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	<title>Blogumschau &#187; Uli Hoeneß &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Gestörtes Gerechtigkeitsempfinden: Uli Hoeneß ist Freigänger</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2015 08:20:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang des Jahres ist Uli Hoeneß ein so genannter Freigänger, das heißt, er verbringt die Nächte in der Justizvollzugsanstalt und geht am Tage einer Arbeit nach. Er übernimmt ab sofort eine Aufgabe im Jugendbereich des FC Bayern München. Sein Büro hat er offenbar bereits wieder bezogen. Ist das gerecht? <a href=" http://blogumschau.de/2015/01/gestoertes-gerechtigkeitsempfinden-uli-hoeness-ist-freigaenger/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_693" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/01/Zum-Abschied.jpg"><img class="wp-image-693 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2015/01/Zum-Abschied.jpg" alt="Zum Abschied" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Ein Dankeschön&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam</p></div>
<p>Seit Anfang des Jahres ist Uli Hoeneß ein so genannter Freigänger, das heißt, er verbringt die Nächte in der Justizvollzugsanstalt und geht am Tage einer Arbeit nach. Er übernimmt ab sofort eine Aufgabe im Jugendbereich des FC Bayern München. Sein Büro hat er offenbar bereits wieder bezogen.</p>
<p>Ist das gerecht? Nach nur sieben Monaten Haft bekommt er Freigang. Und die Weihnachtstage durfte er schon bei seiner Familie verbringen. Ist das die Vorzugsbehandlung eines Prominenten?</p>
<p>Hoeneß, der sich vor allem in seiner Zeit als Manager des FC Bayern München immer wieder durch „klare Ansagen“ ins Gespräch brachte, wird nun besonders genau beobachtet. Er hatte selbst teilweise hohe moralische Ansprüche an Personen des öffentlichen Lebens geäußert, besonders seine Aussagen über Christoph Daums Kokain-Konsum sind in Erinnerung geblieben. Nun wird sein Leben von der Öffentlichkeit beurteilt.</p>
<p><a href="http://wertesehnsucht.wordpress.com/2015/01/03/justiz-freigang-von-hoenes/" target="_blank">Frank Bilstein</a> wirft zunächst einen Blick auf die Rechtslage in Bayern: Wann ist Freigang eigentlich angebracht? Zu welchem Zeitpunkt der Haftstrafe kann diese durch Freigang erleichtert werden? Bilstein recherchiert, dass Freigang grundsätzlich erteilt werden kann, wenn die Haftstrafe nicht mehr länger als 18 Monate dauert. Hoeneß hat allerdings erst sieben Monate im Gefängnis verbracht und noch mehr als 30 Monate vor sich, selbst wenn aufgrund guter Führung seine Haftstrafe deutlich verkürzt wird, gilt diese Regel für ihn also nicht. Allerdings existiert eine Ausnahmeregelung für den Freigang, so dass juristisch – wie auch nicht anders zu erwarten – alles in Ordnung ist. Moralisch ist das Vorgehen für Bilstein jedoch fragwürdig, da von der Verurteilung, 3,5 Jahre Haft, kaum etwas übrig bleibe. Das werfe ein schlechtes Licht auf die Justiz, denn das Urteil wird anscheinend gar nicht tatsächlich vollstreckt, sondern nur in einer deutlich abgeschwächten Form.</p>
<p>Einen anderen irritierenden Aspekt des Freigangs entdeckt <a href="http://zynischerbastard.wordpress.com/2015/01/03/fc-bayern-sammelbecken-fr-verbrecher-iii/" target="_blank">zynischerbastard</a>: Für eine Haftvollzugslockerung kommen, nach seiner Recherche, Personen nicht in Frage, die „suchtgefährdet“ seien. Hoeneß gab selbst an, er sei „spielsüchtig“ gewesen. Laut eigener Angabe sei er davon mittlerweile geheilt, allerdings wirft zynischerbastard das Problem zu Recht auf, ob solch eine Sucht in diesem Zusammenhang nicht gelte, ob allein Drogensucht gemeint sei, und Uli Hoeneß eben nicht in dieses Bild eines Süchtigen passe.</p>
<p>Besonders problematisch sei es zudem, dass Hoeneß ausgerechnet in der Jugendabteilung eine Arbeit bekomme. Auch der Brasilianer Breno, der wegen Brandstiftung verurteilt wurde, begann während der Lockerung des Vollzugs in der Jugendabteilung des FC Bayern München. Welche Vorbilder werden damit den Jugendlichen gegeben?</p>
<p><a href="https://form7.wordpress.com/2015/01/04/das-hoenes-syndrom/" target="_blank">Gerhard Mersmann</a> hält die gesamte Causa Hoeneß für ungerecht. Die Rechtsprechung müsste seiner Ansicht nach verändert werden, wenn hier alles rechtens gewesen sei. Es gehe im Fall Hoeneß nicht um dessen Verdienste als Manager der FC Bayern München. Wenn in manchen Diskussionen Hoeneß mit Blick auf diese Leistungen moralisch vollständig rehabilitiert werden soll, dann werde etwas durcheinandergebracht. Die Rechtsprechung habe dafür zu sorgen, dass die Institutionen des Staates und das Volk Angriffe unbeschadet überstehen, nicht das Bild einer öffentlichen Person vor Kratzern zu bewahren. Mersmann deutet an, dass das Recht durch mächtige Lobbys gebeugt werde.</p>
<p>Der Fall Uli Hoeneß erregt viele Menschen, nicht allein aus Sensationsgier, sondern weil sich hier beispielhaft zeigt, inwieweit vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind – oder eben nicht. Das Gerechtigkeitsempfinden vieler Beobachter ist durch die aktuelle Haftlockerung gestört. Ob das in der Zukunft einmal politische Konsequenzen haben wird, wird sich zeigen.</p>
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		<title>Der Fall &#8220;Uli Hoeneß&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2014 13:36:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Medienecho ist enorm. Der Fall Uli Hoeneß beschert Auflagen, Zuschauer und Klicks. Kein Wunder also, dass immer weiter berichtet wird. Heute gab die Staatsanwaltschaft die Entscheidung bekannt, dass sie nicht in Revision gegen das vom Landgericht München verhängte Urteil gehen wird. Auch das musste – so oder so – <a href=" http://blogumschau.de/2014/03/der-fall-uli-hoeness/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medienecho ist enorm. Der Fall Uli Hoeneß beschert Auflagen, Zuschauer und Klicks. Kein Wunder also, dass immer weiter berichtet wird. Heute gab die Staatsanwaltschaft die Entscheidung bekannt, dass sie nicht in Revision gegen das vom Landgericht München verhängte Urteil gehen wird. Auch das musste – so oder so – wieder eine Topmeldung werden. Revision hatten zunächst ja die Anwälte von Hoeneß angekündigt, und schließlich akzeptierte er das Urteil doch. Aber das ist bekannt. Die Eckdaten des Falls, die 28,5 Millionen und die dreieinhalb Jahre, kennt nun jeder.</p>
<p>Spannender ist die Frage, was aus Hoeneß in den Medien gemacht wird. Wird er zum aufrechten Helden stilisiert, zum Mann, der seine Strafe tapfer trägt und sich nicht wegduckt? Oder werden an ihm Fragen der Selbstanzeige und die Fragen des Strafmaßes diskutiert? Wird er dadurch zum Exempel, zum geflügelten Wort? Oder steht Uli Hoeneß bald für die Maßlosigkeit, für den Egoismus, für moralische Verblendung?</p>
<p>Auf den <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=21056" target="_blank">NachDenkSeiten </a>wurde, noch bevor das Urteil verkündet war, eine Petition gestartet, mit dem Titel „Hoeneß ablösen, den Anstand retten“. Unabhängig davon, wie das Urteil ausfalle, sei die bereits bekannt gewordenen Steuerhinterziehung untragbar. Die Petition hat sich mittlerweile erledigt, Hoeneß ist von seinen Ämtern zurückgetreten. Doch das Argument bleibt bestehen: Uli Hoeneß sei zu einem Symbol der Maßlosigkeit geworden. Ein solcher Präsident im Amt des größten deutschen Fußballclubs trage zur ‚Verwilderung der Sitten‘ bei. Anstand ist der leitende Gesichtspunkt. Es liegt, gerade bei Uli Hoeneß, nahe, den Anstand ins Spiel zu bringen. Denn er selbst hielt sich eben nicht zurück über Unanständigkeiten von Bankern zu reden, bevor er selbst mit seinen Unanständigkeiten in den Blick kam.</p>
<p>Diese Petition wird auf <a href="http://feynsinn.org/?p=679" target="_blank">feynsinn </a>scharf kritisiert. Die Moral steche damit die Unschuldsvermutung aus. Doch Moral sei die völlig falsche Kategorie. Als ginge es bei der Frage, wer ein Unternehmen, wie den FC Bayern, leiten sollte, um Fragen der Moral. Sie ist bloß eine Waffe derjenigen, die immer Recht haben wollen. Mit einer Petition, die den Anstand in den Mittelpunkt rückt, gehe man an allen relevanten Strukturfragen vorbei. Hier müsste demnach angesetzt werden, nicht bei der Person Uli Hoeneß, ob sie nun maßlos oder aufrecht sei. Es gehe eben nicht zuallererst darum, ob Hoeneß anständig ist, und ob es anständig ist, dass er nun zurückgetreten ist.</p>
<p>Karl-Heinz Thielmann sieht das Problem auf dem Wirtschaftsblog <a href="http://www.blicklog.com/2014/03/17/the-rise-and-fall-of-uli-stardust/" target="_blank">Blick Log</a> ebenfalls nicht moralisch gelagert. Wenn Uli Hoeneß davon spreche, dass die Steuerhinterziehung der Fehler seines Lebens gewesen sei, dann habe er noch immer nichts verstanden, so Thielmann. Hoeneß stehe für den Wahn eines kurzfristigen Erfolgs. Seine Börsenspekulationen machen deutlich, wie gefangen er in diesem ‚Wahnsystem‘ war. Die ungeheuren Erfolge, die kurzfristig an der Börse erzielt werden können, verändern die Selbstwahrnehmung. Vollkommene Selbstüberschätzung sei eine häufige Folge. Die Börse – und immer mehr auch der Fußball – stehen für den kurzfristigen Erfolg, den Erfolg im Jetzt. Und das sei dann tatsächlich ein Strukturproblem, da der kurzfristige Erfolg die Realität überdecke.</p>
<p>Aber steht Hoeneß nicht gerade für den langfristigen Erfolg? Für den Aufbau der Weltmarke Bayern über Jahrzehnte? Das wäre eine mögliche Lesart. Die andere wäre dann, dass Hoeneß immer den nächsten Erfolg suchte, sich niemals auf vergangenen Erfolgen ausruhte, sondern stets im Jetzt das Größte erreichen wollte. Aus vielen kurzfristigen Erfolgen wurde dann die beeindruckende Erfolgsgeschichte von Bayern München. Dass der Verein nun stürzt, ist gar nicht zu erwarten, der Fall von Uli Hoeneß wird die Medien noch eine Weile beschäftigen.</p>
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