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	<title>Blogumschau &#187; William Shakespeare &#124; Blogumschau</title>
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		<title>Computerspiele im Feuilleton? Über Thomas Böhms „New Level“</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 08:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Print-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[William Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Computerspiele kommen noch immer kaum in den Feuilletons der großen Zeitungen oder im Kulturteil wichtiger Zeitschriften vor und ebenso wenig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Dieser Bereich der Kultur findet – von einigen Ausnahmen abgesehen – in einer Parallelwelt statt. Bücher, Filme, Theaterstücke sind selbstverständlich in allen Kulturnachrichten zu Hause, aber schon <a href=" http://blogumschau.de/2014/11/computerspiele-im-feuilleton-ueber-thomas-boehms-new-level/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Computerspiele kommen noch immer kaum in den Feuilletons der großen Zeitungen oder im Kulturteil wichtiger Zeitschriften vor und ebenso wenig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Dieser Bereich der Kultur findet – von einigen Ausnahmen abgesehen – in einer Parallelwelt statt. Bücher, Filme, Theaterstücke sind selbstverständlich in allen Kulturnachrichten zu Hause, aber schon seit langem auch die Popmusik. Computerspiele allerdings verirren sich nur äußerst selten in den Kulturteil einer Zeitung.</p>
<p>Thomas Böhm, der Programmleiter des internationalen Literaturfestivals Berlin, überschreitet nun mit dem Buch „New Level. Computerspiele und Literatur“ eine Grenze. Der Band, den er als Herausgeber verantwortet, fragt nach dem Zusammenhang und den Unterschieden von Literatur und Computerspielen. So skizzieren beispielsweise bekannte Autoren, wie Saša Stanišić oder Georg Klein, eine Computerspielidee. Oder es wird theoretisch die Möglichkeit bzw. die Unmöglichkeit erwogen, Literatur zu lesen.</p>
<p>Das Buch ist schon vor rund zwei Monaten erschienen, es dauerte allerdings eine Weile bis ihm Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Jetzt hat Sebastian Standke das Buch auf <a href="http://superlevel.de/spielkram/rezension-new-level-computerspiele-und-literatur/" target="_blank">Superlevel</a> besprochen. Er beginnt seine Besprechung mit dem allgegenwärtigen Wertungsunterschied: Shakespeare gehöre nun mal ins kulturelle Gedächtnis, nicht Allan Alcorn, der Erfinder des Spieleklassikers „Pong“. „New Level“ ist auch so anziehend, weil der Herausgeber, Thomas Böhm, eben in der Literaturszene bekannt ist. Das Thema Computerspiel ist damit hochkulturell geadelt. Die Unterschiede bestehen also für die Autoren nicht zuerst im Niveau (hochwertig vs. minderwertig), sondern in der Form des „Erzählens“, die eben im Spiel tendenziell Freiheiten besitzt, die Handeln ermöglichen. Die Nacherzählung eines Spiels entziehe dem Plot gerade wieder diese Handlungsoption, mache das Spiel wieder statisch. Dieser Unterschied liegt auf der Hand, und lässt dann wiederum die Annäherung verschiedener Autoren an eine Spielidee so reizvoll erscheinen.</p>
<p><a href="http://christianhuberts.blogspot.de/2014/10/schreiben-lesen-spielen.html" target="_blank">Christian Huberts</a>, der selbst einen Beitrag zu dem Buch beigesteuert hat, leitet verschiedene Fragen aus den Aufsätzen und Essays ab: Wo sind die Unterschiede zwischen einer literarischen Fiktion und einer Computerspiel-Dramaturgie? Lassen sich literarische Stoffe in Spiele überführen? Literatur sei nur ein Element von Computerspielen, so Huberts, ebenso müsse an Performance-Künste oder Architektur gedacht werden. Computerspiele seien in der Lage ganz verschiedene Künste zu integrieren, und sie sind dennoch etwas ganz anderes als Verlängerungen dieser Künste in ein anderes Medium, da sie eben spielbar sind.</p>
<p>Computerspiele könnten jedenfalls, so <a href="http://www.christoph-deeg.de/" target="_blank">Christoph Deeg</a>, das Leitmedium des 21. Jahrhunderts werden. Es sei zwar noch ein weiter Weg bis dorthin, doch eröffneten Spiele schon jetzt neue Formen der Vermittlung von Kultur und Wissen. Computerspiele werden längst von verschiedenen Institutionen oder Unternehmen zu ihren Zwecken eingesetzt. Zumeist allerdings werden Computerspiele nur sehr begrenzt genutzt, um Interesse für etwas ganz anderes zu wecken, wie es im Marketing üblich ist. So führen nun manche Büchereien Computerspielecken ein, allein mit dem Ziel, Interesse für Bücher zu wecken. Verschenktes Potenzial, sagt Martin Lorber auf dem <a href="http://spielkultur.ea.de/themen/gesellschaft-und-kultur/digitale-spiele-in-bibliotheken" target="_blank">Blog für digitale Spielkultur</a> des Computerspieleherstellers EA.</p>
<p>Computerspiele und Kultur: Die Debatte ist noch nicht in Fahrt gekommen. Ob Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien, daran etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. <a href="http://spielkultur.ea.de/themen/gesellschaft-und-kultur/staatsministerin-fur-kultur-und-medien-trifft-gamesbranche" target="_blank">Martin Lorber</a> hebt hervor, dass sie prominente Vertreter der Branche getroffen habe, um sich über kulturpolitische Aspekte auszutauschen. Allein dieser Umstand ist immerhin ein Signal.</p>
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		<title>Der Größte: Shakespeare zum 450. Geburtstag</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 06:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestag]]></category>
		<category><![CDATA[William Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Shakespeares Geburtstag jährt sich in diesen Tagen zum 450. Mal und auf zahlreichen Blogs wird er gefeiert. Shakespeare, der Größte. Ist es möglich, ihn nicht zu lieben, ihn nicht zu verehren? Kontroversen jedenfalls gibt es nicht. Seine Dramen werden noch immer gespielt, an Laientheatern und in den besten Häusern Europas, <a href=" http://blogumschau.de/2014/04/der-groesste-shakespeare-zum-450-geburtstag/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_251" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2014/04/Shakespeares_Autogrammstunde.jpg"><img class="wp-image-251 size-full" src="http://blogumschau.de/wp-content/uploads/2014/04/Shakespeares_Autogrammstunde.jpg" alt="Shakespeares_Autogrammstunde" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;Shakespeares Autogrammstunde&#8221; von Pirapakar Kathirgamalingam.</p></div>
<p>Shakespeares Geburtstag jährt sich in diesen Tagen zum 450. Mal und auf zahlreichen Blogs wird er gefeiert. Shakespeare, der Größte. Ist es möglich, ihn nicht zu lieben, ihn nicht zu verehren? Kontroversen jedenfalls gibt es nicht. Seine Dramen werden noch immer gespielt, an Laientheatern und in den besten Häusern Europas, seine Sonette noch immer gelesen und übersetzt, seine Stücke für jedes neue Medium adaptiert.</p>
<p>Einen knappen Überblick findet man auf dem Blog <a href="http://literatenwelt.blog.de/2014/04/27/shakespeare-einfluss-heute-18320128/" target="_blank">literatenwelt</a>. Die Person William Shakespeare, von der nicht einmal der genaue Geburtstag bekannt ist, bloß der Tag der Taufe, trete hinter der Wirkung seiner Werke vollkommen zurück. Vom größten Dramatiker, dessen Stücke zu den am meisten gespielten Theaterstücken weltweit gehören, ist selbst wenig bekannt. Das Werk hat die Zeit überdauert, nicht das biographische Interesse an dessen Schöpfer – so wie das den Literaturwissenschaftlern gefallen dürfte, ließe sich hinzufügen.</p>
<p>Auf dem Blog <a href="http://www.buchbesprechung.de/shakespeare-sei-dank" target="_blank">buchbesprechung </a>wird anlässlich des Geburtstags auf einige geflügelte Worte hingewiesen, die auf Shakespeare zurückgehen, und sie werden jeweils in ihrem Werkkontext gezeigt. „Der Wahnsinn hat Methode“ oder „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“: Die deutsche Sprache verdankt Shakespeare und seinen Übersetzern viel. Auch die Titel vieler seiner Werke sind längst geflügelte Worte geworden, „Viel Lärm um Nichts“ beispielsweise. Shakespeare, der Sprachschöpfer, nicht allein die englische, auch die deutsche Sprache wäre ärmer ohne seine Werke. Wir reden und denken mit Shakespeare – ob wir es wissen oder nicht. Sein Einfluss präge bis heute unsere alltäglichen Formulierungen und selbstverständlich ebenso die Literatursprache, die ihn immer wieder zitiert.</p>
<p>Johanna Schall versucht auf dem Blog <a href="http://johannaschall.blogspot.de/2014/04/deutsche-bahn-deutscher-shakespeare.html" target="_blank">Theaterliebe</a>, bei all diesen literarischen Leistungen Shakespeares, vor allem Shakespeare als Dramatiker hervorzuheben. Shakespeares Dramen sind zuerst Stücke, die auf die Theaterbühne gehören. Seine Texte sollen nicht leise gelesen, sondern gesprochen, geschrien oder geflüstert werden. Hinter den Figuren und ihren Reden gebe es nichts, da seien nicht die Ansichten eines Autors, die dahinter stehen, sondern die Stücke seien im besten Sinne Theaterstücke, die nur auf der Bühne ihre volle Wirkung entfalten. Ähnlich hat schon Friedrich Schiller über Shakespeare geurteilt, wie auf dem Blog <a href="http://friedrichschillerprojekt.wordpress.com/2014/04/26/william-shakespeare/" target="_blank">friedrichschillerprojekt </a>zu lesen ist. Genau dieser Umstand habe Schiller zuerst abgeschreckt: Er konnte den Dichter hinter den Figuren nicht sehen. Und Schiller bearbeitete – konsequent – Shakespeares Macbeth dann für das Theater.</p>
<p>Längst ist Shakespeare allerdings genauso im Kino Zuhause, wie <a href="http://www.getidan.de/kolumne/georg_seesslen/60923/die-schoenheitsvergiftung-des-kinos-durch-william-shakespeare" target="_blank">Georg Seeßlen</a> in seiner Würdigung zeigt, was nicht bedeutet, dass Shakespeares Dramen nun einfach für das Kino neu gedreht werden. Eine gute Shakespeare-Verfilmung könne beispielsweise gerade zeigen, worin die Unterschiede zwischen einer Verfilmung und einem Theaterstück bestehen. Seeßlen erinnert an großartige Verfilmungen der Stoffe Shakespeares. Zwar garantiere eine shakespearescher Stoff keinen guten Film, aber offenbar haben die Dramen Shakespeares immer wieder dazu angeregt, ästhetisch etwas zu wagen; König Lear habe zum Beispiel immer wieder zu außergewöhnlichen Filmen inspiriert, so von Grigori Kosinzev (1969), Peter Brook (1971) oder Akira Kurosawa (1985).</p>
<p>Ein besonderer Blick auf Shakespeare, vor allem auch auf ihn als Dichter der Sonette, wird auf <a href="http://saetzeundschaetze.com/2014/04/27/wie-er-uns-gefallt-gedichte-an-und-auf-william-shakespeare-herausgeber-tobias-doring/" target="_blank">Sätze&amp;Schätze</a> vorgestellt. Dort ist unter anderem ein kleiner Band aus dem Manesse Verlag von Tobias Döhring vorgestellt mit dem Titel „Wie er uns gefällt“. Der Band versammelt Gedichte „an und auf William Shakespeare“. Die ungeheure Bedeutung Shakespeares wird mit diesem Band dokumentiert, der 120 Gedichte vereint, die sich auf Shakespeare beziehen.</p>
<p>Shakespeare, der Größte, der uns in die Alltagssprache hineinrutscht, uns im Kino erwartet und noch immer ganze Gedichtbände provoziert – und der trotzdem geliebt wird!</p>
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