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	<title>Blogumschau &#187; Amazon &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Industrie 4.0: Was kommt da eigentlich auf uns zu?</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2015 08:53:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Angela Merkel vor zwei Wochen die „Hannover Messe“ besuchte, fiel ein Schlaglicht auf die so genannte Industrie 4.0. Roboter waren dort zu sehen, die in Zukunft Hand-in-Hand mit Menschen arbeiten sollen, ohne eine Absperrung, die Mensch und Maschine trennt wie bisher in Fabrikhallen üblich. Es ist ein Sinnbild für <a href=" http://blogumschau.de/2015/04/industrie-4-0-was-kommt-da-eigentlich-auf-uns-zu/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_878" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/04/Industrie-4.jpg"><img class="wp-image-878 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/04/Industrie-4.jpg" alt="Industrie 4" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Industrie 4.0&#8243; von Pirapakar Kathirgamalingam</p></div>
<p>Als Angela Merkel vor zwei Wochen die „Hannover Messe“ besuchte, fiel ein Schlaglicht auf die so genannte Industrie 4.0. Roboter waren dort zu sehen, die in Zukunft Hand-in-Hand mit Menschen arbeiten sollen, ohne eine Absperrung, die Mensch und Maschine trennt wie bisher in Fabrikhallen üblich. Es ist ein Sinnbild für das, was die Industrie 4.0 verspricht, eine stärkere Vernetzung des Digitalen mit der Alltagswelt. Der Kühlschrank, der selbst die Milch bestellen kann, bevor sie ausgeht, ist ebenfalls ein Sinnbild einer „vernetzten“, „smarten“ Welt, in der zahlreiche Aufgaben, wie das Einkaufen, die derzeit der Mensch selbst übernimmt, nahezu vollständig an computergesteuerte Prozesse übertragen werden sollen. Auch das selbstfahrende Auto gehört in diese Reihe der „intelligenten Maschinen“, die das Leben in sehr naher Zukunft verändern könnten.</p>
<p>Sobald neue Technologien auf den Markt drängen – oder angekündigt sind – finden sich stets Befürworter und Mahner. Wo liegen die Chancen dieser Industrie 4.0 und wo die Risiken? Winfried Felser findet, wie er auf seinem <a href="http://www.huffingtonpost.de/winfried-felser/6-innovationen-der-industrie40_b_7141868.html" target="_blank">Blog der Huffington Post</a> schreibt, ausgerechnet in Ostwestfalen innovative Ideen. Auf dem Fachkongress „Industrie 4.0“ in Paderborn hätten sich die Teilnehmer über die Möglichkeiten ausgetauscht, die eine Industrie 4.0 biete. Die wichtigste Erkenntnis des Kongresses, so Felser, bestehe für ihn darin, dass die Industrie 4.0 nicht zuerst eine neue Technologie bezeichne, sondern eher eine Wertschöpfungskette. Die neuen Technologien ermöglichen diese neue Form der Wertschöpfung, aber auf der Technologie selbst sollte nicht der Fokus liegen. Für die Unternehmen sei es wichtig zu begreifen, dass die Dienstleistungen im Mittelpunkt stehen. Am Beispiel des selbstfahrenden Autos: Es ist nicht das Auto als Besitz und Statussymbol, als Symbol der Freiheit, das hier mit einer neuen Technologie ausgestattet und verkauft wird, sondern die Dienstleistung so einfach an den gewünschten Ort zu kommen wie irgend möglich.</p>
<p>Wenn das stimmt, dass diese „Services“ in den Mittelpunkt rücken, erfordert das in vielen Unternehmen ein Umdenken. <a href="https://netzoekonomiecampus.wordpress.com/2015/04/24/uber-die-koalition-der-google-amazon-heulsusen-regulierung-statt-digitalstrategien/" target="_blank">Gunnar Sohn</a> sieht genau das Gegenteil: Zahlreiche Unternehmen rufen nun nach Regulierung. Amazon und Google sind die prominenten Beispiele, die immer wieder Kritik auf sich ziehen. Sohn nennt die Kritiker, die sich eine stärkere Regulierung wünschen, provokativ die „Koalition der Amazon-Google-Heulsusen“. Der Erfolg von Google und Amazon liegt unter anderem in der Hinwendung zum Kunden bzw. Nutzer, die angemessen informiert werden. Das funktioniert nur durch „Big Data“ – ebenfalls ein wichtiges Schlagwort der Industrie 4.0. Die Vernetzung der verschiedenen Dienstleistungen kann nur gelingen, wenn zahlreiche Daten erhoben werden und für die entsprechenden Prozesse verfügbar sind.</p>
<p>Hierin liegt die offensichtliche Gefahr der Industrie 4.0. Wie sicher sind die Daten? Was geschieht bei einer Störung? <a href="http://www.unternehmer.de/it-technik/175163-deutsche-wirtschaft-blackout-kommentar" target="_blank">Bernhard Kuntz</a> weist darauf hin, dass in den letzten zwei Monaten zweimal der eigene Blog gehackt wurde, er war im Netz nicht mehr auffindbar. Damit ist angedeutet, was geschehen könnte, wenn eine Gesellschaft beginnt, sogar die Grundversorgung von einem intakten Netzwerk abhängig zu machen. Denn sobald solche Prozesse über ein Netzwerk ablaufen, können diese Prozesse eben auch – mutwillig oder zufällig – gestört werden. Kuntz hat deshalb sehr große Vorbehalte gegenüber einer Industrie 4.0, die sich in solch einem Ausmaß von einem zuverlässigen Netz abhängig macht.</p>
<p>Eine andere Gefahr sieht <a href="http://norberthaering.de/index.php/de/27-german/news/345-wetzel#weiterlesen" target="_blank">Norbert Häring</a>: Die Industrie 4.0 werde in vielen Bereichen, diejenige Arbeit, die tatsächlich von Menschen ausgeführt werden muss, drastisch reduzieren. In dieser Hinsicht wirkt das Wort von der Industrie 4.0 wie eine Warnung, denn alle technologischen Umwälzungen hätten das Verhältnis der Gesellschaft zur Arbeit durcheinandergebracht. Massenarbeitslosigkeit und Verelendung seien das Horrorszenario, das eine Industrie 4.0 zur Folge haben könnte. Damit dieses Horrorszenario nicht Wirklichkeit wird, könnten bereits jetzt die ersten Schritte in die Wege geleitet werden. Doch Häring sieht die IG Metall derzeit auf dem Weg zu einer Gewerkschaft für die Interessen der Arbeitgeber. Die Reduzierung der Arbeitszeit, zum Beispiel, die es nun durchzusetzen gelte, um spätere Verwerfungen zu vermeiden, mache sich die IG Metall nicht zur Aufgabe. Stattdessen versuche die IG Metall die Arbeitnehmer „ruhigzustellen“.</p>
<p>In welchen Bereichen die Industrie 4.0 in der Zukunft eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Blog <a href="http://gps-schibrowski.blogspot.de/2015/04/28-2015-technische-pflege-ein-kommentar.html" target="_blank">Gesundheit Pflege Soziales</a> ist sich sicher, dass Roboter bald in Pflegeheimen zum Einsatz kommen werden. Denn sie sind notwendig – aus ökonomischer Sicht. Der ökonomische Druck ist längst so groß, dass keine Handlungsspielräume mehr da seien. Industrie 4.0 sagt in diesem Fall auch etwas über die Schieflage in einem gesellschaftlichen Bereich, der immer mehr von ökonomischen Zwängen bestimmt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Indiebookday 2015</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 08:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Indiebookday fand am 21. März zum dritten Mal statt. Ziel des Indiebookdays ist es, die unabhängigen – oftmals kleinen – Verlage zu unterstützen. Der mairisch-Verlag hatte den Indiebookday 2013 ins Leben gerufen, und die Aktion stieß sofort auf großes Interesse. Auch in diesem Jahr gingen wieder viele Buchbegeisterte in <a href=" http://blogumschau.de/2015/03/der-indiebookday-2015/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Indiebookday fand am 21. März zum dritten Mal statt. Ziel des Indiebookdays ist es, die unabhängigen – oftmals kleinen – Verlage zu unterstützen. Der mairisch-Verlag hatte den Indiebookday 2013 ins Leben gerufen, und die Aktion stieß sofort auf großes Interesse. Auch in diesem Jahr gingen wieder viele Buchbegeisterte in die Buchläden, um Bücher der unabhängigen Verlage zu erwerben und anschließend ein Foto des Buches im Netz zu veröffentlichen. Und so findet man auf Facebook, bei Twitter oder in vielen Blogs seit ein paar Tagen zahlreiche Bilder, die geradezu ein Abbild der unabhängigen Verlagswelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind.</p>
<p>Einen Eindruck von der vielfältigen Verlags- und Literaturszene bekommt man beispielsweise bei <a href="http://www.litaffin.de/2015/03/3-zeigt-her-eure-buecher-indiebookday-2015/" target="_blank">LITAFFIN</a>, wo die Bloggerinnen sich und ihre neu erworbenen Bücher zeigen, sie stammen vom Verbrecher Verlag, luxbooks, TRANSIT, der Frankfurter Verlagsanstalt und Nautilus Flugschrift.</p>
<p>Eine ganz besondere Beziehung hat der Blog <a href="https://readindie.wordpress.com/2015/03/21/indiebookday-2015-ein-groses-freudenfest/" target="_blank">We read Indie</a> zum Indiebookday, denn er ist aus einer Begeisterung für die unabhängige Verlagslandschaft entstanden, die der Indiebookday entfacht hatte. Das Spektrum wird hier erweitert, die Bloggerinnen zeigen Bücher von: Kunstmann Verlag, Liebeskind, Büchergilde Gutenberg, Assoziation A, Unionsverlag, Kein &amp; Aber, binooki, mairisch Verlag und Rogner &amp; Bernhard.</p>
<p>Wer sich durch die zahlreichen Beiträge im Netz klickt, sieht nicht nur die vielfältige deutschsprachige Literatur- und Verlagswelt, sondern könnte auf die Idee kommen, die unabhängigen Verlage seien etabliert, also eine feste Größe im kollektiven Bewusstsein. So, wie sehr viele Menschen mit Indie-Pop, Indie-Rock etc. etwas verbinden, also eine Vorstellung davon haben, was mit dieser Bezeichnung „Indie“ gemeint sei. <a href="https://muromez.wordpress.com/2015/03/21/indiebookday-2015-ausnahmen-bestatigen-die-regeln/" target="_blank">Muromez</a>, der in Paderborn studiert, beschreibt eine andere Erfahrung. Schon im letzten Jahr sei seine Fahrt in die Innenstadt erfolglos gewesen. Die Buchläden, die er aufsuchte, hatten vom Indiebookday noch nie gehört, und selbst in den großen Buchhandlungen lagen keine Bücher unabhängiger Verlage aus. Ist die Indie-Literatur doch nur eine Randerscheinung für wenige Bloggerinnen und Blogger in Berlin, Hamburg und München? Oder ist das eher ein Problem, das manche Buchhandlungen betrifft, die sich um die kleinen Verlage nicht kümmern, sondern nur die Literatur der großen Häuser im Programm haben?</p>
<p>Und wer, so ließe sich zugespitzt fragen, braucht eigentlich noch die Verlage und Buchläden? Am 22. März verkündete der Blog <a href="http://www.onlinemarktplatz.de/57118/meilenstein-fuer-ebooks-deutsche-self-publisher-autorin-knackt-marke-von-einer-million-verkaufter-buecher-im-selbstverlag/" target="_blank">Onlinemarktplatz</a>, dass Poppy J. Anderson als die erste deutsche Self-Publishing-Autorin nun mehr als eine Million Bücher im Selbstverlag verkauft habe. Die Autorin wird ebenfalls als „Indie-Autorin“ bezeichnet, doch ihre Bücher erscheinen eben nicht bei einem Indie-Verlag und sie werden nicht in den regionalen Buchgeschäften verkauft, sondern bei Amazon. Bei dieser Form des Publizierens handelt es sich also um einen Bereich, der mit der Indie-Literatur, für die der Indiebookday sich stark machen möchte, kaum etwas zu tun hat. Allerdings zeigt sich auch hier, wie vielfältig die Literaturlandschaft ist und wie vielfältig die Werbe- und Vertriebswege, die es ermöglichen, ohne einen großen Verlag im Rücken, ein großes Publikum zu erreichen.</p>
<p>Florian Freistetter, der regelmäßig für die <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/02/14/boeser-internethandel-warum-ich-buchlaeden-mag-und-trotzdem-gerne-bei-amazon-einkaufe/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=boeser-internethandel-warum-ich-buchlaeden-mag-und-trotzdem-gerne-bei-amazon-einkaufe" target="_blank">Science Blogs</a> schreibt, will weder auf Amazon verzichten, noch auf die Buchläden in den Innenstädten. Gerade für wissenschaftliche Literatur und überhaupt Literatur, die ein spezielles Fachgebiet betrifft, seien nun einmal die großen Internethändler im Vorteil, da sie über eine ganz andere Logistik verfügen. Kleine Buchläden können in diesem Bereich gar nicht konkurrieren. Freistetter sieht die Vorzüge der Buchläden eher in deren lokalen Angeboten, wie zum Beispiel Lesungen, die sie organisieren, oder die Möglichkeit für die Kunden, ganz ungeplante Entdeckungen zu machen.</p>
<p>Auf dem Blog <a href="http://www.herzdamengeschichten.de/2015/03/21/indiebookday/" target="_blank">Herzdamengeschichten </a>wird der Indiebookday genauso genutzt. Maximilian Buddenbohm hat das Buch „Mein Vater ist Putzfrau“ von Saphia Azzeddine ausgewählt und er schreibt dazu: „von dem Buch habe ich bisher noch nichts gehört oder gesehen, egal, das macht ja nichts.“</p>
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		<title>Alibaba: Börsengang als Ereignis</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 10:17:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der chinesische Mega-Konzern Alibaba ist seit Freitag an der Börse notiert. Die Dienstleistungen, die Alibaba anbietet, kann man in den westlichen Ländern gar nicht wahrnehmen, die Unternehmensstruktur ist schwer nachvollziehbar, kaum jemand wird hierzulande privat in den Konzern investieren – dennoch ist der Börsengang ein gewaltiges Ereignis. Warum eigentlich? Der <a href=" http://blogumschau.de/2014/09/alibaba-boersengang-als-ereignis/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der chinesische Mega-Konzern Alibaba ist seit Freitag an der Börse notiert. Die Dienstleistungen, die Alibaba anbietet, kann man in den westlichen Ländern gar nicht wahrnehmen, die Unternehmensstruktur ist schwer nachvollziehbar, kaum jemand wird hierzulande privat in den Konzern investieren – dennoch ist der Börsengang ein gewaltiges Ereignis. Warum eigentlich?</p>
<p>Der Börsengang von Alibaba wirft die Frage auf, ob die Vormachtstellung der amerikanischen Internetgiganten gebrochen werden könnte. <a href="http://netzwertig.com/2014/09/08/alibaba-co-china-stellt-die-amerikanische-hegemonie-im-internet-in-frage/" target="_blank">Martin Weigert</a> beschreibt die chinesische E-Commerce-Wirtschaft und hebt die Aufbruchstimmung in Peking hervor. Dass nun Alibaba-Aktien an der New Yorker Börse gehandelt werden, könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Trennung zwischen westlicher und östlicher Internet-Welt vorüber gehe. Auch wenn das nicht heißt, dass nun Alibaba Amazon auf dem amerikanischen Markt bedeutende Anteile wegnehmen könnte. Vielmehr geht es um andere Wachstumsmärkte, wie Brasilien beispielsweise, in denen Amazon noch nicht eine so deutliche Machtposition innehat.</p>
<p>Der Börsengang wurde sicherlich auch so intensiv in den Medien diskutiert, weil die Alibaba-Aktien an der New Yorker Börse gehandelt werden. Ursprünglich bestand der Plan, wie Alex Hofmann auf dem <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/zalando-scout24-alibaba?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss&amp;utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=zalando-scout24-alibaba" target="_blank">Blog Gründerszene</a> schreibt, in Hongkong an die Börse zu gehen. Doch die Börse von Hongkong akzeptierte die Pläne des Alibaba-Gründers Jack Ma nicht. Ma räumt den Aktionären keinerlei Rechte ein, das Sagen im Konzern haben weiterhin er und 26 Partner. Was in Hongkong nicht akzeptiert wurde, stellt an der New Yorker Börse kein Problem dar. Ähnliche Strukturen gibt es beispielsweise bei Amazon und Google.</p>
<p>Dirk Elsner fragt auf<a href="http://www.blicklog.com/2014/09/19/hochsensibel-gegen-wachstumsschwankungen-warum-alibaba-nichts-fr-schwache-nerven-ist/" target="_blank"> BlickLog</a>, wie es zu dem Hype um die Aktie kommen konnte. Auf welchen Annahmen basiert dieser Hype? Wie kommen die Erwartungen der Aktionäre zustande? Die Aktie legte gleich am ersten Handelstag gewaltig zu. Der gigantische Börsengang hat einen Run ausgelöst. Elsner hat das erwartet, zeigt aber auch, dass die so hoch gehandelte Aktie sehr anfällig für Wachstumsdämpfer sei. Er würde keine Aktien von Alibaba halten.</p>
<p>Auch auf <a href="http://kutzerlive.blogspot.de/2014/09/alibaba-borsengang-wird-zum-mega.html" target="_blank">Kutzer Live</a> werden die Risiken der Aktie hervorgehoben. Es sei eine Anlage für „risiko-tolerante“ Anleger. Und es sei eine Wette auf die Stärke des chinesischen Marktes. Das heißt im Umkehrschluss: Am Aktienkurs von Alibaba lässt sich ablesen, wie groß der Glaube daran ist, dass die chinesische Wirtschaft tatsächlich die amerikanische Wirtschaft einholen kann.</p>
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		<title>Google, Amazon, Facebook und die Macht: Dave Eggers Roman „Der Circle“</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2014 07:38:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gegen die großen Internetkonzerne mehrt sich der Widerstand: Amazon ist derzeit ständig in den Schlagzeilen, verschiedene Verleger versuchen, sich gegen „erpresserische“ Methoden des Online-Versandhauses zu wehren. Die Beschwerde der VG Media und einiger Verlage gegen Google wurde gerade vom Kartellamt zurückgewiesen. Bei dieser Beschwerde ging es um das Leistungsschutzrecht, also <a href=" http://blogumschau.de/2014/08/google-amazon-facebook-und-die-macht-dave-eggers-roman-der-circle/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_494" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2014/08/Transparenz.jpg"><img class="size-full wp-image-494" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2014/08/Transparenz.jpg" alt="&quot;Transparenz&quot; von Pirapakar Kathirgamalingam" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Transparenz&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam</p></div>
<p>Gegen die großen Internetkonzerne mehrt sich der Widerstand: Amazon ist derzeit ständig in den Schlagzeilen, verschiedene Verleger versuchen, sich gegen „erpresserische“ Methoden des Online-Versandhauses zu wehren. Die Beschwerde der VG Media und einiger Verlage gegen Google wurde gerade vom Kartellamt zurückgewiesen. Bei dieser Beschwerde ging es um das Leistungsschutzrecht, also ganz einfach gesagt darum, unter welchen Bedingungen bei Google-News Auszüge aus Pressetexten gezeigt werden dürfen.</p>
<p>Im Internet geht anscheinend ohne Google, Facebook und Amazon wenig. Die Verlage brauchen Amazon als größten Internetbuchhändler, alle großen Unternehmen sind auf Google angewiesen, denn wer bei der Google-Suche nicht auftaucht, ist im Netz quasi nicht existent, und Marketing über die Plattform von Facebook ist längst ein Standard zahlreicher Unternehmen. Was bedeutet diese Konzentration von Macht bei einigen Internetkonzernen und die gleichzeitige, voranschreitende Digitalisierung für den Menschen? Dave Eggers hat einen Roman geschrieben, „Der Circle“, der diese Frage thematisiert. Es ist eine Dystopie, die um das Ende des Privaten kreist, um das digitale Leben, das letztlich alles umfasst, und um die Macht eines Internetkonzerns, der die Welt verbessern möchte.</p>
<p>„Der Circle“ wurde in vielen Feuilletons besprochen und findet auch im Netz eine große Resonanz. Auf <a href="http://feinerbuchstoff.wordpress.com/2014/08/19/gutmensch-2-0/" target="_blank">feinerbuchstoff </a>wird der Roman zur Lektüre empfohlen. Er habe nicht die visionäre Kraft von Orwells „1984“, sei seiner Zeit also nicht vierzig Jahre voraus, sondern im Gegenteil: „Der Circle“ bezieht seinen Schrecken daraus, dass die dargestellte Zukunft so greifbar, so nahe sei. Es handle sich bei diesen Gefahren um eine neue Form des „Gutmenschentums“, die die Protagonistin im Roman nicht ablehnen dürfe. An der neuen Offenheit nicht teilzunehmen, ist ein Affront und wird sanktioniert. Das wäre entsprechend heute der „Zwang“ bei Facebook oder „Whatsapp“ dabei zu sein. Das digitale Angebot wird als Zwang erlebt.</p>
<p>Auch <a href="http://www.getidan.de/kritik/simone_meier/63640/dave-eggers-the-circle" target="_blank">Simone Meier</a> hebt diese Nähe zum Internet-Alltag hervor und sieht darin die Brisanz des Romans. Sie nennt „Der Circle“ das große Buch der „Netzparanoia“. Stimmig werde dargestellt, wie sich das Individuum im Umgang mit dem Internet verändere, wie es sich dort selbst vermarkte – und von dieser Vermarktung abhängig werde. Dabei sei der Roman ein leicht zu lesender, sogar lustiger Unterhaltungsroman.</p>
<p><a href="http://marenslangeweile.blogspot.de/2014/08/dave-eggers-der-circle.html" target="_blank">Marens Langeweile</a> sieht dagegen gerade die Nähe des Romans zu den aktuellen Debatten um Datenschutz und Privatsphäre als problematisch an. Mae Holland, die Hauptfigur, verhalte sich zu naiv. Die Risiken, die mit dem Ende des Privaten verbunden sind, werden doch bereits diskutiert. Warum weiß die Protagonistin nichts davon? Die Manipulationsversuche des „Circle“ seien deshalb viel zu durchschaubar, viel zu plump. Überraschungsmomente kämen nicht vor.</p>
<p>Noch viel deutlicher kritisiert <a href="http://herrlarbig.de/2014/08/12/so-ein-schlechter-roman-zu-dave-eggers-der-circle-the-circle/" target="_blank">Torsten Larbig</a> den Roman. „Der Circle“ spiele bloß mit den Ängsten der Menschen und reproduziere Klischees. Neue Erkenntnisse seien durch die Lektüre nicht zu gewinnen. Eggers mache es sich mit seiner Schreckensvision viel zu einfach, als laufe die Welt zwangsläufig auf diese Form des Totalitarismus zu. Bei Larbig verschiebt sich entsprechend der Fokus, er fragt sich, wie die Literaturkritik dazu komme, diesen Roman so zu loben? Ein Roman, der, was viele Kritiker erkannt hätten, in literarischer Hinsicht doch schlecht sei.</p>
<p>Aber der Roman trifft offenbar einen Nerv: Zum einen sind da die Ängste, die mit den neuen Medien, mit der Digitalisierung, mit dem Verlust der Privatsphäre zusammenhängen. Und vielleicht noch mehr entspricht die Kritik, die aus diesen Ängsten erwächst, und die Kritik an den großen Internet-Konzernen einem breiten Publikumsinteresse. Ob daraus fruchtbare Debatten um den digitalen Wandel der Gesellschaft werden, muss sich noch zeigen.</p>
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