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	<title>Blogumschau &#187; Indiebookday &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Der Indiebookday 2015</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 08:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Independent Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Indiebookday]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Indiebookday fand am 21. März zum dritten Mal statt. Ziel des Indiebookdays ist es, die unabhängigen – oftmals kleinen – Verlage zu unterstützen. Der mairisch-Verlag hatte den Indiebookday 2013 ins Leben gerufen, und die Aktion stieß sofort auf großes Interesse. Auch in diesem Jahr gingen wieder viele Buchbegeisterte in <a href=" http://blogumschau.de/2015/03/der-indiebookday-2015/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Indiebookday fand am 21. März zum dritten Mal statt. Ziel des Indiebookdays ist es, die unabhängigen – oftmals kleinen – Verlage zu unterstützen. Der mairisch-Verlag hatte den Indiebookday 2013 ins Leben gerufen, und die Aktion stieß sofort auf großes Interesse. Auch in diesem Jahr gingen wieder viele Buchbegeisterte in die Buchläden, um Bücher der unabhängigen Verlage zu erwerben und anschließend ein Foto des Buches im Netz zu veröffentlichen. Und so findet man auf Facebook, bei Twitter oder in vielen Blogs seit ein paar Tagen zahlreiche Bilder, die geradezu ein Abbild der unabhängigen Verlagswelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind.</p>
<p>Einen Eindruck von der vielfältigen Verlags- und Literaturszene bekommt man beispielsweise bei <a href="http://www.litaffin.de/2015/03/3-zeigt-her-eure-buecher-indiebookday-2015/" target="_blank">LITAFFIN</a>, wo die Bloggerinnen sich und ihre neu erworbenen Bücher zeigen, sie stammen vom Verbrecher Verlag, luxbooks, TRANSIT, der Frankfurter Verlagsanstalt und Nautilus Flugschrift.</p>
<p>Eine ganz besondere Beziehung hat der Blog <a href="https://readindie.wordpress.com/2015/03/21/indiebookday-2015-ein-groses-freudenfest/" target="_blank">We read Indie</a> zum Indiebookday, denn er ist aus einer Begeisterung für die unabhängige Verlagslandschaft entstanden, die der Indiebookday entfacht hatte. Das Spektrum wird hier erweitert, die Bloggerinnen zeigen Bücher von: Kunstmann Verlag, Liebeskind, Büchergilde Gutenberg, Assoziation A, Unionsverlag, Kein &amp; Aber, binooki, mairisch Verlag und Rogner &amp; Bernhard.</p>
<p>Wer sich durch die zahlreichen Beiträge im Netz klickt, sieht nicht nur die vielfältige deutschsprachige Literatur- und Verlagswelt, sondern könnte auf die Idee kommen, die unabhängigen Verlage seien etabliert, also eine feste Größe im kollektiven Bewusstsein. So, wie sehr viele Menschen mit Indie-Pop, Indie-Rock etc. etwas verbinden, also eine Vorstellung davon haben, was mit dieser Bezeichnung „Indie“ gemeint sei. <a href="https://muromez.wordpress.com/2015/03/21/indiebookday-2015-ausnahmen-bestatigen-die-regeln/" target="_blank">Muromez</a>, der in Paderborn studiert, beschreibt eine andere Erfahrung. Schon im letzten Jahr sei seine Fahrt in die Innenstadt erfolglos gewesen. Die Buchläden, die er aufsuchte, hatten vom Indiebookday noch nie gehört, und selbst in den großen Buchhandlungen lagen keine Bücher unabhängiger Verlage aus. Ist die Indie-Literatur doch nur eine Randerscheinung für wenige Bloggerinnen und Blogger in Berlin, Hamburg und München? Oder ist das eher ein Problem, das manche Buchhandlungen betrifft, die sich um die kleinen Verlage nicht kümmern, sondern nur die Literatur der großen Häuser im Programm haben?</p>
<p>Und wer, so ließe sich zugespitzt fragen, braucht eigentlich noch die Verlage und Buchläden? Am 22. März verkündete der Blog <a href="http://www.onlinemarktplatz.de/57118/meilenstein-fuer-ebooks-deutsche-self-publisher-autorin-knackt-marke-von-einer-million-verkaufter-buecher-im-selbstverlag/" target="_blank">Onlinemarktplatz</a>, dass Poppy J. Anderson als die erste deutsche Self-Publishing-Autorin nun mehr als eine Million Bücher im Selbstverlag verkauft habe. Die Autorin wird ebenfalls als „Indie-Autorin“ bezeichnet, doch ihre Bücher erscheinen eben nicht bei einem Indie-Verlag und sie werden nicht in den regionalen Buchgeschäften verkauft, sondern bei Amazon. Bei dieser Form des Publizierens handelt es sich also um einen Bereich, der mit der Indie-Literatur, für die der Indiebookday sich stark machen möchte, kaum etwas zu tun hat. Allerdings zeigt sich auch hier, wie vielfältig die Literaturlandschaft ist und wie vielfältig die Werbe- und Vertriebswege, die es ermöglichen, ohne einen großen Verlag im Rücken, ein großes Publikum zu erreichen.</p>
<p>Florian Freistetter, der regelmäßig für die <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/02/14/boeser-internethandel-warum-ich-buchlaeden-mag-und-trotzdem-gerne-bei-amazon-einkaufe/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=boeser-internethandel-warum-ich-buchlaeden-mag-und-trotzdem-gerne-bei-amazon-einkaufe" target="_blank">Science Blogs</a> schreibt, will weder auf Amazon verzichten, noch auf die Buchläden in den Innenstädten. Gerade für wissenschaftliche Literatur und überhaupt Literatur, die ein spezielles Fachgebiet betrifft, seien nun einmal die großen Internethändler im Vorteil, da sie über eine ganz andere Logistik verfügen. Kleine Buchläden können in diesem Bereich gar nicht konkurrieren. Freistetter sieht die Vorzüge der Buchläden eher in deren lokalen Angeboten, wie zum Beispiel Lesungen, die sie organisieren, oder die Möglichkeit für die Kunden, ganz ungeplante Entdeckungen zu machen.</p>
<p>Auf dem Blog <a href="http://www.herzdamengeschichten.de/2015/03/21/indiebookday/" target="_blank">Herzdamengeschichten </a>wird der Indiebookday genauso genutzt. Maximilian Buddenbohm hat das Buch „Mein Vater ist Putzfrau“ von Saphia Azzeddine ausgewählt und er schreibt dazu: „von dem Buch habe ich bisher noch nichts gehört oder gesehen, egal, das macht ja nichts.“</p>
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		<title>Gegen den Mainstream: Der Indiebookday 2014</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 15:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Independent Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Indiebookday]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>

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		<description><![CDATA[9 Milliarden Euro setzen die Verlage und der deutsche Buchhandel pro Jahr um. Der Buchmarkt ist in Deutschland noch immer ein starker Markt. Doch seit einigen Jahren kristallisiert sich ein deutlicher Trend heraus: Einige wenige Bücher machen einen immer größeren Anteil des gesamten Absatzes aus. Die Bestseller bestimmen das Geschäft. <a href=" http://blogumschau.de/2014/03/gegen-den-mainstream-der-indiebookday-2014/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>9 Milliarden Euro setzen die Verlage und der deutsche Buchhandel pro Jahr um. Der Buchmarkt ist in Deutschland noch immer ein starker Markt. Doch seit einigen Jahren kristallisiert sich ein deutlicher Trend heraus: Einige wenige Bücher machen einen immer größeren Anteil des gesamten Absatzes aus. Die Bestseller bestimmen das Geschäft. Man sieht sie in den Buchläden der großen Ketten, in denen die verkaufsstarken Buchtitel meterhoch aufgestapelt werden.</p>
<p>Es gibt also sehr viele Bücher, die nur in niedrigen Auflagen produziert werden und einen geringen Absatz finden, und einige Bestseller, die für sehr große Umsätze und Gewinne sorgen. Der Anteil der Bücher, die in einem mittleren Segment liegen, die sich also gut verkaufen, den Verlagen Gewinn bringen und damit das Geschäft stützen, wird immer geringer. Das liegt kaum an der mangelnden Qualität oder am fehlenden Angebot unterschiedlicher Bücher. Der Markt ist riesig. Doch der Mainstream beherrscht den Buchverkauf immer stärker.  Dieser Trend wird sehr kritisch beobachtet.</p>
<p>Vor einem Jahr hatte Daniel Beskos vom mairisch-Verlag die Idee, einen Indiebookday ins Leben zu rufen. Wie diese Idee entstand, erzählt er selbst in einem Interview auf dem Blog <a href="http://zeilenspringer.wordpress.com/2014/03/21/interview-daniel-beskos-teil-7/" target="_blank">Zeilensprünge</a>. Aus einer Facebook-Einladung und einer kleinen Internetseite, auf der der Indiebookday skizziert ist, wurde ein Event, das in diesem Jahr zahlreiche Buchhändler unterstützen.</p>
<p>Die Idee ist ganz einfach: Man kauft in einem Buchladen ein beliebiges Buch eines Independent-Verlags und veröffentlicht – zum Beispiel auf Facebook oder auf einem Blog – ein Foto von sich und dem Buch. Das ist ein Statement für die kleinen unabhängigen Verlage und damit zugleich eine gute Werbung. Vor allem Werbung für die Vorstellung, dass kleine Verlage wichtig sind für die deutsche Buchlandschaft.</p>
<p>Auf <a href="http://www.litaffin.de/2014/03/2-zeigt-her-eure-buecher-indiebookday-2014/" target="_blank">litaffin </a>lassen sich beispielsweise einige dieser Bilder finden, zusammen mit persönlichen Sätzen, warum gerade dieses Buch gekauft wurde. Das unabhängige Verlagswesen sollte damit gefeiert werden. Doch was ist ein Independent-Verlag überhaupt? Die Kurt-Wolff-Stiftung, die jedes Jahr einen Preis an herausragende unabhängige Verlage vergibt, hat einen Kriterien-Katalog vorgelegt und auch eine Liste unabhängiger Verlage erstellt. Die Kriterien wurden immer wieder in verschiedenen Blogs diskutiert und die Liste erweitert. Wibke Ladwig geht auf <a href="http://www.sinnundverstand.net/2014/02/13/indiebookday-zum-zweiten-festtag-fur-bucher-aus-unabhangigen-verlagen/" target="_blank">Sinn und Verstand</a> auf die Diskussion ein und hat auch eine (unvollständige) Liste mit etwa 100 Verlagen veröffentlicht.</p>
<p>Tragend ist jedenfalls die Überlegung, dass kulturelle Vielfalt etwas Wünschenswertes sei. Gerade im Bereich des Kulturgutes „Buch“ wirken Großkonzerne mit ihrer Konzentration von Marktmacht offenbar bedrohlich. Die Ankündigung von Amazon, dass der Konzern nun ein deutschsprachiges Verlagsprogramm aufbauen wolle, erregte deshalb einige Aufmerksamkeit, wie auf <a href="http://blog.literaturwelt.de/archiv/amazon-wird-deutscher-verleger/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=amazon-wird-deutscher-verleger" target="_blank">Literaturwelt </a>nachzulesen war. Die Ankündigung fiel zur Zeit der Leipziger Buchmesse.</p>
<p>Auch der Indiebookday, der am Samstag nach der Buchmesse stattfand, versucht diese mediale Aufmerksamkeit, die der Literatur Ende März gilt, zu nutzen. Die <a href="http://blogumschau.de/2014/03/roger-willemsen-die-ukraine-und-sehr-viele-buecher-in-leipzig-die-buchmesse/">Leipziger Buchmesse</a> führte beides vor Augen: den riesigen Buchmarkt, den Hype um Bestseller und ihre Autoren – und zugleich die enorme Vielfalt.</p>
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