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	<title>Blogumschau &#187; Oscars &#124; Blogumschau</title>
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	<description>Die unabhängige Blogzeitung</description>
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		<title>Die Oscars: Viermal „Birdman“ und eine Diskussion über Rassismus in den USA</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 08:15:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Oscar-Nacht, die in Deutschland von einer Bildstörung unterbrochen wurde, zeigte wieder den ganzen „Glamour“ Hollywoods: Luxuriöse Kleider, gerührte Gewinnerinnen und Gewinner, Lady Gaga mit Putzhandschuhen und den Film „Birdman“ als Abräumer. Gleich vier Oscars gingen an die Hollywood-Satire, darunter die wichtigen Auszeichnungen für den besten Film und für die <a href=" http://blogumschau.de/2015/02/die-oscars-viermal-birdman-und-eine-diskussion-ueber-rassismus-in-den-usa/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Oscar-Nacht, die in Deutschland von einer Bildstörung unterbrochen wurde, zeigte wieder den ganzen „Glamour“ Hollywoods: Luxuriöse Kleider, gerührte Gewinnerinnen und Gewinner, Lady Gaga mit Putzhandschuhen und den Film <strong>„Birdman“</strong> als Abräumer. Gleich vier Oscars gingen an die Hollywood-Satire, darunter die wichtigen Auszeichnungen für den <strong>besten Film </strong>und für die <strong>beste Regie</strong>. Als beste <strong>Hauptdarstellerin</strong> wurde <strong>Julianne Moore</strong> in „Still Alice“ ausgezeichnet, als bester <strong>Hauptdarsteller</strong> <strong>Eddie Redmayne</strong> in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.</p>
<p>Dass der Film „Birdman“ gleich vier Oscars erhielt, freut <a href="https://fragmenteum.wordpress.com/2015/02/23/birdman-oscar/" target="_blank">Lukas Gedziorowski</a>. Er schreibt, damit werde in diesem Jahr nicht nur die „gute Absicht“ ausgezeichnet, sondern die Kunst. Der Vorwurf, sie ehre vor allem eine bestimmte Form politisch korrekter Filme und keineswegs die spannendsten, gelungensten, mitreißendsten Filme, wird der Oscar Academy ja immer wieder gemacht. Mit „Birdman“ allerdings sei nun ein Film ausgezeichnet worden, der tatsächlich als Film vollends überzeugen konnte. Neben den Auszeichnungen für den besten Film und die beste Regie gingen auch die Oscars für das beste Original-Drehbuch und die beste Kamera an „Birdman“.</p>
<p>Marc hatte auf seinem Blog <a href="https://verwickeltes.wordpress.com/2015/02/22/oscar-prophetie-fur-2015/" target="_blank">Verwickeltes </a>die Oscars für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin bereits vorausgeahnt. Nach seinen Überlegungen stehen die Chancen besonders gut, wenn die Schauspieler kranke, behinderte oder psychotische Figuren darstellen. Er listet all die Gewinner auf, die in dieses Schema passen, bis zu den Anfängen der Oscar-Verleihung. Der Eindruck, dass eine bestimmte Anlage der Figuren und eine bestimmte politische Korrektheit besonders günstig sind, um bei den Oscars berücksichtigt zu werden, ist geradezu zwingend.</p>
<p>Diese politische Korrektheit erstreckt sich jedoch nicht auf schwarze Schauspielerinnen und Schauspieler. Denn die Oscars „sind weiß“. Neil Patrick Harris, der Moderator der Show, hatte dies ironisch auf den Punkt gebracht, als er sagte, „Tonight we honour Hollywood’s best and whitest. Sorry best and brightest“ (etwa: „Heute Nacht ehren wir von Hollywood die besten und weißesten. Entschuldigung, die besten und hellsten“). Elena Sheppard zeigt auf <a href="http://qz.com/348447/want-to-win-an-oscar-here-are-the-roles-most-likely-to-snag-a-statue/" target="_blank">Quartz</a> anhand einiger Statistiken, wie bisher die weiblichen Hauptrollen beschaffen sein mussten, damit am Ende tatsächlich der Oscar heraussprang. Besonders, so resümiert Sheppard, wenn die Hauptdarstellerinnen Ehefrauen darstellten, stünden die Chancen gut – weiße Ehefrauen. Lupita Nyongʼo, die im letzten Jahr als beste Nebendarstellerin für den Film „12 Years A Slave“ ausgezeichnet wurde, gilt als eine der sehr wenigen Ausnahmen von dieser Regel. Sheppard findet diese Auswahl nicht weiter überraschend, es sei ja längst bekannt, dass die Gesellschaft der Oscar Academy überwiegend männlich und weiß sei und dass deshalb bestimmte Filme immer wieder in den Fokus rückten.</p>
<p>Dem stimmt <a href="https://renatadigregorio.wordpress.com/2015/02/23/hollywood-and-diversity-or-lack-thereof/" target="_blank">Renata di Grigorio</a> zu. Sie sieht zudem die Auszeichnung für Lupita Nyongʼo im letzten Jahr aus einer anderen Perspektive. Hattie McDaniel war die erste schwarze Frau, die jemals für einen Oscar nominiert wurde – das war im Jahr 1940 für den Film „Vom Winde verweht“ – und ihn schließlich auch gewann. Sie spielte dort eine „Haussklavin“. 2014, als Nyongʼo gewann, war es ebenfalls ein Film, der Schwarze als Sklaven zeigte. Die Rollen, die schwarze Schauspieler bekämen, seien allzu oft stereotyp, wie zum Beispiel der beste Freund des Protagonisten, und wenn Schwarze die Hauptrolle spielen, wird daraus in der Wahrnehmung noch immer ein „schwarzer Film“.</p>
<p>Ähnlich gelagert sieht <a href="http://depthsofcinema.blogspot.de/2015/02/hollywood-going-forward-and-backward.html" target="_blank">Iza Larize</a> das Problem. Sie schreibt, Afro-Amerikaner seien die <em>anderen</em> Amerikaner, eben nicht bloß Amerikaner. Hollywood hätte 2014 einen Schritt in Richtung Gleichheit gemacht und sei nun einen Schritt rückwärtsgegangen. Der Traum von Hollywood, so Larize, sei zurzeit der Traum weißer Männer. Und davor will Larize nicht die Augen verschließen, auch wenn die Oscars in den meisten Fällen gar nicht die besten Filme auszeichneten, sondern vielmehr die beliebtesten Stars ehrten. Die Oscars folgen dem Geld, nicht der Kunst. Das allerdings lässt diesen latenten Rassismus noch deutlicher hervortreten.</p>
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		<title>Die Oscars: Gute Entscheidungen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 07:52:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Oscar-Nacht. Hollywood feierte seine Helden. Und natürlich, die Traumfabrik weiß, wie ein solcher Abend inszeniert werden muss. Wo wüsste man besser, wie Heldengeschichten geschrieben werden, wie die Gefühle des großen Triumphs und der Niederlage geweckt werden? Feierlich und ernsthaft ging es zu, aufgelockert und ironisch gebrochen immer wieder durch die <a href=" http://blogumschau.de/2014/03/die-oscars-gute-entscheidungen/ "> &#8230;weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Oscar-Nacht. Hollywood feierte seine Helden. Und natürlich, die Traumfabrik weiß, wie ein solcher Abend inszeniert werden muss. Wo wüsste man besser, wie Heldengeschichten geschrieben werden, wie die Gefühle des großen Triumphs und der Niederlage geweckt werden? Feierlich und ernsthaft ging es zu, aufgelockert und ironisch gebrochen immer wieder durch die wundervoll witzige Moderatorin Ellen DeGeneres. Die Oscars seien eine Feier, kein Wettkampf – das saß. Aber das wichtigste, so Ellen DeGeneres, sei ja die Liebe, Freundschaft, Familie. Wer all das nicht hat, geht ins Showbusiness.</p>
<p>ProSieben, das die Oscars im Deutschen Fernsehen zeigte, fand dagegen den treffenden Ton in der Vorberichterstattung offenbar nicht, wie auf <a href="http://www.flinkefilme.de/2014/03/oscars-2014-die-gewinner.html" target="_blank">flinkefilme</a> in lakonischen Sätzen zur Oscar-Nacht zu lesen ist: Unendlich peinlich, vor allem der Gätjen.</p>
<p>Doch ansonsten kaum Empörung! Im Unterschied zu einem Filmfestival, wie der <a href="http://blogumschau.de/2014/02/ausgebliebener-skandal-die-berlinale-und-lars-von-triers-nymphmaniac/">Berlinale</a>, profitieren die Oscars vom zeitlichen Abstand. Die meisten Filme sind längst im Kino gelaufen, das Publikum und die Kritiker hatten genug Zeit, sich ein Urteil zu bilden – oder einen Film wieder zu vergessen. Trotzdem: Manchmal decken sich die Erwartungen des Fachpublikums nicht mit den tatsächlichen Gewinnern. Doch die diesjährigen Oscargewinner werden weitgehend von den Bloggern als würdige Preisträger empfunden.</p>
<p>Ein Blick zurück ist da aufschlussreich. Auf <a href="http://zeilenkino.de/oscar-2014-wer-wird-gewinnen" target="_blank">Zeilenkino </a>wurden die erwarteten und erwünschten Oscar-Gewinner kurz vor der Verleihung vorgestellt. <strong>Cate Blanchett</strong> als beste Hauptdarstellerin und <strong>Matthew McConaughey</strong> als bester Hauptdarsteller waren also keine großen Überraschungen. Auch <em><strong>12 Years a Slave</strong></em> als bester Film, und dass <strong>Alfonso Cuarón</strong> für <em><strong>Gravity</strong> </em>den Oscar für die beste Regie-Arbeit erhielt, schien vorhersehbar zu sein.</p>
<p>Allein <strong>Spike Jonzes<em> Her</em></strong> scheint etwas herauszufallen. Der Film konnte schließlich den Oscar für das beste Originaldrehbuch ergattern, eine Kategorie, in der <em>American Hustle</em> als Favorit galt. Und auf filmosophie ist noch die Empörung zu hören, dass Joaquin Phoenix für seine Rolle in <em>Her</em> überhaupt nicht für einen Oscar als Hauptdarsteller nominiert war. <em>Her</em> erzählt eine Science-Fiction-Geschichte, die immer wieder erzählt worden ist. Ein echter Mensch, meist männlich, verliebt sich in ein Computerprogramm, in der Regel weiblich. Hier verliebt sich Theodore, gespielt von Joaquin Phoenix, in das Betriebssystem Samantha.</p>
<p>Doch auf <a href="http://www.filmosophie.com/her-oder-ist-liebe/" target="_blank">filmosophie</a> wird ausgeführt, wie vielschichtig der Film mit der Frage der Authentizität spiele. Das beginnt damit, wie die Science-Fiction-Welt entworfen ist: Nämlich gar nicht, wie es den Konventionen entspräche, futuristisch, sondern ein Retro-Look werde mit moderner Technik gemischt. Da kommt auch der Oberlippenbart wieder in Mode. Das wirft die Frage auf, was denn Authentizität in einem Science-Fiction-Film sei. Etwa das, was die Zuschauer eben als typische Science-Fiction erwarten?</p>
<p>Die Liebe zu einem Computerprogramm kann ebenfalls nicht authentisch sein, oder? Sie wäre dann Wahn. Aber das Virtuelle bestimmt längst darüber, was wir als ‚echt‘ empfinden. Die Liebe ist ‚echt‘, die einem Liebesfilm nahekommt – am besten von Hollywood. <a href="http://www.aleatorik.eu/2014/02/06/alea-torik-uber-fiktion-wirklichkeit-und-identitat/" target="_blank">Aléa Torik</a> hat auf ihrem Blog immer wieder über solche Fragen der Authentizität nachgedacht.</p>
<p>Wie authentisch ist also der Oscar-Abend? Wie authentisch die Rede von <strong>Lupita Nyongʼo</strong>, der fast die Stimme bricht, als sie den Oscar als beste Nebendarstellerin erhält? Eine großartige Schauspielerin, die das nicht überspielen kann? Sie muss es nicht überspielen. Für <a href="http://www.amerikareport.com/2014/03/03/die-oscar-bilanz-degeneris-selfie-pizza-star-born-nyongo-mcconaughey-sieger/" target="_blank">Herbert Bauernebel</a> hält Nyongʼo eine der schönsten Oscar-Reden überhaupt. Und weitgehende Einigkeit besteht darin, dass hier die Geschichte der Schauspielerin Lupita Nyongʼo erst richtig beginnt. In Hollywood weiß man, wie eine solche Heldengeschichte erzählt werden muss.</p>
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