wird Philae jedenfalls wieder im Mittelpunkt der astronomischen Forschung stehen.</p>
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		<title>Der Evangelische Kirchentag in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2015 09:34:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 7. Juni endete der Kirchentag in Stuttgart mit einem Abschlussgottesdienst vor fast 100.000 Menschen. Der Kirchentag war ein gewaltiges Ereignis, auf dem Protestanten ganz unterschiedlicher Prägung sich austauschten und zusammen feierten. So heterogen das Teilnehmerfeld, so unterschiedlich fallen die Impulse aus, die nun vom Kirchentag mitgenommen werden und die <a href=" http://blogumschau.de/2015/06/der-evangelische-kirchentag-in-stuttgart/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Juni endete der Kirchentag in Stuttgart mit einem Abschlussgottesdienst vor fast 100.000 Menschen. Der Kirchentag war ein gewaltiges Ereignis, auf dem Protestanten ganz unterschiedlicher Prägung sich austauschten und zusammen feierten. So heterogen das Teilnehmerfeld, so unterschiedlich fallen die Impulse aus, die nun vom Kirchentag mitgenommen werden und die weitere Debatten anstoßen sollen.</p>
<p>Die „Weltpolitik“ spielte eine Rolle auf dem Kirchentag, auch weil der G7-Gipfel in Elmau in solch zeitlicher Nähe zum Kirchentag stattfand und auch weil Angela Merkel und Thomas de Maizière am Kirchentag teilnahmen. De Maizière diskutierte öffentlich über den Datenschutz. Der Verein digitalcourage, berichtet auf dem <a href="https://digitalcourage.de/blog/2015/raus-aus-der-bubble-rauf-auf-den-kirchentag" target="_blank">eigenen Blog</a> über die Resolution, die de Mazière vorgelegt wurde. Auf dem Kirchentag hatte der Verein Unterschriften gesammelt und versucht, die evangelischen Christen für das Thema zu sensibilisieren.</p>
<p>Auf dem Blog <a href="http://feynsinn.org/?p=3766" target="_blank">feynsinn </a>ist zu diesem Thema eine Äußerung Merkels aufgespießt, die sie in ihrer Rede in Stuttgart fallenließ. Sie sagte: „Es kann auch nicht sein, dass die Bürger jedem Unternehmen ihre Daten geben, aber nicht dem Staat, der die Aufgabe hat, das Leben von 80 Millionen Menschen zu schützen.“ Diese Logik wird bei feynsinn mit einer Kinderlogik verglichen: Weil sich jemand nicht an die Regeln hält, brauche ich mich auch nicht daran halten. Die Gefahr, die über den 80 Millionen Menschen in Deutschland schwebe, sei zudem fiktiv und mache ihre Argumentation nur noch schlimmer.</p>
<p>Auch die Flüchtlingsproblematik wurde zu einem großen Thema des Kirchentags, wie bei <a href="http://blog.campact.de/2015/06/fluechtlingspolitik-politiker-beim-kirchentag-mit-saergen-ueberrascht/" target="_blank">Campact </a>zu lesen ist. Die Campact-Aktivisten brachten schwarze Särge auf die Bühne, auf der Entwicklungsminister Gerd Müller zuvor gestanden hatte. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie „Europas Grenzen töten!“ hoch.</p>
<p>Neben den großen politischen Themen spielte auch die Lokalpolitik eine Rolle. Der Pfarrer Martin Poguntke hielt <a href="http://s21-christen-sagen-nein.org/2015/06/06/rede-von-pfarrer-martin-poguntke-bei-der-kirchentags-kundgebung-aus-s21-klug-werden-oben-bleiben-am-6-juni-2015/#more-4092" target="_blank">eine Rede</a> anlässlich des Bauvorhabens „Stuttgart 21“ (S21). Der Tiefbahnhof, der für heftige Auseinandersetzungen gesorgt hatte, wird derzeit gebaut – verschiedene Aktionsbündnisse allerdings protestieren weiterhin dagegen. Poguntke sieht neben zahlreichen Problemen, die der Tiefbahnhof mit sich bringt, wie zum Beispiel mangelhafte Sicherheit oder die mögliche Zerstörung eines riesigen unterirdischen Mineralwasservorkommens, eine weitergehende symbolische Bedeutung des gigantischen Baus: S21 sei symptomatisch für Großprojekte, die für die Bevölkerung negative Auswirkungen hätten, und deren hauptsächlicher Sinn darin bestehe, Interessen der Wirtschaft zu bedienen, also öffentliche Gelder, so formuliert es Poguntke, in private Hände zu schleusen.</p>
<p>Persönliche Eindrücke werden auf dem Blog <a href="http://mightymightykingbear.blogspot.de/2015/06/martin-luther-grave-rotation-event-1st.html" target="_blank">Huhn meets Ei</a> geschildert. Der Artikel ist überschrieben mit „Martin Luther Grave Rotation Event“. Teuer und heiß fasst „Kingbear“ den Kirchentag zusammen. Es sei doch irritierend, wie sehr der Kirchentag selbst ein Geschäft sei, bei dem alles Geld kostete bis auf das Leistungswasser und gültige Eintrittskarten zu den Veranstaltungen peinlich genau kontrolliert wurden. Für die Stadt Stuttgart habe sich der Kirchentag jedenfalls mit Sicherheit gelohnt.</p>
<p>Am Ende des Kirchentags bleibt, wie auch am Ende des G7-Gipfels, vor allem die Hoffnung, dass auf die drängenden politischen Fragen bald Antworten gefunden werden. Wie der Kirchentag im Kleinen möglicherweise Anregungen gestiftet hat, Walter Jungbauer berichtet beispielsweise auf dem Blog <a href="http://alt-katholisch.net/2015/06/08/lima-liturgie-auf-dem-kirchentag-in-stuttgart-ruckblick-mit-bildern/" target="_blank">Alt-Katholisch</a> von einem ökumenischen Gottesdienst, lässt sich dagegen kaum nachvollziehen.</p>
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		<title>Netzneutralität und Datenschutz: Diskussionen auf der re:publica 2015</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2015 08:17:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Berlin fand vom 5. bis zum 7. Mai bereits zum neunten Mal die re:publica statt. Auf der Konferenz, die mehr als 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmersowie sowie etwa 700 Journalistinnen und Journalisten anzog, wurde über ganz unterschiedliche Themen des sogenannten Internet 2.0 referiert und diskutiert. Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht und der digitale <a href=" http://blogumschau.de/2015/05/netzneutralitaet-und-datenschutz-diskussionen-auf-der-republica-2015/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_906" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/05/republica.jpg"><img class="wp-image-906 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/05/republica.jpg" alt="republica" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Auf der re:publica&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam</p></div>
<p>In Berlin fand vom 5. bis zum 7. Mai bereits zum neunten Mal die re:publica statt. Auf der Konferenz, die mehr als 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmersowie sowie etwa 700 Journalistinnen und Journalisten anzog, wurde über ganz unterschiedliche Themen des sogenannten Internet 2.0 referiert und diskutiert. Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht und der digitale Wandel der Gesellschaft waren nur einige Themen, des breit gesteckten Rahmens der re:publica.</p>
<p>Ein Thema, über das derzeit intensiv debattiert wird, ist die „Netzneutralität“. Netzneutralität bedeutet, dass alle Daten, die von den Providern durch das Netz geschleust werden, gleich behandelt werden. Das schließt aus, dass die Internet-Anbieter bestimmte Daten eben schnell und andere langsam verarbeiten. <a href="http://www.alexanderlehmann.net/" target="_blank">Alexander Lehmann</a> hat ein Video, das die Netzneutralität erläutert, auf der re:publica erstmals gezeigt. Dieses Video wurde mittlerweile von zahlreichen Blogs und in den Sozialen Netzwerken verbreitet. Der kurze Clip stellt die Idee der Netzneutralität vor, erläutert, warum sie so wichtig ist und vor allem plädiert er für eine gesetzliche Umsetzung. Zugleich zeigt das Video überspitzt, wie Propaganda gegen die Netzneutralität gemacht werde. Das Thema sei äußerst wichtig, denn wenn die Netzneutralität verlorengehe, sei das Internet insgesamt bedroht, betont Kai Thrun, der ebenfalls das Video von Lehmann auf <a href="http://kaithrun.de/fundstuecke/was-ist-eigentlich-netzneutralitaet/?utm_source=subscriber&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss" target="_blank">seinem Blog</a> verlinkt hat.</p>
<p>Enttäuscht zeigt sich <a href="http://www.vordenker.de/blog/?p=1095" target="_blank">Joachim Paul</a> darüber, dass auf der re:publica der Eindruck erweckt werde, Netzneutralität, Breitband und Vorratsdatenspeicherung seien die großen Probleme der Internet-Zeit und sobald die gelöst seien, sei alles in Ordnung. Die Netzpolitik müsste nach seiner Ansicht viel tiefer ansetzen. Möglicherweise, so mutmaßt Paul, täuschen sich die Initiatoren der re:publica in ihren Hoffnungen in Bezug auf eine zeitgemäße Netzpolitik, weil sie sich in Berlin nicht annähernd vorstellen könnten, wie abseits der Hauptstadt über Internetangelegenheiten nachgedacht werde. Die digitale NRW-Agenda „MegaBits, MegaHerz, MegaStark“ sei nur ein Beispiel für eine beschämend inkompetente Netzpolitik in Deutschland.</p>
<p>Martin Sauter nimmt auf <a href="http://www.futurecom.ch/futurecom/republica-2015-nein-sascha-lobo-habe-ich-nicht-gesehen" target="_blank">futurecom </a>insgesamt einen ernüchterten Tenor auch auf der re:publica wahr. Die Hoffnungen, die die „Netzgemeinde“ in das Internet gesetzt hatte, wurden vielfach enttäuscht. Mittlerweile herrsche die Ansicht vor, dass das Internet eine mächtige Technologie sei, die zwar viele Wünsche erfüllen könnte, wie zum Beispiel die Möglichkeit an Wissen zu partizipieren, aber eben auch von den großen Unternehmen missbraucht werden könne.</p>
<p>Das Reden von der „Netzgemeinde“ bzw. den Begriff der „Community“ stellt <a href="http://www.train-und-coach.de/republica-und-realitaet.html" target="_blank">Rainer Meyer</a> auf seinem Blog grundsätzlich in Frage. Wenn mittlerweile 80 Prozent der Deutschen regelmäßig online seien, dann sei das Netz eben längst eine ebenso unübersichtliche Welt wie die Welt außerhalb des Netzes. Die re:publica sei da vielleicht von der Realität zu weit entfernt. Meyer kam es gelegentlich so vor, als befände er sich in einem Raumschiff weitab von Berlin und dem politischen Tagesgeschäft, das nur wenige Kilometer entfernt verhandelt werde. Die Forderungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der re:publica doch politisch aktiv zu werden, hätte dann auch eher für Verständnislosigkeit gesorgt.</p>
<p>Und das obwohl politische Themen ja angesprochen wurden. Die Datensicherheit, die seit der NSA-Affäre durchaus in regelmäßigen Abständen in allen Medien vorkommt, wurde selbstverständlich heftig diskutiert auf der re:publica, aber auch der damit zusammenhängende Mentalitätswandel in der Gesellschaft. Caspar Tobias Schlenk schreibt für die <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/wearables-kritik-republica-2015" target="_blank">Gründerszene </a>über den Vortrag von Harald Welzer, der mit der Anekdote beginnt, er habe soeben auf der Toilette drei junge Männer vor den Pissoirs getroffen, die alle auf ihre Smartphones starrten. Nicht allein die Geheimdienste dringen in die Privatsphäre ein, sondern das Private wird von den Internetnutzern freiwillig aufgegeben. Welzer, so ist auch auf dem Blog <a href="http://weblog.datenwerk.at/2015/05/08/finding-europe-in-berlin/" target="_blank">datenwerk </a>zu lesen, ziehe daraus den Schluss, dass die Demokratie erodiere, denn die Demokratie setze einen privaten Raum voraus, in dem politische Positionen überhaupt entwickelt werden können.</p>
<p>Die Impulse der re:publica werden sicherlich mittelfristig das Denken über den digitalen Wandel beeinflussen. Die Öffentlichkeit des Internets wird jedenfalls zunehmend zu einem Faktor, den die Politik in keiner Weise ausklammern kann.</p>
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		<title>Industrie 4.0: Was kommt da eigentlich auf uns zu?</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2015 08:53:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Angela Merkel vor zwei Wochen die „Hannover Messe“ besuchte, fiel ein Schlaglicht auf die so genannte Industrie 4.0. Roboter waren dort zu sehen, die in Zukunft Hand-in-Hand mit Menschen arbeiten sollen, ohne eine Absperrung, die Mensch und Maschine trennt wie bisher in Fabrikhallen üblich. Es ist ein Sinnbild für <a href=" http://blogumschau.de/2015/04/industrie-4-0-was-kommt-da-eigentlich-auf-uns-zu/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_878" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/04/Industrie-4.jpg"><img class="wp-image-878 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/04/Industrie-4.jpg" alt="Industrie 4" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Industrie 4.0&#8243; von Pirapakar Kathirgamalingam</p></div>
<p>Als Angela Merkel vor zwei Wochen die „Hannover Messe“ besuchte, fiel ein Schlaglicht auf die so genannte Industrie 4.0. Roboter waren dort zu sehen, die in Zukunft Hand-in-Hand mit Menschen arbeiten sollen, ohne eine Absperrung, die Mensch und Maschine trennt wie bisher in Fabrikhallen üblich. Es ist ein Sinnbild für das, was die Industrie 4.0 verspricht, eine stärkere Vernetzung des Digitalen mit der Alltagswelt. Der Kühlschrank, der selbst die Milch bestellen kann, bevor sie ausgeht, ist ebenfalls ein Sinnbild einer „vernetzten“, „smarten“ Welt, in der zahlreiche Aufgaben, wie das Einkaufen, die derzeit der Mensch selbst übernimmt, nahezu vollständig an computergesteuerte Prozesse übertragen werden sollen. Auch das selbstfahrende Auto gehört in diese Reihe der „intelligenten Maschinen“, die das Leben in sehr naher Zukunft verändern könnten.</p>
<p>Sobald neue Technologien auf den Markt drängen – oder angekündigt sind – finden sich stets Befürworter und Mahner. Wo liegen die Chancen dieser Industrie 4.0 und wo die Risiken? Winfried Felser findet, wie er auf seinem <a href="http://www.huffingtonpost.de/winfried-felser/6-innovationen-der-industrie40_b_7141868.html" target="_blank">Blog der Huffington Post</a> schreibt, ausgerechnet in Ostwestfalen innovative Ideen. Auf dem Fachkongress „Industrie 4.0“ in Paderborn hätten sich die Teilnehmer über die Möglichkeiten ausgetauscht, die eine Industrie 4.0 biete. Die wichtigste Erkenntnis des Kongresses, so Felser, bestehe für ihn darin, dass die Industrie 4.0 nicht zuerst eine neue Technologie bezeichne, sondern eher eine Wertschöpfungskette. Die neuen Technologien ermöglichen diese neue Form der Wertschöpfung, aber auf der Technologie selbst sollte nicht der Fokus liegen. Für die Unternehmen sei es wichtig zu begreifen, dass die Dienstleistungen im Mittelpunkt stehen. Am Beispiel des selbstfahrenden Autos: Es ist nicht das Auto als Besitz und Statussymbol, als Symbol der Freiheit, das hier mit einer neuen Technologie ausgestattet und verkauft wird, sondern die Dienstleistung so einfach an den gewünschten Ort zu kommen wie irgend möglich.</p>
<p>Wenn das stimmt, dass diese „Services“ in den Mittelpunkt rücken, erfordert das in vielen Unternehmen ein Umdenken. <a href="https://netzoekonomiecampus.wordpress.com/2015/04/24/uber-die-koalition-der-google-amazon-heulsusen-regulierung-statt-digitalstrategien/" target="_blank">Gunnar Sohn</a> sieht genau das Gegenteil: Zahlreiche Unternehmen rufen nun nach Regulierung. Amazon und Google sind die prominenten Beispiele, die immer wieder Kritik auf sich ziehen. Sohn nennt die Kritiker, die sich eine stärkere Regulierung wünschen, provokativ die „Koalition der Amazon-Google-Heulsusen“. Der Erfolg von Google und Amazon liegt unter anderem in der Hinwendung zum Kunden bzw. Nutzer, die angemessen informiert werden. Das funktioniert nur durch „Big Data“ – ebenfalls ein wichtiges Schlagwort der Industrie 4.0. Die Vernetzung der verschiedenen Dienstleistungen kann nur gelingen, wenn zahlreiche Daten erhoben werden und für die entsprechenden Prozesse verfügbar sind.</p>
<p>Hierin liegt die offensichtliche Gefahr der Industrie 4.0. Wie sicher sind die Daten? Was geschieht bei einer Störung? <a href="http://www.unternehmer.de/it-technik/175163-deutsche-wirtschaft-blackout-kommentar" target="_blank">Bernhard Kuntz</a> weist darauf hin, dass in den letzten zwei Monaten zweimal der eigene Blog gehackt wurde, er war im Netz nicht mehr auffindbar. Damit ist angedeutet, was geschehen könnte, wenn eine Gesellschaft beginnt, sogar die Grundversorgung von einem intakten Netzwerk abhängig zu machen. Denn sobald solche Prozesse über ein Netzwerk ablaufen, können diese Prozesse eben auch – mutwillig oder zufällig – gestört werden. Kuntz hat deshalb sehr große Vorbehalte gegenüber einer Industrie 4.0, die sich in solch einem Ausmaß von einem zuverlässigen Netz abhängig macht.</p>
<p>Eine andere Gefahr sieht <a href="http://norberthaering.de/index.php/de/27-german/news/345-wetzel#weiterlesen" target="_blank">Norbert Häring</a>: Die Industrie 4.0 werde in vielen Bereichen, diejenige Arbeit, die tatsächlich von Menschen ausgeführt werden muss, drastisch reduzieren. In dieser Hinsicht wirkt das Wort von der Industrie 4.0 wie eine Warnung, denn alle technologischen Umwälzungen hätten das Verhältnis der Gesellschaft zur Arbeit durcheinandergebracht. Massenarbeitslosigkeit und Verelendung seien das Horrorszenario, das eine Industrie 4.0 zur Folge haben könnte. Damit dieses Horrorszenario nicht Wirklichkeit wird, könnten bereits jetzt die ersten Schritte in die Wege geleitet werden. Doch Häring sieht die IG Metall derzeit auf dem Weg zu einer Gewerkschaft für die Interessen der Arbeitgeber. Die Reduzierung der Arbeitszeit, zum Beispiel, die es nun durchzusetzen gelte, um spätere Verwerfungen zu vermeiden, mache sich die IG Metall nicht zur Aufgabe. Stattdessen versuche die IG Metall die Arbeitnehmer „ruhigzustellen“.</p>
<p>In welchen Bereichen die Industrie 4.0 in der Zukunft eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Blog <a href="http://gps-schibrowski.blogspot.de/2015/04/28-2015-technische-pflege-ein-kommentar.html" target="_blank">Gesundheit Pflege Soziales</a> ist sich sicher, dass Roboter bald in Pflegeheimen zum Einsatz kommen werden. Denn sie sind notwendig – aus ökonomischer Sicht. Der ökonomische Druck ist längst so groß, dass keine Handlungsspielräume mehr da seien. Industrie 4.0 sagt in diesem Fall auch etwas über die Schieflage in einem gesellschaftlichen Bereich, der immer mehr von ökonomischen Zwängen bestimmt ist.</p>
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		<title>Terror und Medien: Der Cyber-Angriff auf den Sender „TV5 Monde“ durch den IS</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2015 09:05:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Durch einen Hacker-Angriff auf das Medienhaus „TV5 Monde“ wurde am 9. April für mehrere Stunden der Sendebetrieb aller hauseigenen Fernsehsender lahmgelegt. Außerdem kontrollierten die Hacker die Webseite, die Twitter- und Facebook-Accounts der Sender und verbreiteten darüber Propaganda für den sogenannten „Islamischen Staat“ (IS). Sie drohten in ihren Botschaften französischen Soldaten <a href=" http://blogumschau.de/2015/04/terror-und-medien-der-cyber-angriff-auf-den-sender-tv5-monde-durch-den-is/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durch einen Hacker-Angriff auf das Medienhaus „TV5 Monde“ wurde am 9. April für mehrere Stunden der Sendebetrieb aller hauseigenen Fernsehsender lahmgelegt. Außerdem kontrollierten die Hacker die Webseite, die Twitter- und Facebook-Accounts der Sender und verbreiteten darüber Propaganda für den sogenannten „Islamischen Staat“ (IS). Sie drohten in ihren Botschaften französischen Soldaten und deren Angehörigen mit dem Tod. Es dauerte Stunden bis „TV5 Monde“ wieder Herr im eigenen medialen Hause war, die Webseite funktionierte sogar am nächsten Tag noch nicht störungsfrei. Mutmaßlich steckte die Terrormiliz IS hinter dieser Cyber-Attacke.</p>
<p>Der brutale Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ Anfang des Jahres hatte bereits gezeigt, welchen Stellenwert die Medien in den Augen der IS-Terroristen haben. Und die Zerstörungen bedeutender archäologischer Stätten im Irak, wie der antiken Stadt Nimrud, lassen sich vor allem unter dem Gesichtspunkt der Propaganda verstehen. Auf dem Blog <a href="http://www.wasmitmedien.de/2015/04/09/medien-unterschatzen-ihre-attraktivitat-fur-hacker-interview-mit-dem-internetsoziologen-dr-stephan-humer-nach-dem-angriff-auf-tv5-monde/%20" target="_blank">Was mit Medien</a> ist ein Interview mit dem Soziologen Stephan Humer zu lesen (das auch bei DRadioWissen zu hören war). Humer hebt die symbolische Bedeutung hervor, die der Angriff auf ein Medienhaus hat. Die Botschaft des erfolgreichen Angriffs verbreitete sich rasant und bot zugleich die Möglichkeit, eigene Propaganda abzuspielen. Erstaunt war Humer über den abgestimmten Angriff auf mehreren Ebenen, der zeitgleich verschiedene Ziele attackierte und eben nicht nur den Sendebetrieb störte. Dabei, so Humer, geht es bei dem konkreten Ziel „TV5 Monde“ wohl weniger um die politische Bedeutung des Senders, sondern vor allem um die Frage, ob so ein Angriff machbar sei. Ob die Hacker vorher bei anderen Sendern bereits Angriffe erprobten, werden wir nicht erfahren. Humer erklärt, dass es eben um den großen Erfolg geht – und deshalb „TV5 Monde“ das geeignete Ziel war.</p>
<p>Möglich war der erfolgreiche Angriff wohl auch, weil die Mitarbeiter von „TV5 Monde“ allzu fahrlässig mit ihren Passwörtern umgingen. So ist bei einem Fernsehinterview in der Sendeanstalt im Hintergrund ein Notizzettel mit wichtigen Passwörtern zu erkennen, wie Sam Machkovech für <a href="http://arstechnica.com/security/2015/04/hacked-french-network-exposed-its-own-passwords-during-tv-interview/" target="_blank">ars technica</a> schreibt. Die Passwörter waren demnach sehr leicht zu erraten, wie „lemotdepassedeyoutube“, was ungefähr „das Passwort für YouTube“ bedeutet.</p>
<p>Das Sicherheitsproblem, vor dem die westlichen Medienhäuser stehen, haben in ähnlicher Weise die terroristischen Organisationen selbst. Martin Schmetz schreibt für den <a href="http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2015/03/25/zwischen-paranoia-und-propaganda-jihadistische-gruppieren-und-ihre-it-sicherheit/" target="_blank">Sicherheitspolitik-Blog</a> der Universität Frankfurt am Main über die Strategien der Dschihadisten, ihre eigene IT-Sicherheit zu gewährleisten. Denn für ihre Propaganda-Videos und die Verbreitung der Botschaften im Internet greifen die Akteure des IS auf die Plattformen der westlichen Internetfirmen, wie Googles YouTube oder Facebook, zurück. Die technische Infrastruktur, auf die der IS angewiesen ist, liegt nicht in deren eigenen Händen, wodurch es für westliche Geheimdienste und Behörden möglich wird, an Informationen zu gelangen und die Propaganda zu bekämpfen.</p>
<p>Patrick Möller hat – ebenfalls für den <a href="http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2015/03/18/im-netz-gegen-dschihadismus-pra%CC%88vention-mittels-sozialer-medien/" target="_blank">Sicherheitspolitik-Blog</a> – dargelegt, wie die Dschihadisten die Medien nutzen, um Kämpfer zu rekrutieren. Diese Strategien sind mittlerweile in weiten Teilen bekannt, allerdings reagierte der deutsche Staat viel zu spät auf diese Bedrohung. Mittlerweile wurden zahlreiche Internetseiten gesperrt und Facebook- und Twitter-Accounts gelöscht. Diese verspätete Reaktion zeige nur eine Seite des Versagens, so Möller, vor allem habe man es versäumt, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, das heißt, „Gegennarrative“ zu entwickeln, um der Propaganda des IS entgegenzuwirken. Noch seien die Maßnahmen spärlich, die muslimische Jugendliche gezielt ansprechen, um ihnen ein anderes „Narrativ“, eine andere Version der Geschichte, anzubieten.</p>
<p>Die Wirkung der Propaganda wird in jeder Hinsicht noch zu wenig bedacht. <a href="http://archaeologik.blogspot.de/2015/04/jetzt-nimrud.html" target="_blank">Rainer Schreg</a>, der das mutmaßliche Beweisvideo auf Archaeologik zeigt, auf dem die Sprengung der antiken Stadt Nimrud zu sehen ist, weist auf die Problematik der Berichterstattung mit einem knappen Satz hin: Womöglich hätte das enorme Medienecho über die Zerstörung der Kulturschätze im Irak (die Blogumschau fasste <a href="http://blogumschau.de/2015/03/die-zerstoerung-der-archaeologischen-staetten-im-irak/">ebenfalls </a>zusammen) nun die Sprengung Nimruds befördert. Was die eine Seite als erschreckendes Ausmaß des Terrors bezeichnet, wirkt zugleich als Propaganda für die andere Seite.</p>
<p>Wie dieses Problem in der Berichterstattung aufzulösen ist, bleibt nach wie vor unklar.</p>
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