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	<title>Blogumschau &#187; Leipziger Buchmesse &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Rückblick auf die Leipziger Buchmesse 2015</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2015 08:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Leipziger Buchmesse ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die Preise der Buchmesse wurden vergeben, besonders Jan Wagners Erfolg mit dem Gedichtband „Regentonnenvariationen“ hallt nach. Der Berenberg Verlag wurde zudem noch am 13. März mit dem Kurt-Wolff-Preis für unabhängige Verlage ausgezeichnet, der mit 26.000 Euro dotiert ist. Die Kurt-Wolff-Stiftung setzt <a href=" http://blogumschau.de/2015/03/rueckblick-auf-die-leipziger-buchmesse-2015/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Leipziger Buchmesse ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die Preise der Buchmesse wurden vergeben, besonders Jan Wagners Erfolg mit dem Gedichtband „Regentonnenvariationen“ hallt nach. Der <strong>Berenberg Verlag</strong> wurde zudem noch am 13. März mit dem <strong>Kurt-Wolff-Preis für unabhängige Verlage</strong> ausgezeichnet, der mit 26.000 Euro dotiert ist. Die Kurt-Wolff-Stiftung setzt sich für eine „vielfältige Verlags- und Literaturszene“ (<a href="http://www.kurt-wolff-stiftung.de/die-stiftung/" target="_blank">Homepage der Kurt-Wolff-Stiftung</a>) ein.</p>
<p>Den unabhängigen Verlagen ist in Leipzig auch das Forum „Die Unabhängigen“ gewidmet, das die <a href="https://klappentexterin.wordpress.com/2015/03/14/acht-stunden-reinstes-vergnugen-die-leipziger-buchmesse-2015/" target="_blank">Klappentexterin </a>besucht hat und auf ihrem Rundgang über die Buchmesse beschreibt. Sie zitiert den Verleger Stefan Weidle, der das andere Auftreten der kleinen Verlage hervorhob. Weidle ist Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Kurt-Wolff-Stiftung und besonders bestrebt, sowohl die unabhängigen Verlage als auch die kleinen Buchhandlungen zu fördern. Der Kurt-Wolff-Preis, der zu dieser Förderung beiträgt, sichert – neben dem finanziellen Gewinn – den kleinen Verlagen Aufmerksamkeit. Alle Preise, die auf der Messe vergeben werden, haben einen großen Werbeeffekt. Das ist selbstverständlich das Ziel der Messe: Aufmerksamkeit gewinnen! So boten auch die Bloggerpaten, die sich jeweils einem Buch besonders zuwenden sollten, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, eine Möglichkeit, die Aufmerksamkeit im Internet zu steigern. Die Eindrücke der Bloggerpaten fallen allerdings sehr unterschiedlich aus.</p>
<p>Auf <a href="http://www.intellectures.de/2015/03/15/bloggerpate-ein-aergerliches-missverstaendnis/" target="_blank">intellectures </a>ist zu lesen, dass die Veranstalter mit der Art und Weise, wie die Blogger einbezogen wurden, fast alles falsch gemacht hätten. Die Blogger seien zu einem sehr niedrigen Preis (zwei Rezensionsexemplare, Gratiskaffee, freier Eintritt und andere kleine Vergünstigungen) allein zu Werbezwecken eingespannt worden. Die Währung, die im Internet allerdings vor allem zählt – Aufmerksamkeit –, sei nur in eine Richtung gewandert. Die Buchmesse habe fast nichts dafür getan, dass die Bloggerpaten gleichfalls Aufmerksamkeit erhielten. Einige der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse hatten von der gesamten Aktion und den Blogs noch nie etwas gehört – oder wurden allein von ihren Verlagen darauf hingewiesen. Das zeige auch, dass die Literaturblogs noch weit davon entfernt seien, tatsächlich ernstgenommen zu werden.</p>
<p>Andere Bloggerpaten berichten positiv oder sogar begeistert von dieser Aktion, die zum ersten Mal durchgeführt wurde. Auf <a href="http://www.54books.de/bloggerpate/" target="_blank">54books</a> wird zwar auch angemerkt, dass die Kommunikation im Vorfeld sehr schlecht gewesen sei und die Autoren doch auf die Bloggerpaten hingewiesen werden müssten, aber insgesamt wird die Aktion als Erfolg bewertet. Die Blogger begegneten den Journalisten nun endlich auf Augenhöhe.</p>
<p>Einen Überblick über die Welt der Literaturblogs wurde vor kurzem auf <a href="http://www.lesestunden.de/2015/03/buchblogger-eine-analyse-mit-topliste-visualisierungen-und-statistiken/" target="_blank">Lesestunden</a> veröffentlicht. Dort sind die Vernetzungen einer sehr großen Zahl der Literaturblogs dargestellt, und die Blogs in eine Reihenfolge gebracht. Fast 700 Literaturblogs sind dort gelistet – und allein diese Zahl zeigt an, dass Literaturblogs insgesamt für den „Literaturbetrieb“ eine Größe geworden sind, über die man kaum hinwegsehen kann.</p>
<p>So sieht das auch der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, der für den Blog <a href="https://buecherliebhaberin.wordpress.com/2015/03/12/leipziger-buchmesse-direktor-oliver-zille-im-kurzinterview-buchmesseblogger-in-erster-linie-unabhangig/" target="_blank">Glasperlenspiel13</a> ein Interview gegeben hat. Es geht darin um die größere Bedeutung und eine langsame Professionalisierung der Literaturblogs, die so für Verlage als Verbreitungskanäle wichtig werden.</p>
<p>Während der Leipziger Buchmesse wurde auch der Tod des bekannten Schriftstellers Terry Pratchett bekannt. Hans-Joachim Backe würdigt den Autor als einen „großen Lehrer“ auf dem Blog l<a href="https://literaturundfeuilleton.wordpress.com/2015/03/13/sprache-liebe-hoffnung-zum-tod-terry-pratchetts/" target="_blank">iteraturundfeuilleton</a>.</p>
<p>Die Leipziger Buchmesse ist vorüber. Verschiedenes ist hängengeblieben, vor allem der Preis für Jan Wagners Gedichtband und die zunehmende Beachtung der Blogs durch den „Betrieb“. Die Nachwirkungen – für die Lyrik einerseits und für die Literaturvermittlung im Internet andererseits – werden sich in der nächsten Zeit zeigen.</p>
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		<title>Der Preis der Leipziger Buchmesse 2015</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2015 08:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse wurden in diesem Jahr stärker von Bloggerinnen und Bloggern begleitet. Die Leipziger Buchmesse wählte „Bloggerpaten“ aus, die sich jeweils einem nominierten Werk mit einer Besprechung zuwenden sollten. Das zeigt die wachsende Bedeutung der Literaturblogs für den „Literaturbetrieb“, die damit stärker eingebunden sind. <a href=" http://blogumschau.de/2015/03/der-preis-der-leipziger-buchmesse-2015/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse wurden in diesem Jahr stärker von Bloggerinnen und Bloggern begleitet. Die Leipziger Buchmesse wählte <a href="http://www.leipziger-buchmesse.de/Presse/blogger/bloggerpaten/" target="_blank">„Bloggerpaten“</a> aus, die sich jeweils einem nominierten Werk mit einer Besprechung zuwenden sollten. Das zeigt die wachsende Bedeutung der Literaturblogs für den „Literaturbetrieb“, die damit stärker eingebunden sind. Außerdem ist auf diese Weise gewährleistet, dass alle nominierten Bücher auch in den Blogs eine gewisse Aufmerksamkeit erlangen – und zwar schon im Vorfeld der Preisverleihung.</p>
<p>Am Donnerstagnachmittag fand nun die Preisverleihung statt. Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2015 in den drei Kategorien sind: <strong>Mirjam Pressler</strong> für die <strong>Übersetzung</strong> von Amos Oz „Judas“ (Suhrkamp), <strong>Philipp Ther</strong> für das <strong>Sachbuch</strong> „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent“ (Suhrkamp) und<strong> Jan Wagner</strong> mit seinen „Regentonnenvariationen“ (Hanser Berlin) im Bereich <strong>Belletristik</strong>.</p>
<p>Schon die Nominierung Wagners hatte für Erstaunen gesorgt. Denn bislang war im Bereich Belletristik noch nie ein Gedichtband auf die Liste der Nominierten gelangt. Der „Bloggerpate“ für Jan Wagners „Regentonnenvariationen“ ist Tobias Nazemi, der den Blog <a href="http://buchrevier.com/2015/03/03/der-beginn-einer-reise/" target="_blank">Buchrevier</a> betreibt, auf dem er sich sonst eher Prosa zuwendet. Die Besprechung, die Nazemi Wagners Band gewidmet hat, ist eine offene Schilderung, wie er beginnt, Vorurteile abzubauen und sich bemüht, die Lyrik Wagners wirken zu lassen. Er fängt damit an, laut zu lesen und zieht sich dafür zurück. Er liest die Gedichte wieder und wieder. Und der Versuch gelingt: Nazemi erlebt diese „Reise“ als großes Glück und als einen Erkenntnisgewinn über sich selbst, indem er sich beim Lesen der Verse Wagners beobachtet und sich selbst zuhört.</p>
<p>Für <a href="http://www.editiondaslabor.de/blog/?p=29210" target="_blank">Matthias Hagedorn</a> war die Nominierung Wagners konsequent, denn der Leipziger Buchpreis schließt auch die Gattung der Poesie ein. Und dann sei Wagner eine glückliche Wahl, weil er den Umgang mit den traditionellen Gedichtformen beherrsche und zugleich eine Entdeckungsreise in unsere (Um-) Welt unternehme.</p>
<p>Hagedorn erinnert außerdem an die Worte Hubert Winkels, der noch 2012 sagte, der Leipziger Buchpreis erreiche ein großes Publikum und ein exotischer Weg sei deshalb nicht ratsam. 2015 scheinen Wagners „Regentonnenvariationen“ jedenfalls nicht zu exotisch zu sein, sondern der Lyrik-Band ist für die Jury offenbar der richtige Preisträger, obwohl die Lyrik in Deutschland derzeit wenig gelesen wird.</p>
<p>Die Buchhändlerin Sophie Weigand, die auf Ihrem Blog <a href="http://literatourismus.net/2015/03/jan-wagner-regentonnenvariationen/#comment-8957" target="_blank">Literaturen </a>ebenfalls die Gedichtsammlung Wagners besprochen hat, mutmaßt, dass die Art und Weise, wie Lyrik in der Schule vermittelt werde, dazu beitrage, dass später nur wenige Menschen noch Lyrik lesen möchten. Bei Wagner hebt Weigand besonders das Sprachspielerische hervor, die freien Reime und Assonanzen, die den Gedichten ihren Klang verleihen. Ob die Nominierung von Wagners Buch allein dazu beiträgt, dass die Lyrik in Deutschland mehr Aufmerksamkeit bekommt, findet Weigand zumindest fraglich.</p>
<p>Nun hat Wagner sogar gewonnen. Ob die deutsche Lyrik, die ohne Zweifel zahlreiche herausragende Stimmen besitzt, nun insgesamtmehr Leserinnen und Leser gewinnen wird, bleibt zwar fraglich. Aber Jan Wagners Gewinn des Preises der Leipziger Buchmesse richtet die Aufmerksamkeit sicherlich für einen Moment lang auf einige dieser Werke.</p>
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		<title>Gegen den Mainstream: Der Indiebookday 2014</title>
		<link>http://blogumschau.de/2014/03/gegen-den-mainstream-der-indiebookday-2014/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 15:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Independent Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Indiebookday]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>

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		<description><![CDATA[9 Milliarden Euro setzen die Verlage und der deutsche Buchhandel pro Jahr um. Der Buchmarkt ist in Deutschland noch immer ein starker Markt. Doch seit einigen Jahren kristallisiert sich ein deutlicher Trend heraus: Einige wenige Bücher machen einen immer größeren Anteil des gesamten Absatzes aus. Die Bestseller bestimmen das Geschäft. <a href=" http://blogumschau.de/2014/03/gegen-den-mainstream-der-indiebookday-2014/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>9 Milliarden Euro setzen die Verlage und der deutsche Buchhandel pro Jahr um. Der Buchmarkt ist in Deutschland noch immer ein starker Markt. Doch seit einigen Jahren kristallisiert sich ein deutlicher Trend heraus: Einige wenige Bücher machen einen immer größeren Anteil des gesamten Absatzes aus. Die Bestseller bestimmen das Geschäft. Man sieht sie in den Buchläden der großen Ketten, in denen die verkaufsstarken Buchtitel meterhoch aufgestapelt werden.</p>
<p>Es gibt also sehr viele Bücher, die nur in niedrigen Auflagen produziert werden und einen geringen Absatz finden, und einige Bestseller, die für sehr große Umsätze und Gewinne sorgen. Der Anteil der Bücher, die in einem mittleren Segment liegen, die sich also gut verkaufen, den Verlagen Gewinn bringen und damit das Geschäft stützen, wird immer geringer. Das liegt kaum an der mangelnden Qualität oder am fehlenden Angebot unterschiedlicher Bücher. Der Markt ist riesig. Doch der Mainstream beherrscht den Buchverkauf immer stärker.  Dieser Trend wird sehr kritisch beobachtet.</p>
<p>Vor einem Jahr hatte Daniel Beskos vom mairisch-Verlag die Idee, einen Indiebookday ins Leben zu rufen. Wie diese Idee entstand, erzählt er selbst in einem Interview auf dem Blog <a href="http://zeilenspringer.wordpress.com/2014/03/21/interview-daniel-beskos-teil-7/" target="_blank">Zeilensprünge</a>. Aus einer Facebook-Einladung und einer kleinen Internetseite, auf der der Indiebookday skizziert ist, wurde ein Event, das in diesem Jahr zahlreiche Buchhändler unterstützen.</p>
<p>Die Idee ist ganz einfach: Man kauft in einem Buchladen ein beliebiges Buch eines Independent-Verlags und veröffentlicht – zum Beispiel auf Facebook oder auf einem Blog – ein Foto von sich und dem Buch. Das ist ein Statement für die kleinen unabhängigen Verlage und damit zugleich eine gute Werbung. Vor allem Werbung für die Vorstellung, dass kleine Verlage wichtig sind für die deutsche Buchlandschaft.</p>
<p>Auf <a href="http://www.litaffin.de/2014/03/2-zeigt-her-eure-buecher-indiebookday-2014/" target="_blank">litaffin </a>lassen sich beispielsweise einige dieser Bilder finden, zusammen mit persönlichen Sätzen, warum gerade dieses Buch gekauft wurde. Das unabhängige Verlagswesen sollte damit gefeiert werden. Doch was ist ein Independent-Verlag überhaupt? Die Kurt-Wolff-Stiftung, die jedes Jahr einen Preis an herausragende unabhängige Verlage vergibt, hat einen Kriterien-Katalog vorgelegt und auch eine Liste unabhängiger Verlage erstellt. Die Kriterien wurden immer wieder in verschiedenen Blogs diskutiert und die Liste erweitert. Wibke Ladwig geht auf <a href="http://www.sinnundverstand.net/2014/02/13/indiebookday-zum-zweiten-festtag-fur-bucher-aus-unabhangigen-verlagen/" target="_blank">Sinn und Verstand</a> auf die Diskussion ein und hat auch eine (unvollständige) Liste mit etwa 100 Verlagen veröffentlicht.</p>
<p>Tragend ist jedenfalls die Überlegung, dass kulturelle Vielfalt etwas Wünschenswertes sei. Gerade im Bereich des Kulturgutes „Buch“ wirken Großkonzerne mit ihrer Konzentration von Marktmacht offenbar bedrohlich. Die Ankündigung von Amazon, dass der Konzern nun ein deutschsprachiges Verlagsprogramm aufbauen wolle, erregte deshalb einige Aufmerksamkeit, wie auf <a href="http://blog.literaturwelt.de/archiv/amazon-wird-deutscher-verleger/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=amazon-wird-deutscher-verleger" target="_blank">Literaturwelt </a>nachzulesen war. Die Ankündigung fiel zur Zeit der Leipziger Buchmesse.</p>
<p>Auch der Indiebookday, der am Samstag nach der Buchmesse stattfand, versucht diese mediale Aufmerksamkeit, die der Literatur Ende März gilt, zu nutzen. Die <a href="http://blogumschau.de/2014/03/roger-willemsen-die-ukraine-und-sehr-viele-buecher-in-leipzig-die-buchmesse/">Leipziger Buchmesse</a> führte beides vor Augen: den riesigen Buchmarkt, den Hype um Bestseller und ihre Autoren – und zugleich die enorme Vielfalt.</p>
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		<title>Roger Willemsen, die Ukraine und sehr viele Bücher in Leipzig: Die Buchmesse</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2014 11:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[cwiebe]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 13. März bis zum 16. März fand die Leipziger Buchmesse statt. 175.000 Besucher wurden gezählt – ein neuer Rekord – und mehr als 2000 Aussteller aus 43 Ländern. Das sorgte für ganz unterschiedliche Eindrücke. Saša Stanišić, der für seinen Roman Vor dem Fest mit dem Preis der Leipziger Buchmesse <a href=" http://blogumschau.de/2014/03/roger-willemsen-die-ukraine-und-sehr-viele-buecher-in-leipzig-die-buchmesse/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 13. März bis zum 16. März fand die Leipziger Buchmesse statt. 175.000 Besucher wurden gezählt – ein neuer Rekord – und mehr als 2000 Aussteller aus 43 Ländern. Das sorgte für ganz unterschiedliche Eindrücke. Saša Stanišić, der für seinen Roman <em>Vor dem Fest</em> mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, gilt einhellig als gute Wahl. Darüber hinaus sind die Eindrücke der Blogger jedoch ganz unterschiedlich gelagert. Denn der Besuch einer Buchmesse hat etwas Zufälliges. Jeder Blogger interessiert sich für etwas anderes, sieht etwas anderes.</p>
<p><a href="http://buzzaldrins.wordpress.com/2014/03/14/leipziger-buchmesse/" target="_blank">Buzz Aldrin</a> zeigt ihre Eindrücke in eigenwillig getönten Bildern. Es sind Bilder von Verlegerinnen, Zuhörern und Buchrücken. Das Buch auf einer Buchmesse ist zunächst ein Gegenstand zum Ansehen und Anfassen. Das Leseerlebnis wird hier nur versprochen.</p>
<p>Bersarin zeigt auf seinem Blog <a href="http://bersarin.wordpress.com/2014/03/14/buchmesse-leipzig-literaturkritik-als-eine-form-der-kunst-sowie-helmut-lethens-blick-auf-die-nomadisierenden-bilder/" target="_blank">Aisthesis </a>ebenfalls Bilder von der Buchmesse, aber kein Buch ist zu sehen. Stattdessen Bilder von Plüschfiguren oder eine Aufnahme leerer Stuhlreihen. Die Kameras sind aufgestellt, die Sitze der Stühle mit Broschüren bedeckt: Die Lesung wird erwartet; die Buchmesse handelt vom Lesen, aber gelesen wird dort nicht. Die Buchmesse findet vor dem Lesen statt.</p>
<p>In seinem Essay, der sich um die Bilder legt, spricht Bersarin von einer Laudatio Roger Willemsens: Das Buch brauche seine Kritiker. Der Kritik, richtig verstanden, so Bersarin, gehe es dabei nicht um ein ‚Aburteilen‘ oder um ein Lösen des Rätsels. Auch nicht um ein persönliches Leseerlebnis. Dabei darf die Kritik jedenfalls nicht stehenbleiben. Sondern der Literaturkritiker, der abwägt, der einen Blick für die Ästhetik des Textes hat, schreibe sich ‚an der Literatur entlang‘. Er weise auf die Rätsel, auf die Unbestimmtheiten des Textes hin. Das ist ein hoher Anspruch an die Literaturkritik und auch an die Literatur. Das ist auf einer Buchmesse kaum zu erfüllen, oder allenfalls kann das ein Roger Willemsen in seiner Rede. So ist es konsequent, dass Bersarin über Literatur kaum spricht, solange er über die Buchmesse schreibt, und die Bücher in seinen Bildern nicht zeigt.</p>
<p>Der Programmschwerpunkt „tranzyt“, der im Forum OstSüdOst zu Hause ist, widmete sich der Literatur aus Polen, Weißrussland und der Ukraine. Und hier besonders musste die Literatur immer wieder zurücktreten, wie Eva Schneider auf <a href="http://www.litaffin.de/2014/03/von-buechern-bruecken-und-protesten-der-programmschwerpunkt-auf-der-leipziger-buchmesse/" target="_blank">litaffin </a>ausführt. Das Thema Ukraine ist aktuell geworden, doch bestimmt die politische Sicht den Blick. Die Bücher, die in Leipzig das Thema sein sollen, geraten hier an den Rand. Sie werden wieder zum Medium, sie vermitteln möglicherweise Einsichten, sie schaffen Verständnis oder stellen Fragen.</p>
<p>Und die Autoren wirken in die Politik hinein. Autoren, Journalisten, Studenten hätten die Protestbewegung in der Ukraine initiiert. Die Texte selbst sind im Moment des Protests zweitrangig. „Protestbewegungen“ hieß eine Veranstaltung im Forum OstSüdOst, womit die Buchmesse gezielt die politische Situation in den Vordergrund rückte.</p>
<p>Das Buch muss warten. Wenn die Buchmesse zu Ende ist, beginnt das Lesen.</p>
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