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	<title>Blogumschau &#187; G7 &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Der Evangelische Kirchentag in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2015 09:34:27 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 7. Juni endete der Kirchentag in Stuttgart mit einem Abschlussgottesdienst vor fast 100.000 Menschen. Der Kirchentag war ein gewaltiges Ereignis, auf dem Protestanten ganz unterschiedlicher Prägung sich austauschten und zusammen feierten. So heterogen das Teilnehmerfeld, so unterschiedlich fallen die Impulse aus, die nun vom Kirchentag mitgenommen werden und die <a href=" http://blogumschau.de/2015/06/der-evangelische-kirchentag-in-stuttgart/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Juni endete der Kirchentag in Stuttgart mit einem Abschlussgottesdienst vor fast 100.000 Menschen. Der Kirchentag war ein gewaltiges Ereignis, auf dem Protestanten ganz unterschiedlicher Prägung sich austauschten und zusammen feierten. So heterogen das Teilnehmerfeld, so unterschiedlich fallen die Impulse aus, die nun vom Kirchentag mitgenommen werden und die weitere Debatten anstoßen sollen.</p>
<p>Die „Weltpolitik“ spielte eine Rolle auf dem Kirchentag, auch weil der G7-Gipfel in Elmau in solch zeitlicher Nähe zum Kirchentag stattfand und auch weil Angela Merkel und Thomas de Maizière am Kirchentag teilnahmen. De Maizière diskutierte öffentlich über den Datenschutz. Der Verein digitalcourage, berichtet auf dem <a href="https://digitalcourage.de/blog/2015/raus-aus-der-bubble-rauf-auf-den-kirchentag" target="_blank">eigenen Blog</a> über die Resolution, die de Mazière vorgelegt wurde. Auf dem Kirchentag hatte der Verein Unterschriften gesammelt und versucht, die evangelischen Christen für das Thema zu sensibilisieren.</p>
<p>Auf dem Blog <a href="http://feynsinn.org/?p=3766" target="_blank">feynsinn </a>ist zu diesem Thema eine Äußerung Merkels aufgespießt, die sie in ihrer Rede in Stuttgart fallenließ. Sie sagte: „Es kann auch nicht sein, dass die Bürger jedem Unternehmen ihre Daten geben, aber nicht dem Staat, der die Aufgabe hat, das Leben von 80 Millionen Menschen zu schützen.“ Diese Logik wird bei feynsinn mit einer Kinderlogik verglichen: Weil sich jemand nicht an die Regeln hält, brauche ich mich auch nicht daran halten. Die Gefahr, die über den 80 Millionen Menschen in Deutschland schwebe, sei zudem fiktiv und mache ihre Argumentation nur noch schlimmer.</p>
<p>Auch die Flüchtlingsproblematik wurde zu einem großen Thema des Kirchentags, wie bei <a href="http://blog.campact.de/2015/06/fluechtlingspolitik-politiker-beim-kirchentag-mit-saergen-ueberrascht/" target="_blank">Campact </a>zu lesen ist. Die Campact-Aktivisten brachten schwarze Särge auf die Bühne, auf der Entwicklungsminister Gerd Müller zuvor gestanden hatte. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie „Europas Grenzen töten!“ hoch.</p>
<p>Neben den großen politischen Themen spielte auch die Lokalpolitik eine Rolle. Der Pfarrer Martin Poguntke hielt <a href="http://s21-christen-sagen-nein.org/2015/06/06/rede-von-pfarrer-martin-poguntke-bei-der-kirchentags-kundgebung-aus-s21-klug-werden-oben-bleiben-am-6-juni-2015/#more-4092" target="_blank">eine Rede</a> anlässlich des Bauvorhabens „Stuttgart 21“ (S21). Der Tiefbahnhof, der für heftige Auseinandersetzungen gesorgt hatte, wird derzeit gebaut – verschiedene Aktionsbündnisse allerdings protestieren weiterhin dagegen. Poguntke sieht neben zahlreichen Problemen, die der Tiefbahnhof mit sich bringt, wie zum Beispiel mangelhafte Sicherheit oder die mögliche Zerstörung eines riesigen unterirdischen Mineralwasservorkommens, eine weitergehende symbolische Bedeutung des gigantischen Baus: S21 sei symptomatisch für Großprojekte, die für die Bevölkerung negative Auswirkungen hätten, und deren hauptsächlicher Sinn darin bestehe, Interessen der Wirtschaft zu bedienen, also öffentliche Gelder, so formuliert es Poguntke, in private Hände zu schleusen.</p>
<p>Persönliche Eindrücke werden auf dem Blog <a href="http://mightymightykingbear.blogspot.de/2015/06/martin-luther-grave-rotation-event-1st.html" target="_blank">Huhn meets Ei</a> geschildert. Der Artikel ist überschrieben mit „Martin Luther Grave Rotation Event“. Teuer und heiß fasst „Kingbear“ den Kirchentag zusammen. Es sei doch irritierend, wie sehr der Kirchentag selbst ein Geschäft sei, bei dem alles Geld kostete bis auf das Leistungswasser und gültige Eintrittskarten zu den Veranstaltungen peinlich genau kontrolliert wurden. Für die Stadt Stuttgart habe sich der Kirchentag jedenfalls mit Sicherheit gelohnt.</p>
<p>Am Ende des Kirchentags bleibt, wie auch am Ende des G7-Gipfels, vor allem die Hoffnung, dass auf die drängenden politischen Fragen bald Antworten gefunden werden. Wie der Kirchentag im Kleinen möglicherweise Anregungen gestiftet hat, Walter Jungbauer berichtet beispielsweise auf dem Blog <a href="http://alt-katholisch.net/2015/06/08/lima-liturgie-auf-dem-kirchentag-in-stuttgart-ruckblick-mit-bildern/" target="_blank">Alt-Katholisch</a> von einem ökumenischen Gottesdienst, lässt sich dagegen kaum nachvollziehen.</p>
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		<title>Reaktionen auf den G7-Gipfel im bayerischen Elmau</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2015 07:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[jwalter]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Putin]]></category>

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		<description><![CDATA[Das bayerische Elmau befindet sich seit Tagen im Ausnahmezustand. Mit großem Aufwand wird das dort an diesem Wochenende stattfindende Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) – das sind die USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Italien, Frankreich und Japan – von der Öffentlichkeit und den erwarteten Protesten abgeschirmt. <a href=" http://blogumschau.de/2015/06/reaktionen-auf-den-g7-gipfel-im-bayerischen-elmau/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das bayerische Elmau befindet sich seit Tagen im Ausnahmezustand. Mit großem Aufwand wird das dort an diesem Wochenende stattfindende Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) – das sind die USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Italien, Frankreich und Japan – von der Öffentlichkeit und den erwarteten Protesten abgeschirmt. Bei vergangenen Gipfeltreffen war es immer wieder zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen, wie etwa in Genua (2001) oder in Heiligendamm (2007). Auch nach Elmau haben diverse – vornehmlich globalisierungskritische – Gruppen mobilisiert. Das abgelegene Hotel Schloss Elmau wurde nicht zuletzt deshalb als Austragungsort des diesjährigen G7-Gipfels gewählt, weil es für die Sicherheitskräfte verhältnismäßig gut abzuriegeln ist.<br />
Auf der Tagesordnung der G7-Staats- und Regierungschefs stehen in diesem Jahr unter anderem Gespräche über unterschiedliche internationale Krisenherde, den Zustand und die Zukunft der Weltwirtschaft und des Welthandels (Stichwort TTIP), der globale Klimaschutz, der Umgang mit globalen Seuchen oder die Frage, wie man auf das in den letzten Wochen und Monaten stark erhöhte Flüchtlingsaufkommen reagieren soll. Russland ist unter anderem wegen seiner Verwicklung in die Ukraine-Krise von dem Treffen ausgeschlossen.</p>
<p>Auf dem <a href="http://www.blog-der-republik.de/welttheater-auf-bayerischen-gipfeln-g7-treffen-mit-riesen-aufwand/" target="_blank">Blog der Republik</a> findet es Friedhelm Ost bedauerlich, dass man den russischen Präsidenten Wladimir Putin – trotz aller berechtigten Kritik und Skepsis – nicht zu dem Gipfeltreffen eingeladen hat. Man hätte die Chance nutzen sollen, um mit Putin über eine möglichst friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts zu sprechen. Aber auch ansonsten gebe es so viele drängende Probleme, die nun endlich gemeinsam angegangen werden müssten. Das all diese wichtigen politischen Themen von den wieder zu erwartenden Bildern von Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen in der öffentlichen Wahrnehmung überlagert zu werden drohen, veranlasst Ost zu der Anregung, zukünftige Gipfeltreffen am Besten auf einem Luxusdampfer auf hoher See abzuhalten.</p>
<p>Wolfgang Blaschka ärgert sich auf <a href="http://www.rationalgalerie.de/kritik/elmau-der-gipfel-der-verschwendung.html" target="_blank">Rationalgalerie</a> über die gigantische Geldverschwendung, die der G7-Gipfel und dessen Absicherung mit sich bringe. Für die sieben Staats- und Regierungschefs lasse man sich nicht lumpen. Auf 130 oder gar 359 Millionen Euro könnten sich die Kosten für das Gipfelwochenende insgesamt belaufen; in jedem Falle horrende Summen, wie Blaschka konstatiert. Die Abriegelung des Gipfels habe dabei nicht nur einen allzu hohen geldwerten Preis, auch die Einschränkung demokratischer Grundrechte – etwa des Demonstrationsrechts – sei als äußerst kritisch zu erachten.</p>
<p>Klaus Kelle kann sich über solche Zahlenspiele nur wundern. Woher nähmen die Kritiker nur diese Summen, fragt er auf <a href="http://denken-erwuenscht.com/der-berg-ruft/" target="_blank">Denken erwünscht</a>. Teuer sei ein solches Gipfeltreffen sicherlich, doch Schuld daran hätten doch die Protestierenden, die nur auf Krawalle aus seien. Genau das treibe die Kosten in die Höhe. Auch von der Kritik an der Ausladung Putins hält Kelle im Übrigen nicht viel. Man könne Putins völkerrechtswidriges Vorgehen in der Ukraine nicht einfach hinnehmen und tun, als sei nichts geschehen.</p>
<p>Auf <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/45/45078/1.html" target="_blank">Telepolis</a> ruft Urs Kleinert dazu auf, den G7-Gipfel am Besten einfach zu vergessen bzw. zu ignorieren. Das Treffen sei ein Anachronismus. Die an diesem Wochenende in Elmau zusammenkommenden sieben Staaten seien schon seit geraumer Zeit nicht mehr die allein maßgeblichen der Welt. Nicht zuletzt deren Unfähigkeit angemessen auf die jüngste globale Finanz- und Wirtschaftskrise zu reagieren, hätte dies offenkundig gemacht. Dass sich die Gruppe der Sieben immer noch anmaße, die Probleme für die Welt zu lösen, müsse für die anderen Länder doch lächerlich erscheinen. Die Protestierenden, die die G7 immer noch als eine Art Weltregierung wahrnehmen bzw. benennen, seien da fast schon kontraproduktiv. Da wäre es fast besser, so Kleinert, einfach gar nicht in Elmau zu demonstrieren. Damit könnte man den G7 eindrücklich zeigen, dass sie einfach nicht mehr von Bedeutung seien.</p>
<p>Wohl mehr als 30.000 Menschen demonstrierten am gestrigen Donnerstag in München gegen den G7-Gipfel. Was auch immer man von solchen oder ähnlichen Gipfel-Arrangements halten mag, zumindest aktivieren sie die Auseinandersetzung über globale politische Problemlagen und deren Bearbeitungsmodi.</p>
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