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	<title>Blogumschau &#187; Grexit &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Sinn und Unsinn des Referendums in Griechenland</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2015 08:15:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Verhandlungen zwischen den europäischen „Institutionen“ (ehedem „Troika“) bzw. der Euro-Gruppe und der griechischen Regierung um SYRIZA-Chef Alexis Tsipras, ist alles andere als arm an dramatischen Wendungen. Immer wieder wurde in den letzten Wochen das endgültige Scheitern der Gespräche angedroht, dann ging es doch irgendwie weiter, kurz darauf gerieten die <a href=" http://blogumschau.de/2015/07/sinn-und-unsinn-des-referendums-in-griechenland/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verhandlungen zwischen den europäischen „Institutionen“ (ehedem „Troika“) bzw. der Euro-Gruppe und der griechischen Regierung um SYRIZA-Chef Alexis Tsipras, ist alles andere als arm an dramatischen Wendungen. Immer wieder wurde in den letzten Wochen das endgültige Scheitern der Gespräche angedroht, dann ging es doch irgendwie weiter, kurz darauf gerieten die Verhandlungen dann erneut ins Stocken. Griechenland stemmt sich gegen die Weiterführung der bisherigen neoliberalen europäischen Spar-Agenda, von der die maßgeblichen Instanzen der EU jedoch nicht lassen wollen.<br />
Ende letzter Woche gab es dann wieder einen dramatischen Knalleffekt: Tsipras kündigte die Durchführung eines Referendums in Griechenland für den kommenden Sonntag an und brach gleichzeitig die bis dato laufenden Gespräche mit der Euro-Gruppe ab. Die griechische Bevölkerung soll über das jüngste Angebot der Griechenland-Gläubiger abstimmen. Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis werben nun offensiv für ein „Nein“ bei der Abstimmung. Varoufakis kündigte an, er werde von seinem Amt zurücktreten, wenn sich die Mehrheit der Griechen für ein „Ja“ entscheiden sollte. Mal wieder steht viel auf dem Spiel, für SYRIZA, Griechenland und Europa.</p>
<p>Auf seinem <a href="http://yanisvaroufakis.eu/2015/07/01/why-we-recommend-a-no-in-the-referendum-in-6-short-bullet-points/" target="_blank">Blog</a> gibt Varoufakis verschiedene Gründe an, warum die griechische Bevölkerung am Sonntag mit „Nein“ stimmen sollte. So hätten die griechischen Kreditgeber sich geweigert, den Griechen bei der Schuldenreduzierung entgegenzukommen. Stattdessen würden sie versuchen, die Schulden auf die Armen und Ärmsten abzuwälzen. Und das obwohl doch selbst der Internationale Währungsfond (IWF), die USA, viele andere Regierungen und auch diverse unabhängige Ökonomen erkannt hätten, dass die griechischen Schulden restrukturiert werden müssten. Was es bräuchte, sei ein stolzes Griechenland, das im Euro-Raum verbleiben, nun aber „Nein“ sagen müsse, um die griechischen Schulden neu (und mit neuem Selbstbewusstsein) verhandeln zu können.</p>
<p>Das sieht Pavlos Eleftheriadis, der der liberalen griechischen Oppositionspartei „To Potami“ nahesteht, auf <a href="http://britain-europe.com/2015/07/01/greece-voting-for-or-against-europe/" target="_blank">Britain &amp; Europe</a> ganz anders: Das Referendum sei eine Entscheidung für oder gegen Europa bzw. die Europäische Union, für den Euro oder für die Wiedereinführung der Drachme. Ganz egal, was Tsipras und Varoufakis auch intendieren mögen, ein „Nein“ am Sonntag würde von den europäischen Geldgebern als Abwendung von Europa und seinen Institutionen interpretiert werden. Der „Grexit“, also das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro, wäre kaum noch vermeidbar, ebenso das Ausscheiden aus der EU. Chaos drohe.</p>
<p>Auf <a href="http://www.deliberationdaily.de/2015/06/niederlage-der-politik/" target="_blank">Deliberation Daily</a> bemerkt Ariane, dass das Referendum eigentlich völlig unnötig sei. Durch ihren fulminanten Wahlerfolg hätte SYRIZA ein klares politisches Mandat und müsste sich nun keine neuerliche Bestätigung vom Volk holen. Für ihre Gegnerschaft zur Austeritätspolitik sei SYRIZA doch gewählt worden. Diese plötzliche Ansetzung des Referendums sei völlig überstürzt, es sei zudem ja noch nicht einmal klar, wofür oder wogegen man wirklich abstimmen solle. Auch die Euro-Gruppe und die „Institutionen“ stellten sich freilich nicht gerade clever an. Beide Seiten wollen sich um Entscheidungen und die Verantwortung am liebsten drücken und würden so der Politik- bzw. Politikerverdrossenheit der Menschen weiter Vorschub leisten.</p>
<p>Mark Schieritz skizziert auf <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/07/01/wie-aus-einem-nein-doch-noch-ein-ja-werden-koennte_8533" target="_blank">Herdentrieb</a> eine mögliche Lesart der inneren Logik des angesetzten Referendums. Es sei schon paradox: Am Sonntag solle über etwas abgestimmt werden, das gar nicht mehr auf dem Tisch liege, nämlich das letzte Angebot der Griechenland-Gläubiger. Darum gehe es nämlich, nicht um eine Befürwortung oder Ablehnung der europäischen Austeritätspolitik an sich oder um den Verbleib oder das Ausscheiden aus der Eurozone, wie dies oftmals – auch von der deutschen Regierung – behauptet würde. Möglicherweise tappten die europäischen Gläubiger, die das Referendum in dieser Weise hochstilisiert hätten, in eine von Tsipras und Varoufakis ausgelegte Falle. Letztere könnten dann gestärkt weiterverhandeln.</p>
<p>Das sei schon ganz schön clever, so Frank Lübberding auf <a href="http://www.wiesaussieht.de/2015/07/02/hegel-fuer-syriza/" target="_blank">Wiesaussieht</a>, zumindest dann, wenn SYRIZA dazu in der Lage sei, das eigene Vorgehen hegelianisch durchzudeklinieren. Sie könnte ihr Missfallen gegenüber dem „neoliberalen Weltgeist“ kundtun und zugleich an den Verhandlungstisch zurückkehren, um sogar noch weitere Zugeständnisse zu machen als bisher. Doch ob SYRIZA wirklich derartig am deutschen Philosophen Hegel geschult sei, davon ist Lübberding nicht nachhaltig überzeugt.</p>
<p>Am Sonntag wird es wohl nicht zum endgültigen Showdown kommen, auch wenn ein solcher von verschiedenen Seiten beschworen und von manchen gar herbeigewünscht wird. In jedem Falle wird es spannend zu beobachten, was beide Seiten mit dem Ergebnis des Referendums anzufangen versuchen werden.</p>
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		<title>Ein griechischer Scheinriese? Zu den Verhandlungen der Institutionen mit Griechenland</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 08:30:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie sich die Bilder gleichen. Wieder verhandeln die Vertreter der Institutionen, die früher Troika genannt wurde, mit den griechischen Regierungsvertretern. Griechenland soll tiefgreifende Strukturreformen durchführen – vorgesehen sind harte Einschnitte bei den Renten, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, Privatisierungen etc. –, um seine horrenden Schulden einzudämmen bzw. abzubauen und ökonomisch wieder <a href=" http://blogumschau.de/2015/06/ein-griechischer-scheinriese-zu-den-verhandlungen-der-institutionen-mit-griechenland/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_979" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/06/Scheinriesen.jpg"><img class="size-full wp-image-979" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/06/Scheinriesen.jpg" alt="&quot;Scheinriesen?&quot; von Pirapakar Kathirgamalingam." width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Scheinriesen?&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam.</p></div>
<p>Wie sich die Bilder gleichen. Wieder verhandeln die Vertreter der <em>Institutionen</em>, die früher <em>Troika</em> genannt wurde, mit den griechischen Regierungsvertretern. Griechenland soll tiefgreifende Strukturreformen durchführen – vorgesehen sind harte Einschnitte bei den Renten, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, Privatisierungen etc. –, um seine horrenden Schulden einzudämmen bzw. abzubauen und ökonomisch wieder auf die Beine zu kommen. Die <em>Institutionen</em> setzen auf rigide Sparauflagen, halten also an ihrer bisherigen Austeritätspolitik weitestgehend fest. Viele dieser Reformvorgaben stehen diametral dem entgegen, womit der linke griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Ende letzten/Anfang diesen Jahres erfolgreich seinen Wahlkampf bestritten hatte. Er und seine Partei SYRIZA wollten das europäische „Spardiktat“ beenden und einen Schuldenschnitt erwirken. Dementsprechend kontrovers und schwierig verliefen (und verlaufen) die Verhandlungen mit den europäischen <em>Institutionen</em>.<br />
Doch hier unterscheiden sich die Bilder inzwischen auch von denjenigen der jüngeren Vergangenheit: Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis waren ihr schwieriges Vorhaben zunächst fulminant angegangen, reisten selbstbewusst und unkonventionell durch Europas Hauptstädte, um für ihr Anliegen zu werben. Nicht wenige sahen eine Wende in der europäischen Austeritätspolitik eingeläutet. Dieser Elan scheint verflogen, Tsipras musste im Zuge der Verhandlungen mit den <em>Institutionen</em> viele Kompromisse eingehen und Zugeständnisse an diese machen. Einige sprachen in diesem Zusammenhang von einer „Zähmung“ Tsipras’. Sinnbild hierfür ist vielleicht ein Foto, das Jean-Claude Juncker zeigt, wie er fast schon väterlich Tsipras’ Wange tätschelt. Doch noch ist keine Übereinkunft erzielt, die Verhandlungen stehen dem Vernehmen nach Spitz auf Knopf.</p>
<p><a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/06/25/breaking-greece/?_r=0" target="_blank">Paul Krugman</a> kann es gar nicht fassen, was die <em>Institutionen</em> da derzeit mit Griechenland veranstalten würden. Die griechischen Reformvorschläge, die viele Zugeständnisse an die <em>Institutionen</em> beinhalten, würden vom Internationalen Währungsfond (IWF) ziemlich rüde abgelehnt. Geht es den <em>Institutionen</em> nur darum, die Griechen zu brechen, fragt Krugman, denn eine konstruktive Politik, die die verfahrene Situation voranbringe, betrieben sie nicht. Wenn es zum „Grexit“, also dem Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro, kommen sollte, dann sei dieser vom IWF und den <em>Institutionen</em> so gewollt und herbeigeführt.</p>
<p>Eric Bonse spricht auf <a href="http://lostineu.eu/wie-athen-weich-gekocht-wurde/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29" target="_blank">Lost in EUrope</a> davon, dass die <em>Institutionen</em> Griechenland in den letzten Wochen und Monaten ganz kalkuliert weichgekocht hätten. Sie hätten die Lage immer wieder (beinahe) eskalieren lassen, um Druck auszuüben und Tsipras zu zermürben. Tsipras sei wiederholt, so Bonse auch in einem <a href="http://lostineu.eu/tsipras-laesst-sich-vorfuehren/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29" target="_blank">anderen Artikel</a>, vorgeführt worden bzw. habe sich auch vorführen lassen.</p>
<p>Das sieht Friedhelm Ost ganz anders. Auf dem <a href="http://www.blog-der-republik.de/poker-auf-dem-olymp-noch-ist-griechenland-nicht-gerettet/" target="_blank">Blog der Republik</a> schreibt er, dass Tsipras und Varoufakis sich in den letzten Wochen und Monaten unsäglich aufgeführt hätten. Dreist, unverfroren und undankbar seien sie mit denjenigen in Europa umgesprungen, die ihnen doch helfen wollten. Der europäischen Idee hätten sie damit nachhaltig geschadet. Dennoch würde Griechenland wohl auch dieses Mal wieder kurzfristig gerettet, so Ost. Doch dies sei eigentlich nur mäßig sinnvoll; es verschaffe nur wieder etwas mehr Zeit, löse aber nicht die Probleme. Besser wäre es vielleicht, wenn nun ein richtiger Ruck durch Griechenland gehen würde, in dessen Folge endlich wirksame Reformen eingeleitet würden.</p>
<p>In eine ähnliche Richtung zielt auch Oliver Marc Hartwich, der auf der <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gefangen_in_der_hellenischen_endlosschleife" target="_blank">Achse des Guten</a> die ewige Wiederkehr des Gleichen bei den Verhandlungen zwischen Griechenland und den <em>Institutionen</em> kritisiert. Immer sei es hier die gleiche Spirale von Eskalation, Verhandlung, Kompromiss, Eskalation usw. Das Drama würde so auf Dauerschleife gestellt. Das dritte Rettungspaket für Griechenland scheine schon am Horizont auf, wo das zweite gerade noch verhandelt wird. Anstatt die wirklichen Problemursachen der Krise anzugehen, würde immer nur an den Symptomen herumgedoktert. Wirklich helfen würde nur ein wirklicher Schnitt, so Hartwich: der griechische Staatsbankrott, das Ausscheiden aus der Eurozone und die Einführung einer eigenen, abgewerteten Währung, die das Land wieder wettbewerbsfähig machen könnte.</p>
<p>Wer glaube, dass mit dem griechischen Staatsbankrott die Sache dann vorbei sei, der täusche sich gewaltig, so Claus Vogt auf <a href="http://www.geolitico.de/2015/06/22/griechenland-ist-erst-der-anfang/" target="_blank">Geolitico</a>. Es handle sich mitnichten um einen für sich alleine dastehenden Einzelfall. Vielmehr kämen in den nächsten Jahren eine ganze Reihe weiterer Staatsbankrotte auf uns zu, womit zugleich das jetzige Weltwährungssystem vor dem Aus stünde. Weltweit befänden sich die Staaten in der Schuldenfalle und die Frage sei nur noch, wie lange sich der Zusammenbruch noch hinauszögern lasse.</p>
<p>Auch Gérard Bökenkamp stellt auf dem <a href="http://blog.openeuropeberlin.de/2015/06/es-gibt-wichtigeres-als-griechenland-im.html" target="_blank">Open Europe Berlin-Blog</a> auf einen größeren Zusammenhang ab, der bei der fast ausschließlichen Fixierung auf Griechenland völlig aus den Augen zu geraten drohe. Nicht Griechenland stelle derzeit das alleinige oder auch nur größte Problem dar. Auch das bedingungslose Festhalten am (eigentlich gescheiterten) Projekt Euro sollte nicht das Einzige sein, worum sich die Europäische Union kümmere. Was sei etwa mit Afrika, Osteuropa oder der Weiterentwicklung des europäischen Binnenmarktes? Hier entscheide sich die Zukunft des europäischen Projekts, doch durch die Fokussierung auf Griechenland würde die Beschäftigung mit diesen Themen blockiert.</p>
<p>Entscheidet sich an Griechenland das Schicksal der Europäischen Union? Oder ist Griechenland vielleicht nur eine Art „Scheinriese“, der viel Aufmerksamkeit und Aktivität auf sich zieht, weil er am Horizont äußerst bedrohlich erscheint, bei nahem Besehen aber auf Normalgröße schrumpft?</p>
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		<title>Nach dem Showdown – Zur Debatte über die griechischen Reformbemühungen nach dem Brüsseler Schuldengipfel</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 08:25:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag kam es in Brüssel zum großen Showdown zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe. Verhandelt wurde über die Verlängerung der Hilfszahlungen aus dem EU-Rettungsfonds an Griechenland, die ansonsten bald ausgelaufen wären. Die neue griechische Regierung will die von der sogenannten „Troika“ (die jetzt unter dem Namen „die Institutionen“ firmiert) <a href=" http://blogumschau.de/2015/02/nach-dem-showdown-zur-debatte-ueber-die-griechischen-reformbemuehungen-nach-dem-bruesseler-schuldengipfel/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Freitag kam es in Brüssel zum großen Showdown zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe. Verhandelt wurde über die Verlängerung der Hilfszahlungen aus dem EU-Rettungsfonds an Griechenland, die ansonsten bald ausgelaufen wären. Die neue griechische Regierung will die von der sogenannten „Troika“ (die jetzt unter dem Namen „die Institutionen“ firmiert) beförderte neoliberale Austeritätspolitik so nicht länger fortführen. Sie strebt andere, „sozial verträgliche“ Wege aus der (Schulden-) Krise an, die sie selbst – aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen und der zunehmenden Verarmung vieler Menschen in Griechenland – auch als eine „humanitäre Krise“ beschreibt. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und einige andere Vertreter der Euro-Gruppe zeigten sich jedoch nur wenig kompromissbereit und pochten streng auf die Weiterführung des eingeschlagenen Spar- und Reformkurses.<br />
Viele Nachrichtenportale schalteten letzten Freitag Live-Ticker, um möglichst minutengenau über die sich zuspitzende Lage der Krisengespräche berichten zu können. Nicht wenige erwarteten den großen Knall – doch dieser blieb aus. Beide Seiten einigten sich schlussendlich auf eine Verlängerung der Hilfszahlungen um vier Monate. Griechenland sollte dafür eine Liste mit konkreten Reformmaßnahmen ausarbeiten. Diese wurde den Euro-Finanzministern zu Beginn der Woche vorgelegt. Viele der in dem Reformprogramm aufgeführten Punkte sind an die bisherige Austeritätspolitik angelehnt, die von der konservativen griechischen Vorgängerregierung ausgehandelt worden war. Gegen Ende des Programms finden sich dann einige Maßnahmen, mit denen den akut in Not geratenen Menschen geholfen werden soll. Zudem werden Schritte angekündigt, mit denen die Korruption bekämpft und eine sozial gerechtere und effektivere Steuererhebung ermöglicht werden soll. Ein Kompromiss also.<br />
Die Euro-Gruppe hatte relativ schnell Zustimmung zu dem Reformprogramm signalisiert, das nun weiter ausgearbeitet und konkretisiert werden muss. Schlussendlich müssen die nationalen Parlamente zustimmen. Am morgigen Freitag wird der deutsche Bundestag über die Haltung gegenüber der griechischen Reformvorlage debattieren.</p>
<p>Beide Verhandlungsseiten versuchten den Ausgang des Brüsseler Gipfels als Erfolg für sich zu reklamieren. Ministerpräsident Alexis Tsipras sprach mit martialischen Worten davon, dass zwar eine Schlacht gewonnen worden sei, der Krieg aber noch lange nicht. Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Verhandlungen? Gibt es überhaupt welche?</p>
<p>John Quiggin fragt sich auf <a href="http://crookedtimber.org/2015/02/24/who-blinked/" target="_blank">Crooked Timber</a>, wer denn letztendlich mehr Kompromisse eingegangen sei. Er findet, dass dies die „Troika“ gewesen sei. Sie stimmte den erneuten Hilfszahlungen zu und hätte es der griechischen Regierung darüber hinaus gestattet, an vielen ihrer Wahlversprechen festzuhalten und die bisherige Austeritätspolitik durch Reformschritte nach eigenem Gusto zu ersetzen (bzw. zu ergänzen). Warum kam es dazu? Quiggin mutmaßt, dass es die „Troika“ – oder zumindest Teile davon – überrascht haben könnte, dass die neue griechische Regierung anscheinend zu allem bereit gewesen sei, auch zum Rauswurf aus dem Euro. Schäuble, der ja recht unverhohlen mit eben diesem „Grexit“ gedroht hatte, hätte dafür allem Anschein nach keinen Rückhalt vom Internationalen Währungsfond und der Europäischen Zentralbank bekommen. Beide Institutionen hatten sich in der jüngeren Vergangenheit zumindest teilweise von den harten Sparauflagen distanziert. Auch wenn dies noch recht spekulativ sei, könnte es ein Indiz dafür sein, dass sich die Stimmungslage gegen die Austeritätspolitik wende, meint Quiggin.</p>
<p>Das sieht Andreas Wehr ganz anders. In seinem Beitrag auf <a href="http://le-bohemien.net/2015/02/24/nichts-als-illusion/" target="_blank">le Bohémien</a>, der zuvor in der <em>jungen Welt</em> erschienen ist, stellt er fest, dass Griechenland die Bedingungen für die Verlängerung der Hilfszahlungen doch von der Euro-Gruppe diktiert bekommen habe . Griechenland stehe weiterhin unter der Aufsicht der „Troika“ und müsste sich alle Reformschritte von dieser abnicken lassen. Die gegen die neoliberale Austeritätslogik gerichteten Sofortmaßnahmen der griechischen Regierung seien damit wohl Makulatur. Vielleicht gewähre die „Troika“ Griechenland ja ein paar kleinere Sozialmaßnahmen, dennoch bleibe es ganz vom Gutdünken seiner austeritätsfixierten Geldgeber abhängig. Ein Ende der Austeritätspolitik sei nicht in Sicht, so Wehr. Ganz im Gegenteil.</p>
<p><a href="http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/grexit-alternativen-zur-alternativlosigkeit/" target="_blank">Roland Tichy</a> kann es gar nicht fassen, dass man der griechischen Regierung weiter finanziell unter die Arme greift. Die vorgelegten griechischen Reformvorschläge seien doch ganz überwiegend ein Witz, so Tichy. Die Korruption und Steuerflucht hätte man schon vor fünf Jahren bekämpfen wollen und nichts sei geschehen. Der fällige „Grexit“ werde mit der Bewilligung weiterer europäischer Gelder nur hinausgezögert, nicht verhindert. Die eigentlichen Probleme würden zudem gar nicht in Angriff genommen: Wenn Griechenland im Euro bleibe, könne sich die griechische Wirtschaft nie und nimmer erholen. Im Gegenteil: alles würde nur noch schlimmer – für Griechenland und Europa.<br />
Und dennoch wird der Deutsche Bundestag dem Hilfspaket mit großer Mehrheit – und über alle Parteigrenzen hinweg – zustimmen, da ist sich Tichy mit den meisten anderen Beobachtern einig.</p>
<p>Dass das aber vielleicht gar nicht so einfach zu entscheiden ist, verdeutlicht ein exemplarischer Blick auf den Blog der LINKEN-Bundestagsabgeordneten <a href="http://blog.wawzyniak.de/was-tun/" target="_blank">Halina Wawzyniak</a>. Sie ist sich unsicher, wie sie sich entscheiden soll: Sie sei gegen die Austeritätspolitik, für die die „Troika“ doch bisher stand. Sie wolle weder eine griechische Staatspleite noch den „Grexit“. Zudem wolle SYRIZA ja anscheinend selbst die Fortsetzung der Hilfszahlungen. Da dürfte man nun nicht unsolidarisch sein, gerade als LINKE. Vielleicht könne Griechenland ja eine „Anti-Austeritätspolitik“ entwickeln; doch reichen dafür vier Monate aus? Und soll man für diese Hoffnung dem von der „Troika“ erwirkten Beschluss zustimmen, obwohl man der „Troika“ immer wieder eine mangelnde demokratische Legitimation vorgeworfen hatte? Eine Zwickmühle.</p>
<p>Die Diskussion um den Umgang mit Griechenland nimmt bisweilen sehr emotionale, teilweise auch geradezu bizarre Züge an. Und das nicht nur in der Politik, sondern auch in den Medien. Die BILD-Zeitung tue sich dabei wieder besonders unrühmlich hervor, wie <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20565/schock-griechenlands-radikalos-naked-bike-rider-regierung-haelt-frist-ein/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a> feststellt. Sie streue wider besseren Wissens Falschinformationen, etwa zum Versand des griechischen Briefs mit den Reformvorschlägen, oder hetze gegen die „Griechen-Raffkes“ oder die „Radikalos-Regierung“. Ein äußerst feindseliger und besorgniserregender Tonfall herrsche da vor. Bei all der Aufregung und Ereiferung über <em>diese Griechen</em> falle dann wohl gar nicht mehr auf, dass man Tsipras vorwirft, dass er sich in seinem Handeln ganz vorwiegend dem griechischen Volk verpflichtet fühle. Eigentlich eine demokratische Selbstverständlichkeit.</p>
<p>Nach dem Showdown, so könnte man sagen, ist vor dem Showdown. Egal wie es nun weitergehen mag, die Krise in Griechenland wird sich nicht einfach so in Luft auflösen. Ein bisschen Zeit ist gewonnen, die aber nicht einfach nur dazu genutzt werden sollte durchzuschnaufen, sondern vielmehr dazu, miteinander konstruktive Wege aus der Krise zu diskutieren und dann auch in die Wege zu leiten. Sonst ist man in vier Monaten wieder dort angelangt, wo man am vergangenen Freitag bereits war.</p>
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		<title>Alles nur ein Spiel? Die Verhandlungen zwischen der Euro-Gruppe und Griechenland</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2015 08:16:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Rien ne vas plus – nichts geht mehr? Die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe Anfang dieser Woche in Brüssel wurden ergebnislos abgebrochen. Sie drohen vollends zu scheitern, sollte Griechenland bis Freitag nicht einlenken. Griechenland will das demnächst auslaufende – und mit vielen harten Sparauflagen versehene – EU-Hilfsprogramm (so) nicht <a href=" http://blogumschau.de/2015/02/alles-nur-ein-spiel-die-verhandlungen-zwischen-der-euro-gruppe-und-griechenland/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rien ne vas plus – nichts geht mehr? Die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe Anfang dieser Woche in Brüssel wurden ergebnislos abgebrochen. Sie drohen vollends zu scheitern, sollte Griechenland bis Freitag nicht einlenken. Griechenland will das demnächst auslaufende – und mit vielen harten Sparauflagen versehene – EU-Hilfsprogramm (so) nicht fortführen. Es hält die von der sogenannten EU-Troika beförderte neoliberale Austeritätspolitik, die den in die Krise geratenen europäischen Staaten helfen soll wieder auf die Beine zu kommen, für gescheitert und möchte einen anderen Weg gehen. Die Euro-Finanzminister geben sich bisher nur wenig kompromissbereit und pochen – wie etwa Wolfgang Schäuble – auf die Fortführung der eingeleiteten Reformschritte. Steht der „Grexit“, also das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro, unmittelbar bevor? Und wer ist Schuld am Verhandlungsabbruch zu Beginn dieser Woche?</p>
<p>Mark Schieritz tendiert auf <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/02/17/wer-ist-schuld-griechengau_8143" target="_blank">Herdentrieb</a> dazu, die EU für das Scheitern der Gespräche verantwortlich zu machen. Demnach kursierten zwei Dokumente während der Brüssler Verhandlungen, die sich in der Wortwahl folgenschwer unterschieden. Der Verlängerung des „current loan agreement“, wie es in einem Entwurf von EU-Währungskommissar Pierre Moscovici zunächst ausgedrückt wurde, hätte Griechenland gesichtswahrend zustimmen können. Dann hätten beide Seiten mehr Zeit gewonnen. Doch diese Vorlage wurde zurückgezogen. In dem daraufhin von den EU-Finanzministern vorgelegten Papier war dann von einer „technical extension of the current programme“ die Rede. Diese Formulierung sei für die neue griechische Regierung nicht hinnehmbar gewesen, so Schieritz, schließlich war die Beendigung des Hilfsprogramms eines der zentralen Wahlkampfthemen Alexis Tsipras’ gewesen.</p>
<p>Auch <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/02/16/athenae-delenda-est/" target="_blank">Paul Krugman</a> findet, dass Tsipras der (re-) modifizierten Vorlage der Euro-Finanzminister unter keinen Umständen hätte zustimmen können. Er fragt sich, was sich diese wohl mit der Vorlage des Papiers gedacht hätten. Krugman glaubt weniger an ein Missgeschick, als vielmehr daran, dass die Finanzminister an Griechenland ein Exempel für diejenigen EU-Länder statuieren wollen, die sich ebenfalls hinsichtlich der Austeritätspolitik wankelmütig zeigen. Man habe sich entschieden, Griechenland über die Klippe springen zu lassen, so Krugman, um zu verdeutlichen, dass man unter keinen Umständen bereit sei von der eigenen Politik abzuweichen.</p>
<p>In eine ähnliche Richtung argumentiert <a href="http://stuetzle.cc/2015/02/griechenland-naechste-ausfahrt-grexit/trackback/" target="_blank">Ingo Stützle</a>, der von einer „disziplinierenden Politik“ gegenüber Griechenland spricht, die insbesondere von Deutschland vorangetrieben werde. Wenn man Griechenland Zugeständnisse bei der Sparpolitik machen würde, könnte man diese auch anderen EU-Staaten, die ebenfalls schwer von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeutelt wurden, wohl kaum verwehren. Deutschland drohe Griechenland mit dem „Grexit“, um es bei der neoliberalen Stange zu halten – und damit auch alle anderen EU-Staaten, die die Sparpolitik zu kritisieren wagen.<br />
Eigentlich ist ein Ausscheiden eines Staates aus dem Euro rechtlich nicht vorgesehen oder geregelt. Doch was würde passieren, wenn es schlussendlich zum „Grexit“ kommen sollte? Stützle versucht das Szenario durchzuspielen, kommt aber zu dem Schluss, dass die Folgen nicht wirklich absehbar sind. Die USA hätten Lehman Brothers unter ähnlichen Voraussetzungen fallen gelassen. Zumindest die Konsequenzen daraus, sind uns heute bekannt.</p>
<p>Wäre der „Grexit“ mit unabsehbar hohen Kosten für Deutschland verbunden, wie viele argumentieren und muss er deswegen verhindert werden?<br />
<a href="http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/die-7-irrtuemer-der-griechischen-politik/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=die-7-irrtuemer-der-griechischen-politik" target="_blank">Roland Tichy</a> sieht das nicht so. Vor fünf Jahren wäre die Verhinderung des griechischen Ausscheidens aus dem Euro vielleicht noch ökonomisch sinnvoll gewesen, um einer drohenden Finanzkrise vorzubeugen. Heute sei dem nicht mehr so, Griechenland für Deutschland ökonomisch einfach zu unbedeutend. Die 80 Milliarden Euro, die Deutschland bei einem „Grexit“ verloren gingen, seien zwar ärgerlich, fielen aber nicht übermäßig ins Gewicht. Sie wären wohl ohnehin nie zurückgezahlt worden. Tichy rät also zum „Grexit“, auf den sich ohnehin schon die Mehrzahl der Griechen eingestellt hätte, die derzeit ihre Bankkonten leer räumen würden. Befürchten tut Tichy aber viel eher, dass sich Europa von Griechenland erpressen lassen wird und dann insbesondere Deutschland die hohen Folgekosten mehr oder weniger alleine tragen müsste.</p>
<p>Ist das alles vielleicht nur eine Art Spiel? Die Drohung mit dem Ausschluss Griechenlands. Das „rebellische“, geradezu filmreife, Auftreten der neuen griechischen Regierung, die nicht zurückweichen will – und dann vielleicht doch in allerletzter Sekunde Zugeständnisse macht, wie es sich derzeit andeutet. Ein Schauspiel also, für die jeweils eigene – deutsche bzw. griechische – Bevölkerung? Im Moment beherrschen jedenfalls Spielmetaphern die Berichterstattung über die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe. Da wird „gepokert“, „gereizt“ und „geblufft“. Oder es wird spekuliert, ob eine der Verhandlungsseiten noch „ein Ass im Ärmel“ hat. Dieser Sprachgebrauch ist bei der Beschreibung (politischer) Verhandlungen durchaus üblich.</p>
<p>Dass eines der akademischen Spezialgebiete des neuen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis ausgerechnet die Spieltheorie ist, die sich mit der Kalkulation von Aus- und Verhandlungssituationen und den dabei zu erwartenden Ergebnissen beschäftigt, passt da für viele gut ins Bild.<br />
Stefan L. Eichner interpretiert auf <a href="http://www.geolitico.de/2015/02/18/das-spiel-des-griechen-varoufakis/" target="_blank">Geolitico</a> Varoufakis’ Verhandlungstaktik vor dem Hintergrund dessen ausgewiesener Kenntnisse der Spieltheorie. Es scheine, als ob Varoufakis ein Spiel initialisiere, dessen Verlauf und Ergebnis er gerade dadurch in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken versuche, dass er die Gegenseite im Unklaren über das wirkliche griechische Anliegen lasse. Doch ob das Spiel tatsächlich wie von Varoufakis gewünscht verlaufe und ausgehe, das sei alles andere als gewiss, so Eichner. Den Praxistest habe die Spieltheorie noch nicht bestanden.</p>
<p>Varoufakis selbst merkte in einem aktuellen Beitrag in der „New York Times“ an, dass die Spieltheorie auch ihre Defizite und blinden Flecken habe. Henry Farrell erläutert dies auf <a href="http://www.washingtonpost.com/blogs/monkey-cage/wp/2015/02/16/why-greeces-finance-minister-denies-that-hes-a-game-theorist/" target="_blank">Monkey Cage</a> etwas eingehender und verdeutlicht zugleich, wie schwierig zu kalkulieren politische Verhandlungen oftmals sind.<br />
Man darf auf die nächsten Spielzüge gespannt sein, spätestens am morgigen Freitag müssen sich die Parteien (neu?) positionieren.</p>
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